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Winter*in Kanada: Autofahren? Lebensgefährlich

Stundenlanger Schneefall, Eis auf vielen Straßen - die Kältewelle bringt den Verkehr in Deutschland gehörig durcheinander. Aber ein wirklich dramatischer Winter sieht anders aus:*In Kanada zum Beispiel droht echte Lebensgefahr. Meike Wöhlert erzählt, wie sie sich für das Extremwetter wappnet.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...734972,00.html
  1. #40

    Powderalarm! :-)

    Das Wichtigste, ein guter Schlafsack, als Lebensretter
    wenn gar nichts mehr geholfen hat wurde ja schon erwähnt.
    (Im Wagen/Kofferraum gibt's ja kaum Stauprobleme. Ich selbst
    würde gar nicht meinen "sauteuren" Daunenschlafsack, sondern
    meinen günstigen Kunstfaser- Schlafsack mit dem Packmaß eines
    kleinen Bierfassls in den Kofferraum werfen.)
    Bisher nicht erwähnt:
    1) Ein Satz guter Schneeketten!
    2) Ein Wagen mit einem - guten - Sperrdifferential!
    Manche haben gar kein's. Wer billig kauft friert
    zweimal. :-)
    3) So, jetzt kommt das böse Wort:
    Ein "SUV", besser einer in Richtung Geländewagen der
    robusten amerikanischen Art!
    Wer so oft mit einem VW-Bus (überhaupt kein Sperrdifferential), den ich auch beruflich brauchte
    hier im Voralpenland hängengeblieben ist weiss sowas zu
    schätzen. 3-4 Kilometer bei -18Grad zum nächsten Bauern,
    der sich natürlich riesig freut abends den Traktor aus der
    Scheune zu holen. Bei angehender Dunkelheit, nach einer
    Skitour am Parkplatz - oft ein abgelegener Holzlagerplatz -
    anzukommen und nicht zu wissen ob man da wieder rauskommt.
    Nicht mit mir. Dann lieber 4x4.
  2. #41

    Titel

    Man braucht ja nur mal die höheren Lagen angucken: Erzgebirge, Schwäbische Alb, Allgäu. Da kommt man jeden Winter mit min. einem halben bis 1,5 m klar.
    Die Räumdienste wissen, dass ihre Schicht nicht erst um 8.00 anfängt (wie in vielen nördlicher gelegenen Städten), sondern rücken halt in schneereichen Nächten auch mal schon um 4 aus. Oder räumen die ganze Nacht durch. Und morgens wenn man zur Arbeit fährt sind die Straßen meisten schon frei. Links und rechts türmen sich die Schneeberge, aber alle sind happy. Und wenn es doch mal zu viel des Guten wird, rückt halt der Schaufelbagger aus und kippt das Zeuch in den Wald.

    Das was ich jetzt seit zwei Wintern in zwei Städten in Mitteldeutschland erlebe, ist schlicht lächerlich. Da kapituliert der Räumdienst vor 5-10 (!!) cm und räumt lieber garnicht mehr. Taut ja alles wieder weg, der Sommer kommt ja auch irgendwann. Bis dahin müssen die Fußgänger halt wochenlang spiegelglatte Gehwege mit uneben festgetretenem und gefrorenem Schnee (lass da mal jemanden unglücklich umknicken und fallen) oder Gehen wie auf Sand in Kauf nehmen. Angesichts der täglichen "Katastrophenmeldungen" sind die Leute hier offenbar schon fast froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist, während das woanders gerade mal zaghaft den Anfang des Winters andeutet ;-)


    Also vernünftig, sich in Kanada ordentlich zu rüsten, da kann man eben halt nicht mal eben zum nächsten Ort spazieren und irgendwo um Einlass bitten. Geht nur, wenn man Glück hat und nicht zu weit weg vom Schuss ist.

    Wir sind halt doch (noch) nicht der Herr über die Natur ;-)
  3. #42

    ?

    Und im nächsten Rekord-Sommer gibt es dann einen Artikel mit dem Thema "Wie überlebe ich den Autobahnstau zu Sommerferienbeginn" mit sinnvollen Tipps wie genügend Trinkwasser einpacken, etc.

    Wem im Winter aufgrund schlechter Vorbereitung etwas zustößt, ist selber Schuld!
  4. #43

    Auf Thema antworten

    Zitat von Ottokar Beitrag anzeigen
    Es wird von Canadiern behauptet das eine brennende Kerze ausreicht um nicht zu erfrieren.
    Eine Kerze ist zwar eine Funzel, die einer 15-Watt-Glühbirne vom Licht her nicht das Wasser reichen kann, muss aber so um ca. siebzig Watt an Wärmeleistung abgeben. Das ist eindreiviertel mal so viel wie eine Heizdecke.
  5. #44

    Auf Thema antworten

    Zitat von backtoblack Beitrag anzeigen
    Ich war dieses Jahr zu spät, um noch Winterreifen für unseren PKW zu erhalten. Fakt ist: Die Kiste überwintert in der Garage. Ich fahre mit dem Öffentlichen Nachverkehr.

