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Wiggins-Triumph im Einzelzeitfahren: "In sechs Stunden bin ich betrunken"

AFPTour-de-France-Sieger Bradley Wiggins ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Souverän siegte der 32-Jährige im olympischen Einzelzeitfahren vor Tony Martin und Christopher Froome. Der Erfolg der britischen Radsportler ist das Ergebnis eines ehrgeizigen Investitionsprogramms.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847751,00.html
  1. #1

    Dir Frage bleibt

    Wegen der Chinesin wird ein grosses Aufhebens gemacht. Der Herr Wiggins radelt mal 3 Wochen 3500 km und 10 Tage spaeter ist er fit fuer ein Zeitfahren. Wirf das keine Fragen auf? Er waere nicht der ERSTE!
  2. #2

    Zitat von didigermany Beitrag anzeigen
    Wegen der Chinesin wird ein grosses Aufhebens gemacht. Der Herr Wiggins radelt mal 3 Wochen 3500 km und 10 Tage spaeter ist er fit fuer ein Zeitfahren. Wirf das keine Fragen auf? Er waere nicht der ERSTE!
    Nein tut es nicht. Er war zur Tour de France in Top Form - die verliert er ja nicht einfach mal so innerhalb von 10 Tagen.
    Sicher hat er nicht mehr die Körner, noch eine mehrwöchige Rundfahrt zu gewinnen. Aber für ein einzelnes Rennen ist die Tour Teilnahme auf jeden Fall ein Vorteil. Quasi ein sehr hartes Training :-)
    Toni Martins gutes abschneiden müßte also eigentlich mehr Fragen aufwerfen.
  3. #3

    Gähn

    Zitat von didigermany Beitrag anzeigen
    Wegen der Chinesin wird ein grosses Aufhebens gemacht. Der Herr Wiggins radelt mal 3 Wochen 3500 km und 10 Tage spaeter ist er fit fuer ein Zeitfahren. Wirf das keine Fragen auf? Er waere nicht der ERSTE!
    Korrektur: Das wäre 'was für's ERSTE/ARD - und auch das ZDF (dieses immer wiederkehrende Statement, sobald ein Radsportler eine außergewöhnliche Leistung zeigt, die dann sofort mit Doping in Verbindung gebracht wird, während im Schwimmbad nebenan die Weltrekorde aufgrund "schnellen Wassers" nur so purzeln. Im ERSTEN und im ZDF wird das natürlich erst einmal so hingenommen)!

    Und ganz nebenbei: umso mehr ich radel', umso fitter bin ich. In diesem Sinne: ab und an mal das Hirn einschalten, bevor man immer wiederkehrende Stereotypen verbreitet.
  4. #4

    1....

    Zitat von didigermany Beitrag anzeigen
    Wegen der Chinesin wird ein grosses Aufhebens gemacht. Der Herr Wiggins radelt mal 3 Wochen 3500 km und 10 Tage spaeter ist er fit fuer ein Zeitfahren. Wirf das keine Fragen auf? Er waere nicht der ERSTE!
    Tja der gute is halt keine 16 mehr *ironie*
  5. #5

    Einzigartig magere Investigationen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Souverän siegte der 32-Jährige im olympischen Einzelzeitfahren vor Tony Martin und Christopher Froome. Der Erfolg der britischen Radsportler ist das Ergebnis eines ehrgeizigen Investitionsprogramms.

    Olympia 2012: Bradley Wiggins holt sein viertes Gold im Zeitfahren - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht sollte sich der SPIEGEL nicht in so naiver Weise zum Claquer britischer Raderfolge machen. Wer glaubt denn wirklich die Wiggins- Lügengeschichte, sein Metabolismus habe sich aufgrund jahrelangen Alkoholmissbrauchs so umgestellt, dass er nun selbst dopenden Konkurrenten haushoch überlegen ist?!? Dieser Blödsinn schlägt sogar Johann Mühleggs "Spezialdiät" 2002 in Salt Lake City. 42 Sekunden Vorsprung in einem Zeitfahren mit härtester Konkurrenz sind einfach nicht auf natürlichem Weg zu erzielen. Ebenso wäre es angebracht, die Erfolge der Briten in den olympischen Sportarten kritischer zu untersuchen. Es fällt doch auf, dass sie in Peking 2008 im wesentlichen in drei Hauptdisziplinen ihre Medaillen holten (31 von 47): Schwimmen, Rudern/Kanu, Radfahren. Alle drei Sportarten sind wegen der erforderlichen Muskelkraft und/oder Ausdauer sehr anfällig für verschiedene Arten von Doping. Dass die Briten 8 Goldmedaillen in der Dopingparadedisziplin holten, sollte halbwegs aufmerksamen Journalisten zu denken geben. Keiner radelt schneller, weil er 10-mal mehr Geld hat. Allerdings kann man mit viel Geld die Pharmazeuten und Mediziner bezahlen, die ein testresistentes Dopingsystem aufbauen. Man muss nur die eigenen Athlethen durch häufige eigene Tests so gut einstellen, dass die (selbst entwickelten?) Dopingsubstanzen bei offiziellen Tests nicht entdeckt werden. Eine ähnliche Entwicklung, die eine kritische Überprüfung erfordert, hat übrigens Australien vorzuweisen. Bei einem viel kleineren Sportlerpotential als die Briten hat dieses Land überproportionale Erfolge - in den genannten Disziplinen.
  6. #6

