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Winnenden-Prozess: Zeugin nimmt belastende Aussage zurück

Die Familie des Amokläufers von Winnenden war vor der Tat offenbar doch nicht über die Mordfantasien ihres Sohnes informiert. Das sagte eine Notfallseelsorgerin jetzt vor dem*Landgericht Stuttgart und korrigierte damit ihre zuvor gemachten Angaben.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...730766,00.html
  1. #60

    ...

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Darf ich die Gegenfrage stellen, wann und wo ich Sportschützen da benennt habe? Feststehend ist, dass Waffen eine besondere Anziehungskraft haben und wenn (auch) Sportschutzen die Möglichkeit haben, immer wieder mal Combat-Schießen probieren. Aber auch Combat-Schützen....
    Der Nachdruck mit dem sie ihr Unwissen hier demonstrieren ist ja schon fast beängstigend.

    Kein Dachverband würde je eine Sportordnung bekommen, in der Combatschießen enthalten wäre. Sie haben von dem Sie da reden nicht die geringste Ahnung.

    Und bevor sie jetzt voller Stolz irgend ein ISPC Video aus dem Internet präsentieren (auch eine Proffesorin hat sich schon auf diese Weise disqualifiziert) kann ich nur raten mal den unterschied zwischen combat und dynamischen Schießsdisziplinen nachzulesen.
  2. #61

    Zitat von suum.cuique Beitrag anzeigen
    Es ist absolut nicht normal fuer jeden Menschen emotionslos auf Mitschueler, Lehrer oder sonstwen zu schiessen.
    Hallo, Jedem das Seine und Herr Helmbrecht,

    das hat gewiss keiner getan, am wenigsten wohl der Amokläufer selbst. Was, wenn nicht Emotionen, veranlassen einen Menschen zu solcherlei Handeln? Ist anzunehmen, dass Regungen zum Zeitpunkt der Tat (ungeachtet ihrer äußerlichen Manifestierung) nicht da sind? Na also: nein! Hochemotional auf andere zu schießen "trifft" es wohl besser - selbst wenn schon länger auf die Realisation hin "abgezielt" worden war.
    Das ist zumindest allemal wahrscheinlicher als die übernatürliche Fügung oder Führung oder aber der reine Zufall gepaart mit Wahrnehmungsstörung, Optionen also, wie Sie sie anzunehmen scheinen.
  3. #62

    Er konnte mit Waffen umgehen, soviel ist Fakt.

    Was soll das heissen er habe es nicht gelernt? Offensichtlich wusste er wie man mit einer Waffe umgeht, er wusste wie man sie lädt, und wie man damit abschiesst. Er hat es ausprobiert, hat die Waffen dazu bekommen, und wusste was er damit anrichten kann.
    Ich persönlich habe keine Ahnung wie eine Pistole funktioniert und ob ich damit umgehen könnte (ich kann auch bestätigen das man dies nicht beim spielen sogenannter "Killerspiele" lernt), selbst wenn ich eine hätte. Entsprechend würde ich auch nie auf die Idee kommen mir eine zu besorgen um damit einen Amoklauf zu machen. Meiner Meinung nach braucht kein einziger Jugendlicher in Deutschland sowas zu lernen.
    Das er bei noch besserem Training noch mehr Leute hätte erschiessen können, finde ich macht die Sache jetzt auch nicht wahnsinnig viel besser.
  4. #63

    Titel? Ja genau, Titel muss sein!

    Zitat von suum.cuique Beitrag anzeigen
    ZeugnisverweigerungsPFLICHT ist nicht gleich ZeugnisverweigerungsRECHT.
    Bei ZeugnisverweigerungsRECHT kann man die Aussage verweigern, muss sie aber nicht, wenn der Angeklagte zustimmt.
    Auch das stimmt leider nicht, so weit mir bekannt. Über die Wahrnehmung des Zeugnisverweigerungsrechts entscheidet lediglich der Berechtigte. Wäre ja noch schöner, wenn z.B. der misshandelte Verlobte vom guten Willen der angeklagten Verlobten (gegenüber der er ein Zeugnisverweigerungsrecht besitzt) abhängig wäre, bevor er seine belastenden Aussagen gegen sie machen dürfte.
  5. #64

    Hände hoch oder ich schieße!

    Zitat von suum.cuique Beitrag anzeigen
    Wie schon vorher ausfuehrlich ausgefuehrt hat der Taeter eben nicht im Verein das Schiessen mit der Tatwaffe erlernt, dafuer reicht das abfeuern von ein paar Schuss nicht aus. Was.....
    Ja, suum.cuique, das Thema mit Schusswaffen ist sehr schwer, ohne Emotionen zu diskutieren.

