Wir machen uns mal frei: Die Walkie-Talkie-Methode

CorbisMobiltelefone machen uns depressiv oder psychopathisch - zumindest auf den ersten Blick. Kolumnist Frederik Jötten hat herausgefunden, wie man die schlimmsten Handy-Krankheiten verhindern kann.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...844814,00.html
  1. #1

    Aussenwirkung...

    ... ist völlig egal. Meine Freisprecheinrichtung ist getarnt an meiner Brille. Im Quartier halten mich 50% für einen "Psycho".

    Das entspricht ziemlich genau dem Anteil der "intellektuell Herausgeforderten" mit welchen ich nicht wirklich etwas zu tun haben will.

    Perfekt!

    Sobald eine Projektion von Daten auf meiner Brille möglich ist, und ich mit Handgesten die Programme steuern kann werden weitere 25% Prozent, welche eine Freisprecheinrichtung gerade mal verstanden haben, mich für einen sinnlos fuchtelnden "Psycho" halten...

    Die verbleibenden 25% reichen mir als potentieller Sozialkontakt völlig aus.
  2. #2

    Ein heisser Tip aus meiner Kindheit...

    Zitat von Peter Lustig
    ...abschalten.
  3. #3

    Es gibt auch seriöse wissenschaftliche Ergebnisse...

    Vorab, ich bin Biophysiker, gehöre also nicht zu den Physik-Unkundigen. Dass elektromagnetische Strahlung schaden kann, ist unbestritten. Denken Sie an Sonnenbrand nach UV-Strahlung oder Schäden durch Röntgenstrahlung. Diese Strahlung erzeugt freie Radikale im Körper. Handys und DECT Telefone hingegen erzeugen keine Radikale. Es scheint aber durchaus Menschen zu geben, die eben genau auf diese elektro-magnetischen Felder reagieren. Rund 35% von über 600 Patienten die an multipler Chemikalien Unverträglichkeit erkrank sind (De Lucas et al 2012), geben an, dass sie auf diese Felder reagieren. Ich würde mich hüten, eine derartige Anzahl von Betroffenen als Hypochonder oder Spinner hinzustellen. Ich habe keine Kenntnis von „tausenden von wissenschaftlichen Studien“ die nicht gefunden haben wollen. Es gibt durch sehr widersprüchliche Ergebnisse, geben Sie einfach den Suchbegriff EMF in Pubmed ein. Es liegen durchaus sehr seriöse wissenschaftliche Ergebnisse vor, die eben eine Wirkung von EMF experimentell nachweisen. Allerdings halte ich das Risiko für einen gesunden Erwachsenen für nicht übermäßig hoch, bei kleinen Kindern sehe ich das durchaus als kritisch an.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobiltelefone machen uns depressiv oder psychopathisch - zumindest auf den ersten Blick. Kolumnist <i>Frederik Jötten</i> hat herausgefunden, wie man die schlimmsten Handy-Krankheiten verhindern kann.

    Wir machen uns mal frei: Handys lassen uns krank aussehen - SPIEGEL ONLINE
    Ein interessierter Blick auf den in der Öffentlichkeit Telefonierenden bewirkt manchmal Wunder. Wenn man schon zwangsweise am halben Zwiegespräch beteiligt wird, könnte auch gezieltes Nachfragen förderlich sein.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mobiltelefone machen uns depressiv oder psychopathisch - zumindest auf den ersten Blick. Kolumnist <i>Frederik Jötten</i> hat herausgefunden, wie man die schlimmsten Handy-Krankheiten verhindern kann.

    Wir machen uns mal frei: Handys lassen uns krank aussehen - SPIEGEL ONLINE
    Nominiert für den sinnfreisten Artikel des Jahres.
  6. #6

    So weit sind wir

    Zitat von axiom Beitrag anzeigen
    ...Im Quartier halten mich 50% für einen "Psycho. ... Perfekt! ... werden weitere 25% Prozent ... mich für einen sinnlos fuchtelnden "Psycho" halten...
    Interessant. Es ist also heutzutage "hip", "cool" und "laser", für einen geisteskranken Menschen gehalten zu werden. Dann fallen die wirklich Bekloppten ja kaum noch auf...

    Zitat Artikel:
    "...sah ich neulich einen jungen Mann, tätowiert, gebräunt, Bodybuilder-Arme, der sein Telefon wie ein Funkgerät benutzte."