    Wetten, dass diese Perspektive den meisten wintergestressten Zeitgenossen offen steht? Es gibt nun mal kein Grundrecht auf immerwährenden Individualverkehr.
    Ja, danke für den Tipp. Der ist ja richtig originell. Hab' ich heut gemacht und habe dann den Weg vom Bahnhof in Bad Honnef in den Hohen Westerwald Kreis Asbach zu Fuß angetreten, weil das Anruf-Sammel-Taxi den Dienst wg. Schnee eingestellt hat. Im Bahnhof sind massiv Stellenangebote von Taxidiensten ausgehängt, billige 400-Euro-Jobs für Möchtegernfahrer, wir helfen auch beim Taxischein. Man merkt's.

    Es gibt zwar auch noch 'nen Bus, der aus der Gegend mit dem höchsten Schneefall anrückt und auch noch bei mehr als drei Schneeflocken am Tag fährt, aber nicht gerade besonders oft auf den Sonntag - daher sind ja die AST eingerichtet.

    Schneeketten ziehen die Anruf-Sammeltaxen (immerhin ein öffentliches Verkehrsmittel mit Beförderungspflicht) natürlich nicht etwa auf, geschweige denn, dass wenigstens ein für die Landschaft geeignetes Fahrzeug (jeder VW-Käfer oder antike Bulli hätte keine Probleme gehabt) eingesetzt wird.

    Glücklicherweise nahm mich letzten Endes mein Elektriker (zufällig vorbeigekommen) den Berg hoch. In einem Werkstattwagen, nix Allrad, nix Schneeketten, nur ein Profi am Steuer.
  6. #45

    Hohoho, Paaaanik

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    ....
    In Deutschland bricht schon bei ein paar Schneeflocken die allgemeine Panik aus.
    ...
    Die Panik macht die Presse, sonst ist es ja keine Schlagzeile Wert, und die braucht man heutzutage... :D

    Um ECHTE Panik bei 2 - in Worten: ZWEI - cm Schnee zu erleben, empfehle ich einen Winterurlaub in Irland :D
  7. #46

    Schweden im Winter

    Als junger Mensch hab ich damals aus Abenteuerlust im Winter, ich glaube Januar war das, einen Schwedenurlaub mit meinem damals schon heruntergekommenen Fiat Panda 1000 CL gemacht. Unvergesslich und schön war es. Im Auto im Schlafsack übernachtet, Schneeketten im Gepäck und etwas heisses in der Thermoskanne. Nur einmal wirklich steckengeblieben, aber da dank Mutter Natur, jede Menge rumliegene Tannenäste unter die Reifen geklemmt und nach 10 Minuten wieder frei gewesen. Ich hatte an einem See übernachtet.
    Mein einziges Problem war, dass ich jeden Morgen einen festgefrorenen Gaszug hatte, den ich per Hand am Gaspedal leicht erstmal anziehen musste, und warten bis da unten es so warm wurde, dass der sich löste. Ohne dass der Motor wie bescheuert das aufröhren anfing.

    Heute wohne ich in Mittelnorwegen. Wenn ich die Probleme der Deutschen jetzt lese, jetzt wo endlich nach langen Jahren mal wieder Schnee fällt, kann ich nur kichern.

    Aber die Tips aus Kanada sind gut. Beherzigen wir hier auch teilweise. Persönlich habe ich mir Schneeketten für Schuhe gekauft. Damit hab ich als Fussgänger auf Eis auch kein Problem mehr. Es gibt auch Spikeschnallen für Schuhe.
  8. #47

    #

    Zitat von webman Beitrag anzeigen
    ......die Winterreifenpflicht gilt übrigens nicht für LKWs.
    die müssen nur Winterreifen auf der Antriebsachse haben....
    ein Skandal !
    Es reicht wenn MS auf dem Reifen steht.
  9. #48

    Falsch

    Zitat von kewlo Beitrag anzeigen

    Sachte, sachte fahren... bremsen am liebsten gar nicht, nur Gas wegnehmen und immer schön geradeaus steuern.



    Ist so nicht richtig. Auskuppeln und vorsichtig bremsen. Vom Gas gehen bremst nur eine Achse ab, die dann im Zweifelsfall die Seitenhaftung verliert. Besser auf 4 Räder verteilen.

    Gruß Ulu
  10. #49

    .

    Zitat von nordrev Beitrag anzeigen
    Heute wohne ich in Mittelnorwegen. Wenn ich die Probleme der Deutschen jetzt lese, jetzt wo endlich nach langen Jahren mal wieder Schnee fällt, kann ich nur kichern.
    Bei minus 15 Grad ist eine festgefahrene Schneedecke sehr griffig. Da können Sie auch mit Sommerreifen mit 80 kmh durch die Landschaft fahren.

    Wenn hier bei minus 2 Grad 20 cm Schnee auf eine viel befahrene Strasse fallen, ist das ein wesentlich schwierigerer Strassenzustand.

    Nicht, dass wir hier Winterexperten wären. Insbesondere hier im Rheinland ist ja schon Verkehrschaos, wenn nur Schnne vorhergesagt wird. Aber in Mittelnorwegen sind die Strassenverhältnisse bei 2m Schnee, der auch bis Mitte März nicht antaut, deutlich einfacher.


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