    Die Gegner von Schusswaffen haben auch ganz gute Argumente, keine Frage.

    Mich ärgert irgendwie, die Wehr- und Hilflosigkeit eines Bürgers in einer Gefahrensituation.
    Da schauen Bürger zu, wie eine Mutter fast todgeprügelt wird, statt einzuschreiten. Freilich wird man wenigstens die Polzei benachrichtigen.

    Da liegt ein Opfer am Strassenrand, man fährt vorbei, weil man Anst hat, sogar wo keine Gewalt erforderlich ist, sondern nur Hilfe.

    Da torkelt ein besoffener Jugendlicher nachts auf der Strasse herum, man färt vorbei und ärgert sich über das besoffene Schwein und im nächsten moment später wird dieser Mensch tödlich überfahren.

    Die Gegner von Gewalt haben auch sehr gute Gründe, sogar christliche.

    Wenn dir einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm die linke hin.

    Aber diese Verinnerlichung gegen die Gegengewalt zu sein, kann auch brutal herzlos und pharisäerhaft sein.

    Naja, sysop, könnte uns Foristen ja mal hundsgemein boshaft auf die Probe stellen mit etwa folgender Frage:

    Sie sehen auf der Strasse, wie ein Amokläufer bereits mehrere Menschen erschossen hat und weitere töten will.
    Würden sie mit Ihrem Auto, den Amokläufer über den Haufen fahren?

    OK, was unsere Schützen im Schützenverein anbelangt, die immer so gehässig und mit Häme von den Schusswaffengegnern gekränkt werden, will ich nicht erwarten, dass sie ihre Waffe aus dem Kofferraum herausholen, falls sie sie zufällig dabei hätten.

    Ja, ich freue mich aber als Jäger, wenn wir gute Schützen bei der Jagd dabei haben.

    Und, was mein Privileg als Schusswaffenbesitzer angeht, bin ich auch so hilflos, wie die Nichtbesitzer.

    Also, wenn mich jemand zu Hause überfallen will, dann müsste ich den Verbrecher (Dieb oder Mörder) bitten, doch ein bisschen Geduld zu haben und einen Moment zu warten. :-)

    Hm, dann gehe ich zum Versteck meiner Schlüssel für die beiden Waffenpanzerschränke und überlege, welche Waffe ich nehmen soll, Kurz- oder Langwaffe?

    Ja, vielleicht besser den 12er-Zwilling (wirkt abschreckender). Dann muss ich noch das Extrafach öffnen mit der Munition. Welche Körnung? Vielleicht 3mm und die Waffe laden.
    Dann hoffe ich, dass der Dieb oder Mörder bereits das Weite gesucht hat.
    Wenn nicht, ja klar, was dann kommt ist: Hände hoch oder ich schieße!!! :-)))
  6. #65

    .

    An der Waffengesetzfrage scheiden sich nunmal die Geister.

    Waffenbesitzer, Jäger, Sportschützen wehren sich nicht ganz zu Unrecht dagegen, dass sie unter Generalverdacht gestellt werden- und tatsächlich begehen ja relativ wenig Menschen Verbrechen mit ihren registrierten, legalen Waffen- eigentlich spielen diese Waffen höchstens bei sogenannten Familiendramen mal eine tragische Rolle- oder eben wenn labile Söhne sich an Daddys Knarren vergreifen.
    Bei Amokläufen glaube ich nicht mal, dass man da mit schärferen Gesetzen etwas erreichen würde- Amokläufe sind keine Spontanausraster, sondern geplante Vorhaben, und wer da unbedingt ballern will, der kommt auch an das Equipment, obs illegale Waffen sind oder ob dafür ein Einbruch ins örtliche Schützenheim nötig ist.
    Was denke ich eher ein Problem ist, dass die Verfügbarkeit von Waffen im Fall von Aussetzern, Ausrastern oder wie immer man das nennen mag, die Gefahr, dass es Tote gibt, hochschnellen lässt.
    Wer die Frau mit ihrem Lover erwischt, unvermutet entlassen wird oder in eine ähnliche Situation gerät, in welcher er die Fassung verliert, hat mit einer scharfen Schusswaffe nunmal eine bessere Möglichkeit, tödliche Gewalt anzuwenden als ohne.
    Man erschiesst einen Menschen (sich selbst eingeschlossen) nunmal viel schneller als man jemanden erschlägt oder ersticht, die Hemmschwelle ist niedriger.