    Bodybuilder mit extrem aufgeblasenen Armmuskeln können gar nicht anders, weil ihnen in der Telefonierhaltung die unnatürliche Muskelmasse die Blutzufuhr in den Arm abdrückt.
  7. #7

    Da mein Handy gleichzeitig der MP3-Player für meine Hörbücher ist, habe ich die Stöpsel sowieso meist drin, wenn ein Anruf kommt. Vor einigen Tagen fuhr ich nach Jahren wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dachte, ich bin im Irrenhaus. Während es mich früher nervte, wenn Leute ihren MP3-Player so laut aufdrehten, dass ich das Uffta-Uffta-Uffta aus ihren Ohrhörern mithören musste, sah ich mich jetzt einem Soundgemisch wie auf dem Jahrmarkt ausgesetzt, weil die Leute ihre Mucke über den Lautsprecher des Handys hörten. Und ich verstand, warum ein Kumpel einem renitenten Benutzer des Handy entriss und aus dem Fenster der S-Bahn warf.
  8. #8

    Dichtung pur, nett geschrieben,

    aber es geht wohl gar nicht um Handy – Krankheiten oder gar Fakten, nicht mal bei Halbwüchsigen. Wer ein Handy ohne Not benutzt, hat bereits gewaltig einen an der Klatsche.

    Männer werden angerufen: „ja, wann, klar, bis dann.“ Oder: „ja Mutti, nein, Mutti, nein Mutti, ich fahre gerade in einen Tunnel.“

    Frauen hingegen scheinen ohne Fernkommunikation nicht lebensfähig zu sein. Wenigstens die Hälfte aller weiblichen Geschöpfe auf Rolltreppen, Bahnhöfen, in Fußgängerzonen hängt am Rohr. Und sie scheinen alle zu sprechen, dem höchst aufgeregten und aufregenden Minenspiel zufolge. Wer also ist das arme Opfer, das zuhören muß ? Oder sprechen sie mit einem fiktiven Partner, wie ich das schon mal vor dem Bildschirm, im Halbschlaf oder allein im Wald mache ? Das wäre ein Beweis von Kostenbewußtsein, den man gerade hier nicht erwarten hätte können.

    Erst neulich hatte ich so ein unerklärliches Erlebnis. Ich saß nach einem Arbeitstrinken im Zug und knapp hinter mir eine junge Dame, die sehr präzise und eingängig zu artikulieren wußte, und wahnwitzig schnell. Es war wie Dauerfeuer aus einem Maschinengewehr oder ein nicht enden wollender Schwerlastzug, absolut pausenlos quälte sie ihr Gerät. Dabei wechselte sie in kurzen Abständen die Sprache, von türkisch auf deutsch, zumindest letztere beherrschte sie perfekt. Es war sicher spannender als Fernsehen, aber nach einer Viertelstunde war meine durch Sensationsgier gezügelte Geduld doch erschöpft. Sofort kamen mir die gebeutelten Psychotherapeuten in den Sinn, die sich das den ganzen Tag anhören dürfen.
  9. #9

    Test'aufbau'

    Zitat von spon-facebook-10000150727 Beitrag anzeigen
    Vorab, ich bin Biophysiker, gehöre also nicht zu den Physik-Unkundigen. Dass elektromagnetische Strahlung schaden kann, ist unbestritten. Denken Sie an Sonnenbrand nach UV-Strahlung oder Schäden durch Röntgenstrahlung. Diese Strahlung erzeugt freie Radikale im Körper. Handys und DECT Telefone hingegen erzeugen keine Radikale. Es scheint aber durchaus Menschen zu geben, die eben genau .....
    Testen sie doch mal folgendes, um herauszufinden, ob sie Hypochonder in den 35% finden:

    Legen sie zu den schlafenden Testpersonen mehrere Tage lang Mobiltelephone direkt an die Wand in's Nebenzimmer, wo das Kopfteil des Bettes ist. Mal eingeschaltet, mal ausgeschaltet. Und dann fragen sie, wie gchlafen wurde. Ein eingeschaltetes mobiltelephone, dichter als 3m neben meinem Bett, sorgt fuer gaenzlich andere Aufwachempfindungen bei mir. Bin ich drueber gefallen, einmal durch Uebernachtung einer Person, die ihre Handtasche mit eingeschaltetem Mobil unterm Bett parkte, das andere mal in einem Hotel, in dem ein Bekannter das Nebenzimmer hatte, und seine Spiegelkommode, wo sein Mobil drauf lag, an der Wand der Kopfseite meines Bettes war.
    Seitdem habe ich eine 'ziemlich gute' Quote (100%): In der Nacht, stups "Mach Dein Mobil aus, bitte" "Ist aus" "Ist es nicht" Nachschau "ops, woher wusstest du das"