Ihm wird der größte Geheimnisverrat in der Geschichte der USA vorgeworfen. Dafür muss sich Bradley Manning jetzt vor einem Militärgericht verantworten.*Dem mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten droht eine lebenslange Haftstrafe.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...813303,00.html
Durchaus richtig. Es ergeben sich im Lauf der Geschichte immer wieder derartige Konstellationen, die funktionieren, und unter denen das Leben erträglich ist. Man sollte sie sich bewahren und nicht daran sägen.
Das ist gewaltlos in den seltensten Fällen gelungen. Global wird man sich bei völliger Abschwörung von Waffen und Gewalt ganz sicher nicht durchsetzen. Die angesprochene Informationstransparenz lässt sich dabei ganz leicht beseitigen.
Auch das eine Errungenschaft, die nicht selbstverständlich ist.
OK, hier sind wir deutlich unterschiedlicher Meinung. Den Massenmörder brauch ich nicht. Man sollte vielleicht das etwas weniger pathetisch sehen und statt von friedenserhaltend lieber von systemerhaltend reden. Von dem System, in dem es uns relativ gut geht.
Sarrazinistische Scheinargumente eigne ich mir nicht an.
OK, ich bin beruhigt. :)
Leute hatten Zugang zu den Daten. Nicht gerade geheim. Man kann davon ausgehen das die Daten von anderen die Zugang dazu hatten verkauft wurden oder die Datenbank angezapft war, - und das lange bevor die Weltoeffentlichkeit aufgeklaert wurde.
Ich rechne nichts gegeneinander auf. Ich vergleiche nur. Und das ist absolut legitim. Ich sage nicht dass Manning ein Unschuldslamm ist. Ich sage: Wie kann es sein dass ein Geheimnisverrat, der keinen Schaden verursacht, mit lebenslang bestraft wird, während die Beteiligten eines Massakers straffrei ausgehen? Beantworten Sie diese Frage doch einmal.
Dies ist die von mir genannte dritte Kategorie. Ich setze die Gefährdung von Menschen gleich mit Schaden. Abgesehen davon wäre nach ihrer Definition auch jeder Geheimnisverrat im dritten Reich zu ächten gewesen. Laut Robert Gates kam durch die Veröffentlichung niemand zu schaden. Auch ist davon auszugehen, dass die ganzen Informationen nichts neues für die Feinde der USA waren, da auf die Datenbank Millionen von Amerikanern Zugriff hatten und haben.
Obama ist commander in chief, hat damit Befehlsgewalt über das Militär und allein seine Aussage, dass Manning schuldig ist, genügt. Es ist ein Militärgericht, kein Zivilgericht. Und diese Aussage hat Obama bereits getätigt.
Die ganze Diskussion die hier abläuft ist eine Beurteilung.
Und wie soll man ALLEINE 700.000 Dokumente durchforsten? Gehts noch?
Für alle die Aufdeckung der Kriegsverbrechen wie Massenmord, Vergewaltigungen und Leichenschändung für schlimmer halten als die Verbrechen selbst empfehle ich einen Gang zum Psychiater, denn dahinter verbirgt sich ein typisches Denkmuster eines Psychopathen.
Wow, da hat jemand etwas aufgedeckt, das schon seit Jahren bekannt war.
Eine großartige Leistung.
Wo da die von Ihnen erwähnte Vertuschung gewesen sein soll, bleibt wohl weiterhin Ihr Geheimnis.
siehe auch:
WikiLeaks-Veröffentlichung: USA stellen Manning vors Kriegsgericht
Ich schrieb es ja schon: Er hätte es seinem CO oder dem CID melden müssen. Aber eben nicht der Öffentlichkeit! Keine Armee der Welt funktioniert ohne das Einhalten der Befehlskette.
Ich bin Arzt: Im Studium lernte ich, dass ich sogar gegen die ärztliche Schweigepflicht verstiesse, wenn mir von einem Patienten ein Kapitalverbrechen gestanden würde und ich das bei der Polizei anzeigte. Gut, ich würde wohl nicht ins Gefängnis wandern - meine Approbation wäre ich allerdings los. Wahrscheinlich lebenslänglich!
Wie gut, dass ich nur Orthopäde bin und kein Psychiater, so bleiben mir derartige Gewissensentscheidungen erspart ...
Gemach! PFC Manning ist ja noch nicht verurteilt worden, oder? Er steht ja noch nicht einmal vor Gericht. Er wird sich dort allerdings verantworten müssen. Das wäscht im keiner ab.[...] Und selbst wenn er durch sein Handeln Vertrauen mißbraucht hat und Regeln verletzt hat - LEBENSLÄNGLICH? Gehts noch?[...]
Sie sollten die U.S. Army nicht mit dem Tante-Emma-Laden von nebenan vergleichen ...[...] Das wäre mit einem Verweis/Entlsaaung getan - das ist vergleichbar mit dem "Verbrechen" der Kassiererin, ein paar Pfandzettel unberechtigt einzulösen [...]