    Die Schweiz ist da finde ich kein übles Beispiel- bei drei Vierteln aller sogenannter "Familiendramen" sind Schusswaffen im Spiel, und ich wage die Behauptung, dass vielleicht ein paar Menschen weniger gestorben wären, wenn der ausrastende Familienvater seine Waffe nicht im Haus gehabt hätte...

    In diesem Bereich würde man mit einem Verbot privater Schusswaffen vielleicht ein paar Leben retten, ich bezweifle aber, dass sich damit tatsächlich Amokläufe verhindern ließen.


    Zu der Ich-brauch-meine-Knarre-wegen-der-Einbrecher Story... da hab ich jetzt schon ein bisschen die Augen rollen müssen.
    Die meisten Einbrüche geschehen NICHT Nachts während ihr zu Hause im Bettchen liegt.
    Warum nicht? Weil Einbrechen ziemlich oft recht laut ist, die Hausbewohner nachts IMMER zu Hause sind und man unter Umständen an Türen und Fenstern rumfummeln muss und damit die Nachbarshunde aufweckt und von der schlaflosen alten Dame gegenüber beobachtet wird.

    Viele Einbrüche geschehen in der Urlaubszeit, wenn ihr in Italien in der Sonne liegt oder um die Mittags/Nachmittagszeit, während ihr eure Brötchen verdient, respektive aufm Rückweg von der Arbeit auf der A1 im Stau steht.

    Wenn ihr dann Waffen zu Hause habt, ist das Beste, was euch passieren kann, dass euch nur die Wohnung ausgeräumt wird, im schlimmsten Fall hat der Typ, der nur Kohle für seinen Stoff wollte, dank euch beim nächsten Einbruch dann eure Waffe in der Tasche.


    Ich sehe keinen Grund warum Privatleute scharfe Waffen brauchen- wenn ihr sie ordnungsgemäß verwahrt, kommt ihr eh nicht schnell genug dran, wenn sie scharf im Nachttisch liegen... naja, dann habt ihr hoffentlich wenigstens keine Kinder.
    Investiert das Geld in gute Schlösser und ne Alarmanlage, das schützt euch wesentlich verlässlicher.
  7. #66

    Für ein titelfreies SpOn-Forum.

    Zitat von stefan1976 Beitrag anzeigen
    ......
    Es wäre wünschenswert sie würden mit dem messianischen Eifer sich einfach mal in die Materie einlesen. Ich kann ihnen gerne Links schicken. Nur im Forum hier hat das keinen Sinnn estwas zu diskutieren was nicht diskutiert, sondern nur verurteilt werden soll.
    Hallo Stefan,

    wieso ich, ich habe doch überhaupt keinen Einfluss und ich bin auch nicht betroffen. Aber ich wundere mich, dass die viele Experten offensichtlich keinen Zusammenhang von Ursache und Wirkung finden.

    Fast allen Amokläufen ist eins gemeinsam, sie finden überwiegend in Schulen statt. Das sogar weltweit, wäre es da nicht mal an der Zeit dort nach zu schauen, ob da nicht etwas grundfalsch verläuft.

    In normalen Familien gehen alle Kinder mit Begeisterung in die Schule. Dort sind Lehrer/innen, also Menschen die ausgebildet wurden nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Kinder zu begleiten und mit ihnen umzugehen.

    Fast bei allen Kindern aus meinem Bekanntenkreis, lässt diese Schullust in 1-3 Jahren nach. Nicht alle werden kriminell, aber Schule wird zum Problem. Es gibt Mobbing unter Schülern, von Lehrern und auch von Eltern. Schule schwänzen gehört zum Protest den Kinder da deutlich machen, was passiert? Die Polizei holt die Kinder von Zuhause ab.

    Die Kinder sind unausgeschlafen und unkonzentriert, aber darauf gehen Schule und Eltern nicht ein, außer mit schlechten Noten und Aussortieren der Kinder. Die Kinder erleben bestenfalls die Endkontrolle, die aber nicht dazu führt, dass das Produkt Schüler "Nachgearbeitet" wird, sondern aussortiert.

    Ein Firma die Qualitätsprodukte herstellen wollte, würde den "Ausschuss" nicht einfach wegwerfen, sondern vermeiden wollen. Bei Kindern ist das anders, die lässt man vor sich hingammeln und feiert große Erfolge, wenn 25-26 Jährige den Qualli erfolgreich abschließen.

    Das kann doch kein Ziel für die Zukunft sein. Da werden Beamtenärsche dick gemacht, mit völlig sinnlosen Übersprunghandlungen beschäftigt. 26 Jährige haben doch selber schon wieder Kinder, die dann ebenfalls, verwaltet und aussortiert werden.

    Frau Schavan mal aus der Kirche holen und mit Aufgaben beschäftigen, oder AUSSORTIEREN!!!

