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Wirbel um Bankia: Spanien verstaatlicht viertgrößte Bank des Landes

REUTERSDie spanische Bankenkrise erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Regierung muss das viertgrößte Geldhaus des Landes verstaatlichen. Wirtschaftsexperte Nouriel Roubini dringt auf rasche Hilfen für den darbenden Finanzsektor - niemand wisse, ob die Regierung die Krise noch allein stemmen kann.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832362,00.html
  1. #1

    Wieso müssen die Banken eigentlich immernoch laufend gerettet werden mit nationalen Rettungsschirmen, europäischen Rettungsschirmen wie dem EFSF und ESM, mit weltweiten Rettungsschirmen vom IWF ... etc.?

    Pleite gehen lassen und gut ist. Kann sein, dass dann halt das Finanzsystem zusammenbricht, aber dieser Zusammenbruch ist sowieso nicht mehr zu vermeiden, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Das kapitalistische Finanzsystem ist durch und durch marode, ungerecht und ohne Finanzhilfe aus kommunistischen und sozialistischen Ländern wie China und einigen südamerikanischen Staaten nicht überlebensfähig. Kommt es eigentlich niemandem komisch vor, dass die Prediger des Finanzkapitalismus ihr System immer als das beste und überlegenste bezeichnen, aber eben diese Prediger dann die westlichen Staatschefs ins kommunistische China schicken, um dort um Geld zu betteln, damit unser System nicht zusammenbricht?
    Selbst der härteste und radikalste Vertreter des Finanzkapitalismus müsste da doch ins Grübeln kommen.
  2. #2

    Wo ist denn China kommunistisch?

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Wieso müssen die Banken eigentlich immernoch laufend gerettet werden mit nationalen Rettungsschirmen, europäischen Rettungsschirmen wie dem EFSF und ESM, mit weltweiten Rettungsschirmen vom IWF ... etc.?

    Pleite gehen lassen und gut ist. Kann sein, dass dann halt das Finanzsystem zusammenbricht, aber dieser Zusammenbruch ist sowieso nicht mehr zu vermeiden, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Das kapitalistische Finanzsystem ist durch und durch marode, ungerecht und ohne Finanzhilfe aus kommunistischen und sozialistischen Ländern wie China und einigen südamerikanischen Staaten nicht überlebensfähig. Kommt es eigentlich niemandem komisch vor, dass die Prediger des Finanzkapitalismus ihr System immer als das beste und überlegenste bezeichnen, aber eben diese Prediger dann die westlichen Staatschefs ins kommunistische China schicken, um dort um Geld zu betteln, damit unser System nicht zusammenbricht?
    Selbst der härteste und radikalste Vertreter des Finanzkapitalismus müsste da doch ins Grübeln kommen.
    "Dann bricht halt das Finanzsysten zusammen". Einen weniger durchdachten Kommentar habe ich selten gelesen. Darunter leiden zuerst und vor allem die Ärmsten der Gesellschaft. Wollen wir dies.

    Bitte erklären sie mir mal wo denn China kommunistisch, oder sozialistisch ist, ausser im Namen der KPCh. Sonst ist das Land kapitalistischer als dir USA.
  3. #3

    Spanische Banken

    Der Bankensektor hat an die Baufirmen und Promotoren 400 Mrd. Kredite vergeben. Diese Kredite wurden schon mehrfach verlängert, d.h. Zinsen werden bezahlt, das Kapital aber nicht bedient.

    Viele diese Kredite wurden zudem ungesichert vergeben.

    Die Banken und Sparkassen sind einfach nicht bereit diese Immobilien zu Marktpreisen zu verkaufen. Die Wohnungspreise müssen um mindestens 40 % fallen. Dann wird auch wieder gekauft. Das hätte erhebliche Verluste gebracht.

    Hinzukommt, dass die Banken und Sparkassen nur Immokredite für eigene Immobilien (meist Rücknahmen aus Versteigerungen) vergeben. Somit sind diese selbst schuld, wenn die Baufirmen und Promotoren die Kredite nicht zurückzahlen. Denn an deren Kunden werden keine Kredite vergeben.

    Die Bankia Gruppe besteht aus ehemaligen Sparkassen Caja Madrid, Bancaja, Caixa Laietana, Caja Rioja, Caja Insular de Canarias, Caja Segovia y Caja Ávila.

