Hoeren Sie doch auf mit diesem ahnungsbefreiten Nachgeplapper irgendwelchen Unsinns. Solche Leute koennen in einem Rechtsstaat eben nicht so ohne weiteres vor ein ziviles Gericht gestellt werden. Wer in Afghanistan oder sonst wo im Rahmen des "War on Terror" Konflikts wegen irgendwas aufgegriffen worden ist, kann nicht in Dumbfuck, Ohio vor den Bezirksrichter gestellt werden. Faellt nicht in dessen Zustaendigkeit. Mit ganz ganz ganz viel Verbiegen haette man eine handvoll Leute in New York anklagen koennen. Aber auch das ist rechtlich problematisch. Wenn Sie schon den zivilen Rechtsstaat bemuehen wollen, dann bitte richtig.
Da wir es hier mit einem historisch weigehend neuen Phaenomen zu tun hatte und hat, hat man sich auf Militaertribunale geeinigt. Daran ist nichts verwerflich oder un-rechtsstaatlich. Es gelten aber andere Regeln, als sie das von Derrick oder CSI Miami kennen.
Der Versuch, aus diesem geheimdienstlich/militaerischen Problem Zivilverfahren zu machen, ist uebrigens mit einer der Gruende, warum wir die Situation heute so vorfinden, wie wir das seit spaetestens September 2001 mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Die vorher von den gleichen und aehnlichen Leuten geplanten und durchgefuehrten Terrorangriffe (80er und 90er) sind eben genau als Zivilprozesse und strafrechtliche Ermittlungen gefuehrt worden. Sogar noch mit dem (dank Bill Clinton) Probme, dass Strafermittlungsbehoerden keine Informationen mit Geheimdiensten austauschen durften. Die Egebnisse waren ziemlich uebel. Das hat man dann versucht zu verbessern. Perfekt und unproblematisch? Nein. Und konstruktive Ideen werden immer gerne gehoert. Aber solche Diskussionen wie diese hier sind nicht nur dumm sondern gehen in der Regel schlicht am Thema vorbei. Und die Verschwoerungsfreunde, die jetzt wieder was vom Insiderjob erzaehlen wollen koennen sich Ihre Kommentare schenken und sollten besser die Dosis wechseln oder einen neuen Termin machen.
Und all die Leute die so argumentieren und es moeglicherweise toll finden, wenn Amerikaner durch solche Leute zu schaden kommen, sollen mir bitte mal erklaeren, wie sie die tausenden zivilen Opfer in Afghanistan und im Irak (und anderswo) rechtfertigen, die zwar gerne in irgendwelche reisserischen Statistiken einfliessen - aber nie als Opfer von muslimischen Terroristen genannt werden. Und das ist die grosse Mehrheit.
Und ganz nebenbei brauchen wir gar nicht hypothetisch darueber diskutieren, was freigelassene Gitmo Haeftlinge so anrichten. Die Faelle gab es doch bereits. Kann man nachlesen. Das ist so die Sorte, die glaubt sie kaeme in den Himmel dafuer, sich in irgendeinem arabischen Dorf auf dem Markt in die Luft zu sprengen und einkaufende Muetter und ihre Kinder zu toeten. Das kommt dann dabei raus, wenn man Menschenrechte missversteht und absolutistisch auf Prinzipien besteht, die fuer uns alle im Alltag normal sind und anderswo nie existiert haben; noch nicht mal im Ansatz.

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