    MfG. Rainer
  8. #67

    Die Waffen sind schuld?

    Zitat von ajf00 Beitrag anzeigen
    "...Da haben Sie natuerlich recht. Dann stimmen Sie mir doch auch bestimmt zu es waere besser wenn die Leute gar nicht erst Mordwaffen bei sich zuhause rumliegen haben wuerden."
    Sie sagen also Schusswaffen gehören nicht in private Hände!
    Das letzte Mal, als Schusswaffen in privater Hand verboten waren und nur der Staat Waffen hatte, starben 50 Millionen Menschen. Fragen Sie mal Polizei und das BKA wie viel Missbrauch mit Behördenwaffen getrieben wird.
    Zitat von Josef Ritter Beitrag anzeigen
    „…Schießsport kann man sicher auch mit ungefährlicher Gerätschaft ausüben.
    Na klar Schützen können doch einfach „Lichtgewehre“ verwenden. Die strahlen das Ziel nur an und töten nicht. Und um den Gedanken weiter zu spinnen – statt der Fußballbundesliga wird jetzt nur noch Tischfußball gespielt und Sebastian Vettel fährt seine Formel 1 WM-Runden auf der Carrerabahn. Das Verletzungsrisiko wäre gleich null und es ist doch ein adäquater Ersatz, oder?

    Zitat von Stefan Albrecht Beitrag anzeigen
    „…Ich finde es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Auto und Schusswaffe, daher liegt Ihr Vergleich zwischen abstruser Rechtfertigung und hirnrissiger Argumentation.
    Eine Schusswaffe dient dazu, etwas zu zerstören. Ein Auto dient dazu, einen von A nach B zu bringen, eine Reise zu tätigen. …“
    Messer, Autos, Äxte, etc. sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs und keine Waffen.
    Semantisch erstmal richtig, sachlich jedoch falsch. Es sterben jährlich weit mehr Menschen durch, als Waffe benutzte, alltägliche Gebrauchsgegenstände als durch "echte" Waffen. Im statistischen Vergleich finden sich Schusswaffen im einstelligen Promillebereich wieder.
  9. #68

    Zwei gute Beiträge

    Zitat von adsum Beitrag anzeigen
    „… OK, was unsere Schützen im Schützenverein anbelangt, die immer so gehässig und mit Häme von den Schusswaffengegnern gekränkt werden, will ich nicht erwarten, dass sie ihre Waffe aus dem Kofferraum herausholen, falls sie sie zufällig dabei hätten. …“
    Ich kann dem was sie hier schreiben nur zustimmen!
    Zitat von adsum Beitrag anzeigen
    „…Also, wenn mich jemand zu Hause überfallen will, dann müsste ich den Verbrecher (Dieb oder Mörder) bitten, doch ein bisschen Geduld zu haben und einen Moment zu warten. :-) …“
    Stimmt vollkommen, denn bis ich dann soweit bin ist eh alles zu spät weil ich dann schwer verletzt oder tod am Boden liege!
    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    „…wieso ich, ich habe doch überhaupt keinen Einfluss und ich bin auch nicht betroffen. Aber ich wundere mich, dass die viele Experten offensichtlich keinen Zusammenhang von Ursache und Wirkung finden.

    Fast allen Amokläufen ist eins gemeinsam, sie finden überwiegend in Schulen statt. Das sogar weltweit, wäre es da nicht mal an der Zeit dort nach zu schauen, ob da nicht etwas grundfalsch verläuft.

    In normalen Familien gehen alle Kinder mit Begeisterung in die Schule. Dort sind Lehrer/innen, also Menschen die ausgebildet wurden nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Kinder zu begleiten und mit ihnen umzugehen. …“
    Hallo Rainer,
    sie zeigen hier einen wichtigen Aspekt auf der in den ganzen Diskussionen kaum berücksichtigt wird. Es ist ja auch viel einfacher der Bevölkerung mit einer Anlassgesetzgebung, wie dem Waffengesetz, vorzugaukeln „Seht her wir tuen was für eure Sicherheit.“ als zu den wahren Ursachen solcher Taten vor zu dringen.
  10. #69

    Nur zur Erinnerung

    Zitat von ajf00 Beitrag anzeigen
    „…es waere besser wenn die Leute gar nicht erst Mordwaffen bei sich zuhause rumliegen haben wuerden.
    Nur noch mal zur Erinnerung „Es sterben jährlich weit mehr Menschen durch, als Waffe benutzte, alltägliche Gebrauchsgegenstände als durch "echte" Waffen. Im statistischen Vergleich finden sich Schusswaffen im einstelligen Promillebereich wieder.“


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