    Der bisherige Chef war der EX-Direktor des IMF Rodrigo Rato. Dieser hatte bei der Bankenaufsicht einen Jahresabschluss mit 40 Mio Gewinn eingereicht. Dieser Abschluss wurde jedoch von den Wirtschaftsprüfern nicht unterzeichnet. Dies war dann der Auslöser der Verstaatlichung.
    Die Entscheidungsträger sind ausschliesslich Parteimitglieder der Regierungspartei PP. Ausserdem haben diese dann in grosser Anzahl Familienmitgliedern lukrative Jobs besorgt.

    Die Sachkompetenz dieser Spezialisten ist vergleichbar mit der der Landesbanken (Sachsen LB, LBBW, WestLB etc.)
  4. #4

    komisch

    Ich verstehe wirklich nicht, wieso immer noch von einer Staatsschuldenkrise gefaselt wird. Der Artikel nennt ausnahmsweise mal ganz klar die Ursachen: eine Bank die vom Staat ungenügend beaufsichtigt wurde, vergibt hemmungslos Kredite für Immobilien und verzockt sich dabei in einem solchen Ausmaß, das es eine ganze Volkswirtschaft an den Rand des Ruins treibt und wenn es schlecht läuft die Geschichte sogar in eine echte Staatspleite mündet. Das Spiel hat sich in anderen Ländern mit anderen Banken wiederholt und dennoch werden schamlos Ursache und Wirkung auf den Kopf gestellt. Natürlich gibt es gerade in Griechenland Zustände, die die Lage extrem verschärfen. Das rechtfertigt aber noch lange nicht die von Politikern, Wirtschaftsleuten und Lobbyisten verbreitete dreiste Behauptung, das die Ursache für den Schlamassel die angebliche Tatsache wäre, wir hätten alle über unsere Verhältnisse gelebt. Und jetzt? Macht Frau Merkel jetzt wieder unsere Taschen noch leerer um ein paar Fantastillionen für die darbenden Banken rüber zu schieben?
  5. #5

    Betrug hoch 10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Di
    Wieso verstaatlicht ein Staat der fast pleite ist eine Bank die fast pleite ist? Gewinne privatisiert, Verluste sozialisiert.
  6. #6

    Die spanische Regierung hat vor zwei Wochen Einsparungen in Höhe von 10 Mrd bei Gesundheit und Erziehung beschlossen, diese Woche wird beschlossen 10 Mrd an Bankia zuzuschiessen. Die Bankia-Direktoren sind durch die Bank Politiker der Regierungspartei. Hier handelt es sich nicht um eine Wirtschaftskrise sondern um einen grossen Betrug und Diebstahl. Nicht mehr und nicht weniger.
  7. #7

    Zitat von spon-1203191786232 Beitrag anzeigen
    "Dann bricht halt das Finanzsysten zusammen". Einen weniger durchdachten Kommentar habe ich selten gelesen. Darunter leiden zuerst und vor allem die Ärmsten der Gesellschaft. Wollen wir dies.
    Klar weiß ich das. Ich hab ja auch nirgendwo geschrieben, dass das leicht ist. Aber der Zusammenbruch ist einfach nicht zu vermeiden. Das ist unausweichlich. Wenn bei einer Pleite einer einzigen größeren Bank die akute Gefahr besteht, dass das gesamte Finanzsystem weltweit komplett zusammenbricht und riesige Wirtschaftskrisen nach sich zieht, können Sie mir doch nicht erzählen, dass das ein stabiles und funktionierendes System ist. Und von innen heraus durch Reformen ist das Finanzsystem schon längst nicht mehr reformierbar. Dazu gibt es einfach zu viele Klientel- und Lobbygruppen, die sich in dem System eingerichtet haben und damit Billionen (Ja, Billionen!) verdienen, während der Rest der Bevölkerung bereits 40% seiner Arbeitskraft aufbringen muss, um die in den Preisen versteckten Zinsen des Systems zu zahlen. Abgesehen davon ist das System mittlerweile so komplex, dass da keine Sau mehr durchblickt. Nicht mal die profiliertesten Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler haben da den vollen Durchblick und durchdringen die gesamte Komplexität des Systems.
    Dieses System muss zwangsläufig irgendwann zusammenbrechen. Und je früher das passiert, desto besser für alle, denn desto früher kann man ein besseres, einfacheres und hoffentlich gerechteres Finanzsystem etablieren, wo man versucht, die Fehler zu vermeiden, die im letzten System zum Zusammenbruch geführt hat. Je länger das alte System noch so vor sich hin dümpelt und weiter fleißig von Arm nach Reich umverteilt, desto größer wird der Absturz am Ende werden.

