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Wir machen uns mal frei: Das Spray, die Nase und ich

DPAKaum fliegen die Pollen, wird das Leben für Jens Lubbadeh zur Qual. Gegen die geschwollene Nase hilft dann nur noch Nasenspray. Doch der Kolumnist muss bekennen: Er ist abhängig von dem Zeug. Um davon runterzukommen, entscheidet er sich für die Warmduscher-Methode.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...845242,00.html
  1. #1

    Auch pollengeplagt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum fliegen die Pollen, wird das Leben für <i>Jens Lubbadeh</i> zur Qual. Gegen die geschwollene Nase hilft dann nur noch Nasenspray. Doch der Kolumnist muss bekennen: Er ist abhängig von dem Zeug. Um davon runterzukommen, entscheidet er sich für die Warmduscher-Methode.

    Nasenspray-Junkies: Wie der Wirkstoff Xylometazolin süchtig macht - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt aber auch wirklich überhaupt nichts, was so gut hilft, wie dieses Xylop...

    Diese homöopatischen Salzwassersprays, Nasenduschen, Rotlichtlampen, Eukalyptuskapseln, Nase kühlen etc. etc., alles schon probiert und sinnlos. Und die Ärzte meinen, alles sei eigentlich in Ordnung, obwohl ich ständig nur am rotzen, räuspern und husten bin.

    Der letzte Arzt meinte was von einer Nasenschleimhautverödung, wahrscheinlich wird das mein nächster Versuch gegen diesen unsäglichen Dauerzuschwellzustand. Jetzt habe ich erst mal wieder ein Kortisonspray bekommen, obwohl das letzte eigentlich auch nicht viel gebracht hatte.
  2. #2

    Xylometazolinhydrochlorid

    Ich habe das Zeug quasi 10 Jahre täglich genommen. Meine Nasenlöcher waren aufgrund einer verbogenen Nasescheidewand und gewucherten Nasenmuscheln sehr eng, so dass ich bei der kleinsten Schwellung nur noch durch den Mund atmen konnte. Meine Pollenallergie (besonders im Frühjahr, weniger im Sommer) tat ihr übriges.

    Seit einer dringend nötigen Operation zur Begradigung der Scheidewand und Verkleinerung der Nasenmuscheln ist mein Konsum wohl um 90% zurückgegangen. Manchmal brauche ich es noch, um vor dem Einschlafen die Nase freizukriegen, vor allem in der Pollenzeit aber im Winter z.B. fast gar nicht mehr.
    Süchtig bin ich wohl nicht, aber mein Geruchssinn ist erwiesenermaßen schlecht. Könnte damit zusammenhängen.
  3. #3

    Hypnose hilft meist sehr gut

    Auch wenn man es kaum glauben mag, aber ich konnte schon sehr vielen Allergikern mit einer Hypnose-Sitzung helfen.
    Ich wundere mich auch immer, wie gut das funktioniert.
    Meine Theorie:
    Das ist mehr oder weniger das Selbe, wie eine Phobie, nämlich eine Überreaktion des Organismus aus einen Außenreiz. Und man kann dem Unterbewusstsein in Hypnose recht gut klar machen, dass das gar nicht nötig ist.
    Bei vielen ist die Allergie danach ganz weg, bei anderen ist sie zumindest immer so gebessert, dass sie jetzt ohne Medikamente so gut klarkommen, wie vorher mit.
    Einfach mal ausprobieren.
  4. #4

    Bravo...

    ...gutes Outing. Auch ich bin seit dreizig Jahren, oder so, bekennender Otrivenist. Ich bin föllig frei von Süchten, aber nicht von dieser. Ohne Nasenspray, keinen Schlaf.

    Die Beschaffung ist ganz einfach. Meine Dealer, eine stationäre und eine Versandapotheke schränken die Abgabemenge zwar auf drei Fläschschen pro Quartal ein, aber pro Produkt. Dazu gibt es die Nachfüllflasche mit 100 ml eines bekannten Produktes, so dass es nicht schwer fällt, den Jahresbedarf mit einer Bestellung zu decken.

