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WikiLeaks-Sperrungen: Im Zweifel für die Meinungsfeigheit

Schützt die US-Verfassung WikiLeaks? Nur Gerichte könnten entscheiden, wie weit die Plattform gehen darf*-*doch Amazon & Co. sperren die Aktivisten einfach aus, statt es auf eine Klärung ankommen zu lassen. Die Feigheit der Konzerne bedroht die Freiheit im Netz.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...733532,00.html
  1. #1

    Illusion

    Die Meinungsfreiheit ist doch schon lange nur eine Mär. In den USA besitzen drei Männer so gut wie alle Medien. Das Internet mit seinem Freiraum gab es seit Mitte der neunziger nicht mehr.
  2. #2

    Boykott?

    ...im Gegenzug wird natürlich niemand gezwungen, bei Amazon oder Paypal/Ebay zu kaufen... Viele tun das jetzt auch nicht mehr. Ist wohl sowas wie ein Weckruf in der Szene...
  3. #3

    Wirklich feige?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Die Feigheit der Konzerne bedroht die Freiheit im Netz.
    Ist es wirklich feige Hehlerwahre nicht zu verbreiten? Würde man sich dieselbe Frage stellen, wenn einer staatlichen Behörde gestolenen Akten in einem Schließfach untergebracht werden sollten und die Bank sich dagegen wehren würde?

    So interessant und aufschlussreich die Wikileaks Dokumente auch sind. Realistisch gesehen ist es zumindest teilweise gestohlenes Material.
  4. #4

    Jeder kriegt, was er verdient.

    Amazon, Mastercard, Pay Pal und co, sind Feiglinge.

    Statt mir zu Weihnachten wie geplant ein paar Bücher und Computerspiele zu gönnen und diese per Mastercrad zu bezahlen, werde ich dieses Jahr einen größeren Betrag an Wikileaks spenden.
  5. #5

    PainPal

    Mit PayPal hatte ich auch schon meine Probleme. Aus fadenscheinigen Gründen wurde damals mein geschäftlich genutzter Account ohne rechtliche Handhabe einfach für sechs Monate eingefroren ohne dass ich das Geld heran kam.

    Man kann nur hoffen, dass die Wau-Holland-Stiftung mit ihrer Klage erfolg hat.
  6. #6

    Konten löschen

    Bei amazon und Paypal schwitzen gerade die Mitarbeiter wegen der Kontenlöschungen.
    Wer mal sehen will, was ein PR-Desaster ist, klicke mal hier: http://www.facebook.com/PayPalDeutschland

    Ich habe beide Konten gelöscht. Es ist einfach und fühlt sich gut an.
  7. #7

    Paypal, Mastercard und Visa

    Paypal, Mastercard und Visa haben die Zahlungen an Wikileaks gesperrt, aber Zahlungen an den Klu Klux Klan sind weiterhin möglich...
    http://www.google.de/#hl=de&source=h...5116a3786f19ef
    Am besten den ganzen Schrott kündigen!
  8. #8

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schützt die US-Verfassung WikiLeaks? Nur Gerichte könnten entscheiden, wie weit die Plattform gehen darf*-*doch Amazon & Co. sperren die Aktivisten einfach aus, statt es auf eine Klärung ankommen zu lassen. Die Feigheit der Konzerne bedroht die Freiheit im Netz.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...733532,00.html
    Die Verfassung wird doch von amerikanischen Politikern und verantwortlichen aus der Wirtschaftselite nur noch belächelt. Am liebsten würde einige eine gänzlich neue, nach ihren Vorstellungen erstellte Verfassung einführen. Menschenrechte? Wer braucht sowas. China kommt ja auch ohne aus. Kritische Journalisten? Die werden in Russland erschossen. Und die USA muss sich mit all diesen ausbremsenden Gesetzen und Rechten auseinandersetzen. Echt lästig.

    WikiLeaks ist das beste Beispiel. Die Aussagen und Vorwürfe haben sich seit Ellsberg kein bisschen verändert. Wer bestimmt, was eine Straftat und was eine heldenhafte Tat war? Anscheinend bestimmen das nur noch sehr wenige Menschen auf der Basis ihrer eigenen Vorstellung. Nachweislich ist noch kein Mensch wegen solchen Veröffentlichungen zu körperlichen Schaden gekommen. Aber es wird immer wieder als Argument an die Presse-Meute weitergegeben. Zudem wundert es mich, wieso es keinen medialen Aufschrei gab, als westliche Politiker die Ermordung Assanges gefordert haben. Wird eine Fatwa ausgesprochen sind alle Zeitschriften und Magzine voll mit kritischen Beiträgen über die Muslime aber bei westlichen Politikern wird das freundlich ignoriert.

    Man darf aber auch nicht so navi sein und glauben, dass durch WikiLeaks alles transparenter wird. Im Gegenteil. Die Amerikaner haben nun die Grundlage für schärfere Überwachungsgesetze. WikiLeaks legitimiert unfreiwillig diesen Schritt. WikiLeaks ist nur dann erfolgreich, wenn die Bürger sehen, dass es weit mehr geheime Vorgänge, Absprachen und Verschwörungen gibt, die im dunklen verborgen liegen. Die Depeschen, War-Logs und das CM-Video sind nur die Spitze des Eisberges.
  9. #9

    *

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schützt die US-Verfassung WikiLeaks? Nur Gerichte könnten entscheiden, wie weit die Plattform gehen darf*-*doch Amazon & Co. sperren die Aktivisten einfach aus, statt es auf eine Klärung ankommen zu lassen. Die Feigheit der Konzerne bedroht die Freiheit im Netz.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...733532,00.html
    Ich darf mal zitieren:
    Die unterschiedlichen Reaktionen der Internetfirmen auf die WikiLeaks-Veröffentlichungen zeigen ein Dilemma auf. Viele Bürger nehmen das Netz als öffentlichen Raum war - doch tatsächlich ist es der Raum von Unternehmen, die fast alle Foren im Web beherrschen und dort im Zweifelsfall ihr Hausrecht durchsetzen.

    ...

    Wirklich beunruhigend sind die Kurzschlussreaktionen der Firmen aber, weil ihre Art der Auseinandersetzung mit kontroversen Sachverhalten dem Internet schadet, ganz unabhängig von der Frage, wie man zu WikiLeaks steht.
    Im Vergleich zu einer Absage einer Zusammenarbeit mit Wikileaks, ist die kreative Moderation hier im Forum für den Bürger sicherlich deutlich schwerer verständlich.


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