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WikiLeaks: Assange will Australiens Regierungschefin verklagen
APDer WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange sucht nach einer Möglichkeit, gegen die australische Regierungschefin Julia Gillard zu klagen. Die Politikerin soll WikiLeaks diffamiert und dadurch finanziell geschadet haben.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/w...-a-859994.html
- #1 08.10.2012 11:52 von
Auf einmal ist er nun doch Fan des Rechtsweges? Oder bezieht sich sein Skepsis allein auf die schwedische Justiz? Etwas mehr Konsistenz wäre seiner Glaubwürdigkeit zuträglich.
- #2 08.10.2012 12:09 von
Knalltüte
anscheinend hat der gute ein Problem mit Meinungsfreiheit. Assange entscheidet darüber, worüber man sich positiv oder negativ zu äußern habe - bei Gefahr eines Gerichtsverfahrens. Der Kerl wird immer selbstherrlicher.
Übrigens wage ich zu bezweifeln, daß Assange ein berechtigtes Interesse nachzuweisen in der Lage sein dürfte - er müßte schon irgendwie nachweisen, daß er "amtlich" die Interessen von WL vertritt, und das dürfte aufgrund der Struktur von WL schwer fallen - Anonymität und größtmögliche organisatorische Dezentralisierung verträgt sich nicht mit Rechteinhaberschaft. Daher dürfte es sich eher (wie zumeist) um eine Marketing-Aktion handel - die sich übrigens nicht recht mit seiner angeblichen Angst vor einer Auslieferung nach und Verurteilung in den USA verträgt - als selbsternannt verantwortlicher für WL würde er sich selbst "wieder" mehr in deren Schußline begeben - wenn sie denn existierte.
Darüberhinaus stellt sich natürlich die Frage, wie er von seinem "Exil" aus an den Wahlen in Australien teilzunehmen gedenkt, ganz zu schweigen von der Ausübung eines Amts. - #3 08.10.2012 12:40 von
Der unterschied ist vielleicht nicht leicht zu verstehen, aber hier ein beispiel:
Wenn ich sage sie sind ein idiot, dann ist das einfach eine meinungsäusserung.
Wenn ich behaupte sie seien ein betrüger, ist es rufmord.
Mit selbstherrlichkeit hat das nichts zu tun. Da WikiLeaks, um unabhängig zu bleiben darauf angewiesen ist sich über spenden zu finanzieren, wäre es sogar unverantwortlich nichts gegen dinge vorzugehen die dies erschweren. - #4 08.10.2012 15:44 von
Verursacherprinzip
falsch, der Unterschied besteht jedenfalls im deutschen Recht in der Tatsachenbehauptung. Wenn Sie sagen, Sie hielten mich für einen Betrüger, dann ist es keine Tatsachenbehauptung sondern wäre allenfalls eine grobe Beleidigung. Käme Sie natürlich trotzdem teuer...
Mit dem gleichen Argument könnte man auch die Bekämpfung der Mafia kritisieren.Mit selbstherrlichkeit hat das nichts zu tun. Da WikiLeaks, um unabhängig zu bleiben darauf angewiesen ist sich über spenden zu finanzieren, wäre es sogar unverantwortlich nichts gegen dinge vorzugehen die dies erschweren.
Im übrigen mag man über juristisch die "Illegalität" der Veröffentlichungen der US-Depeschen etc. streiten, was sie aber unstreitig war, das war die "Fahrlässigkeit" - darüber gibt es auch unter seriösen Journalisten keine zwei Meinungen. Und daß Handlungen wie die von Assange Folgen haben, gilt eben auch für ihn.
Und wenn das ganze Projekt WikiLeaks aufgrund seiner eigenmächtigen Entscheidungen (und das war es, er hat da keinen seiner "Kollegen" zurate gezogen, geschweige denn die Veröffentlichung intern zur Abstimmung gestellt) mangels Geldzufluß gefährdet ist, wäre es doch am naheliegensten, sich an den Verursacher der Misere zu halten, und das ist - genau! - seine Selbst-Herrlichkeit Julien Assange.
Aber selbst ungeachtet dessen halte ich, wie beschrieben, die juristischen Hürden für ein Schadensersatzverfahren für zu hoch.
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