    Unabhängig davon, finde ich es eine ziemliche Bevormundung, wenn der Apotheker meint, mir vor dem Erwerb eine frei verkäuflichen Produktes, erst eine Predigt halten zu müssen oder mir die gewünschte Menge zu verweigern.
    Auch hier stimme ich dem Verfasser zu, die Dinger in Augenhöhe platzieren und auf großen Aufstellern anpreisen und dann den, um die Gesundheit des Käufers besorgten Moralapostel miemen, dass passt nicht so ganz.
  5. #5

    Zitat von gerkaiser Beitrag anzeigen
    ...gutes Outing. Auch ich bin seit dreizig Jahren, oder so, bekennender Otrivenist. Ich bin föllig frei von Süchten, aber nicht von dieser. Ohne Nasenspray, keinen Schlaf.

    Die Beschaffung ist ganz einfach. Meine Dealer, eine stationäre und eine Versandapotheke schränken die Abgabemenge zwar auf drei Fläschschen pro Quartal ein, aber pro Produkt. Dazu gibt es die Nachfüllflasche mit 100 ml eines bekannten Produktes, so dass es nicht schwer fällt, den Jahresbedarf mit einer Bestellung zu decken.

    Unabhängig davon, finde ich es eine ziemliche Bevormundung, wenn der Apotheker meint, mir vor dem Erwerb eine frei verkäuflichen Produktes, erst eine Predigt halten zu müssen oder mir die gewünschte Menge zu verweigern.
    Auch hier stimme ich dem Verfasser zu, die Dinger in Augenhöhe platzieren und auf großen Aufstellern anpreisen und dann den, um die Gesundheit des Käufers besorgten Moralapostel miemen, dass passt nicht so ganz.
    Ich nehm ja lieber die Tropfen...
    Die letzte Versandapotheke hatte die Bestellmenge auf 5 Fläschchen begrenzt.... Nimmt mal 5 mal 10ml und 5 mal 20ml reicht das locker ein paar Monate.
    Hat auch den schönen Vorteil, das man sich das schon erwähnte Jammern des Apothekers nicht anhören muss :)
  6. #6

    Ein Teufelskreis...

    Zitat von gerkaiser Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon, finde ich es eine ziemliche Bevormundung, wenn der Apotheker meint, mir vor dem Erwerb eine frei verkäuflichen Produktes, erst eine Predigt halten zu müssen oder mir die gewünschte Menge zu verweigern.
    §20 (1) ApBetrO schreibt vor " Der Apothekenleiter muss ... sicherstellen, dass Patienten und andere Kunden ... hinreichend über Arzneimittel und apothekenpflichtige Medizinprodukte informiert und beraten werden."

    Jeder Apotheker weiß, dass 95% der Patienten bestenfalls gelangweilt, in der Regel genervt reagieren. Informieren muss er trotzdem, sonst heißt es im besten Fall bei der Stiftung Warentest "Mangelhaft" weil nicht beraten wurde. Gerade Nasensprays werden da von den Testkäufern gern zur Prüfung der Informationspflicht genutzt. Im schlimmsten Fall ist es eine Prüfung der Kammer und dann kann es richtig Ärger geben. Also werden die Angestellten dazu verdonnert ihr Sprüchlein zu sagen.

    Gruß,
    Kein Aopthekenleiter und auch kein Pharamzeut
  7. #7

    Selbsthypnose?

    Vielleicht hat der Hypnoseheinz ja recht? Ich hatte als Jugendlicher ziemlichen Heuschnupfen und nahm das ganze Programm zu mir: Nasentropfen, Augentropfen, Tabletten. Mit 16 hatte ich dann in einer spaetpubertaeren Trotzphase keinen Bock mehr auf Medikamente und hab aufgehoert sie zu nehmen. Seitdem (>30 Jahre) hatte ich nie wieder Heuschnupfen! Irgendwie seltsam ... ich bin aber ziemlich zufrieden mir der Situation! Wars vileicht Selbsthypnose?
  8. #8

    Schön, schön war die Zeit...

    ...als noch Nasentropfen gab und die hauptsächlich aus Eukalyptusöl, Campher, Ephedrin und anderen Ölen bestanden, was folgende Wirkung nach sich zog: Schleimhäute geölt, vom Rotz befreit und langanhaltender freier Kopf durch die anregende Wirkung des Ephedrins. Ja, es geht auch anders - und vielleicht auch besser?
  9. #9

    optional

    Ist sicher mit Selbsthypnose vergleichbar.
    Man kann sich so ziemlich alles einreden, sogar Gesundheit.
    Freut mich für Sie,
    Ihr Hypnoseheinz.








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