    Zitat von spon-1203191786232 Beitrag anzeigen
    Bitte erklären sie mir mal wo denn China kommunistisch, oder sozialistisch ist, ausser im Namen der KPCh. Sonst ist das Land kapitalistischer als dir USA.
    Kommt drauf an, wie Sie Kommunismus definieren. Wenn Sie Kommunismus so defnieren, dass dem Staat die größten Konzerne des Landes gehören, fast der gesamte Bankensektor dem Staat gehört, der Staat genau vorschreibt, wo wann wer welche Produkte herstellen und entwickeln soll und der Staat quasi alles lenkt, dann ist China kommunistisch. Sie können in China nicht mal einfach so mit Ihrem Unternehmen aktiv werden, sondern das geht nur, wenn Sie eine 49/51%-Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen eingehen ... inklusive komplettem Technologietrasfer. Die westlichen Konzerne in China werden nur geduldet, weil man deren Technologien braucht. Sobald China in den wesentlichen Technologen aufgeholt werden und auch chinesische Unternehmen die meisten Produkte herstellen können, werden die westlichen Konzerne aus China wieder rausgemobbt, weil sie nicht mehr gebraucht werden, und das war's dann mit den kapitalistischen Umtrieben im kommunistischen China.
    Wenn Sie allerdings auf die Ausbeutung von Arbeitskräften ansprechen, dann muss ich Ihnen sagen, dass es Ausbeutung nicht nur im Kapitalismus gibt. Und ja: Ich stimme Ihnen zu, dass das in China wesentlich rigider ist ls in den USA.
  8. #8

    Bankia, hä!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Di
    Hätte da gleich Caja Madrid gestanden, dann wäre es einleuchtender. Die haben nämlich die letzten 25 Jahre glänzend an dem extrem spekulativen Immobilienmarkt in und um Madrid verdient. Ich kenne ein duzend Leute, die heute gekauft haben und nach 2 Wochen das 1,5 fache bein Verkauf bekommen haben. Das nennt sich gesunde Wirtschaftsenticklung?! Aber alle haben mitgemacht und keiner wollte erkennen, das da was nicht stimmt. Leider kann man diese Drecksläden nicht absaufen lassen, weil es sonst nochmals den kleinen Sparer trifft. Aber hoffentlich drücken sie den Leuten dabei den Hals zu die den Mist mitverbrochen haben und das dicke Geld dabei abgesahnt haben!
    Keine Boni, keine Gehaltserhöhungen, eher Gehaltsabschläge...
    Strafrechtliche Konsequenzen, denn jetzt kommen sie ja auch an die Bücher und sonstigen Unterlagen gut ran!
  9. #9

    Wenn Sie sich einmal

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Wieso müssen die Banken eigentlich immernoch laufend gerettet werden mit nationalen Rettungsschirmen, europäischen Rettungsschirmen wie dem EFSF und ESM, mit weltweiten Rettungsschirmen vom IWF ... etc.?

    Pleite gehen lassen und gut ist. Kann sein, dass dann halt das Finanzsystem zusammenbricht, aber dieser Zusammenbruch ist sowieso nicht mehr zu vermeiden, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Das kapitalistische Finanzsystem ist durch und durch marode, ungerecht und ohne Finanzhilfe aus kommunistischen und sozialistischen Ländern wie China und einigen südamerikanischen Staaten nicht überlebensfähig. Kommt es eigentlich niemandem komisch vor, dass die Prediger des Finanzkapitalismus ihr System immer als das beste und überlegenste bezeichnen, aber eben diese Prediger dann die westlichen Staatschefs ins kommunistische China schicken, um dort um Geld zu betteln, damit unser System nicht zusammenbricht?
    Selbst der härteste und radikalste Vertreter des Finanzkapitalismus müsste da doch ins Grübeln kommen.
    zu diesem volkswirtschaftlichen Thema belesen hätten, würden Sie weder so seichte Fragen stellen, noch so abstruse Lösungen vorschlagen.


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