    Ach, sind wir wieder mal bei der typisch deutschen Dopingdiskussion? Komisch, in anderen Ländern ist dies nicht solch ein scheinbar alles beherrschendes Thema... Leute, mal Hand aufs Herz: Ist da vielleicht auch so ein kleines bißchen Neid am Start?

    Wie groß fühlt man sich doch selbst, wenn jemand eines unerlaubten Mittels überführt wird: "Habe ich ja eh gewußt, dass der nicht ganz sauber ist"... Typisch deutsch!

    Wenn man schon selbst klein ist sollen es die anderen bitteschön auch sein! Ich kann diese niemals enden wollende Neid- und Missgunstdebatte nicht mehr hören.
    Unterschied zwischen USA und Deutschland: Kommt in den USA jemand mit einem Porsche angefahren denken die leute "wow, der hat es geschafft"... Hier in Deutschland denken sie "der hat doch Dreck am Stecken".
    Darum, und um nichts anderes geht es bei der Dopingdiskussion: NEID! Setzen, sechs!
  7. #7

    Zitat von brachial Beitrag anzeigen
    Kommt in den USA jemand mit einem Porsche angefahren denken die leute "wow, der hat es geschafft"... Hier in Deutschland denken sie "der hat doch Dreck am Stecken".
    Nee, da denke ich: "Wieder jemand der seine Minderwertigkeitskomplexe mit ner dicken Karre kompensieren muss!!"

    Aber zum Thema: Jeder ist aufgerufen sich in Medizin und Biologie einzuarbeiten, ein Anti-Dopinglabor zu leiten und die Betrüger aller Sportarten einwandfrei zu überführen. Alles andere ist irrelevant und führt zu nichts.
  8. #8

    Absurde Umdefinition

    Zitat von brachial Beitrag anzeigen
    Ach, sind wir wieder mal bei der typisch deutschen Dopingdiskussion? ... Wie groß fühlt man sich doch selbst, wenn jemand eines unerlaubten Mittels überführt wird: "Habe ich ja eh gewußt, dass der nicht ganz sauber ist"... Unterschied zwischen USA und Deutschland: Kommt in den USA jemand mit einem Porsche angefahren denken die leute "wow, der hat es geschafft"... Darum, und um nichts anderes geht es bei der Dopingdiskussion: NEID! Setzen, sechs!
    Das typische Deutsche quillt hier schon durch die Zeilen. Man vergibt Noten wie ein Oberlehrer und natürlich die Schlechteste, wenn man nur seine Meinung gelten lassen kann. Tatsächlich bemessen viele Amerikaner den Wert eines Menschen nach dem Geld, das er/sie verdient oder besitzt. Häufig kommen dann noch unerträgliche religiöse Heuchelei und primitivster Nationalismus hinzu. Bei der Dopingdiskussion geht es mir nicht um irgendeinen Neid. Weshalb sollte man Lügner, Betrüger und Verbrecher (in manchen Ländern ist Doping eine Straftat) beneiden? Es geht hier um fundamentale Werte der Gesellschaft und demokratischer Staatswesen: Fairness, Gerechtigkeit und die schon altmodisch gewordenen Anstand und Ehre, oder moderner "Respekt". Gerade Spitzensportler könnten Vorbilder für Kinder und Jugendliche sein. Aber Wiggins versagt auch hier vollkommen angesichts seiner Alkoholsucht mit der dummdreisten Ankündigung eines Besäufnisses. Sein Ausraster bei kritischen Journalistenfragen zum Doping passte nur zu gut ins Gesamtbild eines sehr zweifelhaften Charakters.
  9. #9

    Zitat von Discordius Beitrag anzeigen
    Eine ähnliche Entwicklung, die eine kritische Überprüfung erfordert, hat übrigens Australien vorzuweisen. Bei einem viel kleineren Sportlerpotential als die Briten hat dieses Land überproportionale Erfolge - in den genannten Disziplinen.
    Vielleicht haben die aber auch mehr Bock auf Wettbewerbsmäßigen Sport. In 4-8 Jahren ist hier nämlich mangels Nachwuchs Ende im Gelände. Wer will sich als 14 Jähriger denn noch sportlich Quälen, geschweige denn im ganz normalen Freizeit-Wettbewerbssport aktiv sein.
    OK - Pöhlen, mehr aber auch nicht.


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