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Wir machen uns mal frei: Intime Zahnbekenntnisse

CorbisObwohl er sich jahrelang brav die Zähne putzt, bekommt Kolumnist Frederik Jötten eines Tages trotzdem Karies. Zahnseide lautet die Lösung! Doch die verbannt ihn seither nach dem Essen immer in die Toilettenkabine.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...816398,00.html
  1. #10

    Hmmm...

    Ich muss mich hier mal wieder outen...
    Ich habe noch nie im Leben meine Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste geputzt.
    Mein Alter kann aus meinem Nickname abgelesen werden.
    Ich putze die Zwischenräume meiner Zähne mit Hölzchen, hauptsächlich Streichhölzchen.
    Mir fehlen leider 2 Zähne, die ein Zahnarzt auf dem Gewissen hat, der einen Weissheitszahn zog.
    Die noch vorhandenen 26 Zähne sind zwar gelb-grünlich, aber ohne Loch und Plomben.
    Man sagt mir, das sei genetisch bedingt. OK.
  2. #11

    Schlechte Zähne steigern angeblich das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Obwohl er sich jahrelang brav die Zähne putzt, bekommt Kolumnist Frederik Jötten eines Tages trotzdem Karies. Zahnseide lautet die Lösung! Doch die verbannt ihn seither nach dem Essen immer in die Toilettenkabine.

    Karies trotz Zähneputzen: Zahnseide senkt das Risiko - SPIEGEL ONLINE
    Es scheint bei der peniblen Zahnpflege um viel mehr zu gehen als "nur" um das Gebiss an sich, denn ein Gebiss in ungepflegtem Zustand scheint ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, eventuell sogar Demenz darzustellen:

    Schlechte Zähne steigern Gesundheitsrisiken - Mit Zahnseide gegen den Herzinfarkt - Gesundheit - sueddeutsche.de

    Zahnfleisch: Der Herzinfarkt kann im Mund beginnen - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE

    Es gibt ja in den USA schon seit einigen Jahren den Slogan: "Floss or die!" ("Benutze Zahnseide oder sterbe!")
  3. #12

    Its in your gens dummy

    Hab mal vor Jahren in der Medical Tribune ein Interview mit dem seinerzeitigen Vorsitzenden der Zahnärztevereinigung gelesen. Sein statement zu einer aktuellen Studie bzgl Gene und Karies. " Wenn sich rumspricht wie massgeblich die Gene für den Zahnerhalt sind putzt niemand mehr"
    Meine Ehefrau und ich betreiben seit 20 Jahren die gleiche Mundhygiene, sie hat nicht eine Blombe, ich bin der Terminator im Gebissraum - scheint was dran zu sein.
  4. #13

    optional

    Artikel ist zu sehr auf Beseitigung der Essensreste im Mund beschäftigt. Es gibt wenig Diskussion zu den anderen Aufgaben des Zähneputzens: Zahnsteinreduzierung, Reduzieren der Bakterienbelastung und versiegeln der Zähne durch Polieren etc.

    Das die Mundhygiene nicht ausreichend ist, lässt sich mehrheitlich durch den sehr einfachen Test nach Mundgeruch am Morgen machen. Hat man welchen, hat man eine Kariesinfektion – so einfach ist das.

    Neben der Mundhygiene können andere Faktoren wie Zustand des Immunsystems (!), zu geringen Speichelfluss einen massiven Einfluss im Erwerb und der Verbreitung haben. Eine einmal erworbene Kariesinfektion lässt sich mit den Mitteln der Mundhygiene nur noch versuchen in seinem Befall in Grenzen zu halten. Die Nachhaltigkeit dieser Bemühung ist allerdings abhängig von der „Aggressivität“ der erworbenen Kariesbakterien.

