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Wir machen uns mal frei: Mein Leben als (Nerven-)Säge
CorbisKolumnist Jens Lubbadeh hat ein Laster, das andere terrorisiert: Er schnarcht laut, sehr laut. Aus Sorge um seine Gesundheit und seine Freundin macht er sich auf die Suche nach Ursachen. Nur eine Verwandlung in eine Star-Wars-Figur scheint ihn retten zu können.
http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...856503,00.html
- #1 19.09.2012 11:15 von
Bewährte Therapie - schwierig durchzuführen
Schnarchen ist aus meiner Erfahrung ein ernährungsbedingtes Symptom. Ich hatte einen scharchenden Mann, der immer gern Süßigkeiten isst. Da ich als Gesundheitsberaterin (GGB) gelernt habe, wie schädlich Zucker für die gesamte Gesundheit ist, empfahl ich meinem lieben Mann diesen ganz weglzulassen. Also im Klartext: Alles was mit Zucker gesüßt ist (und außerdem alles mit weißem Mehl hergestellte, denn das hat dieselben Folgen) wird vom Speisplan gestrichen. Ich weiß, ich weiß - es ist schwer. Aber der Erfolg ist da: Das Schnarchen ging von Tag zu Tag zurück und ist heute ganz weg. Da helfen auch keine Ausreden: Ich esse ja nur wenig Zucker. Er muss ganz gemieden werden. Der wunderbare Nebeneffekt: Viele andere Zipperlein verschwinden ebenfalls und die Gefäße werden geschont, die Möglichkeit von Herzinfarkt und Schlaganfall vermindert.
Kuchen backe ich deshalb mit Vollkornmehl und Honig. Zum Süßen gingen aber auch süße Früchte wie Datteln oder Bananen. Ein Frischkorngericht zum Auffüllen des Vitamin B-Defizits empfiehlt sich.
Literatur: M.O. Bruker: Zucker, Zucker. Lahnstein 4. Aufl. 2001 - #2 19.09.2012 11:32 von
- #3 19.09.2012 11:52 von
probieren geht über studieren
ob die antizuckertherapie gegen schnarchen wirklich hilft, lässt sich schwer einschätzen; probieren sollte man sie als starker schnarcher wirklich, viellleicht sogar wegen der gesunden nebeneffekte;
der "bruker" ist ein hammer von buch, fast schon gehirnwäsche, aber als einstieg in eine anti zucker kost geeignet.
schön wäre eine weitere kolumne über die ergebnisse des selbsttests. - #4 19.09.2012 12:12 von
Auf so nen Schwachsinn
hab ich nur gewartet....
Vielleicht war der Gatte einfach nur massiv fettleibig, was Schnarcherei massiv unterstützt?
Nur bei jemandem wie mir mit einem BMI unter 21 klingt diese Weisheit hier wie der blanke Hohn.
Da hat Mutti nen Volkshochschulkurs belegt und schon weiß sie mehr als alle Ärzte und Forscher zusammen, die offen zugeben, daß ihnen die Hände mehr oder weniger gebunden sind.... - #5 19.09.2012 13:54 von
Honig
Was genau sorgt noch für die Süße im Honig?
- #6 19.09.2012 13:56 von
Facepalm!
Ja, genau. Wie zu erwarten war, hier direkt der anekdotische Einzelfall, an den bisher natürlich keiner gedacht hat, der aber alles erklärt.
Aha, wir umgehen also auf breiter Front Kohlehydrate ...
... um sie durch exakt dieselben Kohlehydrate zu ersetzen: Weißes Mehl besteht zu weit überwiegendem Anteil aus Stärke. Vollkornmehl - Überraschung! - ebenfalls. Der Unterschied dürfte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen, wenn überhaupt. So, und jetzt kommt das noch viel umwerfendere Geheimnis - denn Honig besteht weit überwiegend aus - Noch viel größere Überraschung! - Zucker.
Gut, wir ersetzen also Stärke durch Stärke und Zucker durch Zucker und schon sind die Probleme gelöst. Ich erwarte jetzt noch eine Erklärung a la innewohnende Gutheit von Honig und Vollkornmehl, die aufgrund von feinstofflichem guten Gewissen gar nicht dick machen können, selbst wenn sie wollten.
Mannmannmann. Einfach zu schlußfolgern, daß eine Ernährungsumstellung an sich bereits zu Gewichtsreduktion führen kann und das hier vielleicht auch getan hat, wäre wohl zu wissenschaftlich gewesen, Frau Ernährungsberaterin? - #7 19.09.2012 14:06 von
Schnarchen ist ein relevantes Problem
Diese Kolumne kann man so nicht stehen lassen: Zum einen handelt es sich bei seriösen Schlaflaboren (z.B. die durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin akkreditierten) nie um "sterile Kreißsäle mit Pritschen wo man in einem lächerlichen Hemd" schlafen muss. Im Gegenteil wird viel Mühe dafür aufgebracht, eine möglichst angenehme und naturalistische Schlafbedingung zu schaffen. Häufig kommen dazu auch drahtlose Ableitsysteme zur Anwendung, die es ermöglichen, sich frei zu bewegen und einen nicht zur "Rückenlage" verdammen. Auch sollte, bei der Fragestellung nach Atemaussetzern immer vor der ambulanten oder stationären Polysomnographie das "häusliche Screening" erfolgen, das hier offensichtlich nachgeschaltet wurde. Insofern hatte Herr Lubbadeh offensichtlich Pech bei seiner Diagnostik. Zum anderen ist es durchaus nicht so, dass es keine (seriösen) Behandlungen des Schnarchens gibt. Neben etwas ausgefeilteren Methoden zur Rückenlagevermeidung (der feste Vorsatz nicht auf dem Rücken zu schlafen ist wirkungslos) kann durchaus auch bei Schnarchen ohne Atemaussetzern (in Abhängigkeit von den Beschwerden, der Tagesbefindlichkeit, dem Leidensdruck, und sicher nicht für jeden!) eine Behandlung mit chronisch positiver Überdruckventlation (CPAP) oder mittels einer Unterkieferprotrusionsschiene erfolgen. Auch HNO-Operationen können in Einzelfällen indiziert, sinnvoll und nützlich sein!
- #8 19.09.2012 15:22 von
zur behandlung von Apnoe
Ich habe seit vier Jahren eine Schlafmaske und bin sehr zufrieden damit.Das Beatmungsgerät gibt keine störenden Geräusche von sich.Bei der Maske entsteht durch den Überdruck ein leichtes Rauschen.Wenn die Maske nicht richtig sitzt,können Pfeiftöne auftreten.Das bekommt man aber bald in den Griff.
- #9 19.09.2012 16:31 von
Tennisball im Rücken ist keine Therapie sondern eine Wutstrafe der Ehepartner!
Mit solchen Maßnahmen wird der Schläfer nähmlich dauernd in der Nacht beim Lagewechsel wach und kommt nie in den Tiefschlaf. Außerdem fördert es massiv die Lage immer auf einer Seite und führt damit zu Rückenproblemen.
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