Zitat von
pkeszler
Nach der eklatanten Wahlniederlage von Röttgen in NRW hatte die Kanzlerin am Montag noch von einem "bitteren Tag" und einer "schmerzhaften" Niederlage gesprochen, hielt aber an Röttgen als Umweltminister fest.
Zwei Tage später wurde der Minister überraschend von Frau Merkel von seiner Aufgabe als Umweltminister entbunden (raus geschmissen!).
Die Wahlniederlage war bereits vorhersehbar. Warum hatte Frau Merkel für diesen Fall keinen Plan B? Warum hatte sie am Montag eine andere Meinung, als zwei Tage später?
Vermutlich ging es ihr jetzt nur noch um die Erhaltung der eigenen Macht, nach den vielen Wahlniederlagen der letzten Zeit. Jetzt musste ein Bauernopfer her, um vom eigenen Versagen abzulenken.
Sieht man sich die Liste der ihr noch in der Spitze der CDU verbliebenen Politiker an – ich bezeichne sie als das „Fähnlein der sieben Aufrechten“ der CDU, obwohl es noch 9 sind:
Altmaier, Kauder, Pofalla, Hintze, von der Leyen, de Maizière, Schröder, Schavan, Schäuble.
Ob die Wähler sich vorstellen können, dass Merkel im nächsten Jahr mit diesen Leuten noch mal eine Regierung zusammen bekommt, bezweifle ich sehr stark.
Ich will jetzt nicht beurteilen, welche Fehler Röttgen im Wahlkampf oder als Umweltminister gemacht hat. Aber die Art und Weise, wie Frau Merkel mit ihren Leuten in der Regierung umspringt, ist das Letzte. Da hätte sie schon viel früher ganz andere Leute entlassen bzw. gar nicht zu Ministern vorschlagen dürfen.