    Ich wünschte mir hier eine bessere Beratung durch die Zahnärzte, gerade im immulogischen Umfeld. Hier wird mir zu sehr eine Wirkung aufgezeigt, dass mangelnde Mundhygiene zu Karies führt. Das ist so nicht ganz richtig: vielmehr ist die Infektion mit Karies die Vorraussetzung.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit folgendem gemacht:
    • Ölziehen - Mechanisches Reduzieren der Bakterienlast gerade in den Zahnzwischenräumen
    • Interdentalbürsten – Bevorzuge Interdentalbürsten statt Zahnseide; mit Zahnseide besteht die Gefahr, dass das Zahnfleisch verletzt wird, und die Essensreste, die Kariesbakterien ins Zahnfleisch gelangen.
    • Xylitol – Meist in Form von Kaugummis, den ich immer nach dem abendlichen Zähneputzen für einige Zeit kaue; gelegentlich auch eine solche Mundspülung
    • Chlorhexamed Mundspülung. – in Abständen von nicht *weniger* als einmal die Woche

    Ach ja, die sonst in Drogerien angebotenen Mundspülungen sind Kosmetik und tragen wegen bis gar nicht zur Verbesserung der Mundhygiene bei
  5. #14

    Stimmt!

    Zitat von Nebukadnezâr Beitrag anzeigen
    Hab mal vor Jahren in der Medical Tribune ein Interview mit dem seinerzeitigen Vorsitzenden der Zahnärztevereinigung gelesen. Sein statement zu einer aktuellen Studie bzgl Gene und Karies. " Wenn sich rumspricht wie massgeblich die Gene für den Zahnerhalt sind putzt niemand mehr"
    Meine Ehefrau und ich betreiben seit 20 Jahren die gleiche Mundhygiene, sie hat nicht eine Blombe, ich bin der Terminator im Gebissraum - scheint was dran zu sein.
    Mein Vater war vor kurzem nach 17 Jahren das erste Mal wieder beim Zahnarzt - prohylaktisch, denn er hatte keine Beschwerden. Der Zahnarzt hat nichts gefunden und eine Mini-Rechnung geschrieben (muß ziemlich frustrierend gewesen sein). Dabei hat mein Vater mit seinen 87 Jahren mit Ausnahme der Weisheitszähne noch ein komplettes eigenes Gebiß mit ein paar wenigen Füllungen und putzt sich nur morgens die Zähne.
  6. #15

    Ach du

    Zitat von jawaba Beitrag anzeigen
    Artikel ist zu sehr auf Beseitigung der Essensreste im Mund beschäftigt. Es gibt wenig Diskussion zu den anderen Aufgaben des Zähneputzens: Zahnsteinreduzierung, Reduzieren der Bakterienbelastung und versiegeln der Zähne durch Polieren etc.

    Das die Mundhygiene nicht ausreichend ist, lässt sich mehrheitlich durch den sehr einfachen Test nach Mundgeruch am Morgen machen. Hat man welchen, hat man eine Kariesinfektion – so einfach ist das.

    Neben der Mundhygiene können andere Faktoren wie Zustand des Immunsystems (!), zu geringen Speichelfluss einen massiven Einfluss im Erwerb und der Verbreitung haben. Eine einmal erworbene Kariesinfektion lässt sich mit den Mitteln der Mundhygiene nur noch versuchen in seinem Befall in Grenzen zu halten. Die Nachhaltigkeit dieser Bemühung ist allerdings abhängig von der „Aggressivität“ der erworbenen Kariesbakterien.

    Ich wünschte mir hier eine bessere Beratung durch die Zahnärzte, gerade im immulogischen Umfeld. Hier wird mir zu sehr eine Wirkung aufgezeigt, dass mangelnde Mundhygiene zu Karies führt. Das ist so nicht ganz richtig: vielmehr ist die Infektion mit Karies die Vorraussetzung.

    Wo haben Sie bitte das her?

    "Kariesinfektion" - das gibt es nicht. "Erworbene Kariesbakterien" auch nicht und unterschiedlich "aggressive" ebenfalls nicht.

    Die Bakterien die Karies machen hat ausnhamslos jeder im Mund. Die Frage ist - welche Nahrung gebe ich ihnen, welchen Nährboden, wie gut sind sie im Einklang mit meiner Abwehr und wie stark deszimiere ich sie ab und an - und der letzte Faktor (die aktive Zahnpflege) ist die unbedeutenste, aber eine gut beeinflussbare!








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