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Wiesn 2012: Das verkannte Volksfest

dapdSaufen bis der Arzt kommt - die Schattenseiten des Münchner Oktoberfests sind bekannt und der Ruf mittlerweile ramponiert. Doch die Traditionsveranstaltung ist mehr als die Summe aller Bierleichen. Sie ist Exportschlager, Hochamt bajuwarischer Lebensart und ein echtes Fest des Volkes.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...855800,00.html
  1. #1

    Oa Mass

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Saufen bis der Arzt kommt - die Schattenseiten des Münchner Oktoberfests sind bekannt und der Ruf mittlerweile ramponiert. Doch die Traditionsveranstaltung ist mehr als die Summe aller Bierleichen. Sie ist Exportschlager, Hochamt bajuwarischer Lebensart und ein echtes Fest des Volkes.

    Oktoberfest in München: Plädoyer für den Besuch der Wiesn 2012 - SPIEGEL ONLINE
    Bestellen Sie A Mass, nicht Oa (das bedeutet: Ei !).

    Bajuwarische Lebensart ?! Sie haben keine Ahnung! In "Tracht" geht man erst seit einigen Jahren auf die Wiesn, vorher - besonders die Jugendlichen - niemals! Gehen Sie mal auf die wirklich bayerischen Volksfeste in Straubing, Rosenheim, Dachau etc. Dann werden Sie nie wieder diesen widerlichen Suff-Kommerz aufsuchen!

    Viele Grüße aus München!
  2. #2

    Stimmt genau,

    wer es nicht erlebt hat, weiß gar nicht was er verpasst.
    Und unter der Woche findet man tagsüber immer irgendwo ein Platz in den Festzelten.

    Einfach herrlich.
    :)
  3. #3

    optional

    Gegen einen über den Durst ist nichts einzuwenden - gegen die Massenvernichtung tierlichen Lebens auf dieser Veranstaltung allerdings schon. In der heutigen Zeit einfach nur noch inakzeptabel.
  4. #4

    Kasperltheater

    Traditionell ist bei der Wiesn nur noch, dass die Preise jedes Jahr ein bisserl höher und die Australier ein bisserl besoffener sind. Wenn Sie einmal im Weinzelt Schampus aus gekühlten halbliter-Steingutkrügen getrunken haben, wissen Sie, wo die Wiesn angekommen ist.

    Alter Wiesn-Joke: "wia bringst an Breissn zum woana? Ziag eam sei Trachtenjopperl aus." Zum Glück gibt's aber noch Volksfeste, die zur Überschrift passen.
  5. #5

    Grauenhaft,

    wer hoert sich freiwillig Blasmusik an, oder trinkt Bier aus 1 Liter Masskruegen ? Letzteres ist nach kurzer Zeit eine schale Bruehe. Dass viele Auslaender das Oktoberfest toll finden ist in Ordnung. Aber warum sollte ein gesunder Mensch diese Veranstaltung besuchen ?
  6. #6

    Auf dem Oktoberfest sind keine Münchner

    Münchner findet man auf dem Frühlingsfest und den unzähligen Biergärten in welchem man den ganzen Sommer lang seine Maß Bier geniesen kann.

    Auf dem Oktoberfest findet man nur Touristen und Landeier aus dem bayerischen Umland, die nach "Minga aufi fahrn" um was zu erleben. Die Münchner hassen die zwei Wochen Oktoberfest, in welchen die Stadt jede Nacht von Betrunkenen belagert wird, in welcher die U-Bahnen vollgekotzt sind und die Stadt nach Bier und Pferdescheiße riecht. Aber wir beschweren uns nicht. Kommt alle zum Oktoberfest, sauft und kauft soviel es geht!
  7. #7

    ...einmal im Leben besucht haben...

    Ehrlich gesagt: nein, Danke.

    Ich halte das Oktoberfest für eine der überbewertesten Volksfeste Deutschlands, zumal man von "Volks"fest bei den Preisen wohl kaum noch reden kann. Bei fast 10!!! Eur pro Maß Bier kann sich das Gro der Deutschen einen Besuch inzwischen wohl kaum mehr leisten, es sollte also eher als Tourismusfest deklariert werden.
    Und mit seinen mickrigen 202 Jahren auf dem Buckel gehört es nicht mal zu den wirklich traditionsreichen Veranstaltungen dieser Art:

    Dennoch ist es das einzige Fest, über das jedes Jahr in einem Umfang berichtet wird, das man denken könnte, es sei tatsächlich das Einzige, wer kennt denn schon Berichte über:
    Größte Kirmes am Rhein, Bremer Freimarkt, Hamburger Dom, Cannstatter Volksfest (Wasen), Cranger Kirmes, Hamburger Dom (Sommerdom), Kieler Woche, Hamburger Dom (Winterdom) ... und das sind nur die mit über 2Mio Besuchern und teilweise fast eintausend Jahre alt (z.B. Freimarkt seit 1035).
  8. #8

    Fest ohne Volk, für Touris und Kampfsäufer

    Ein Saufgelage und eine riesige Geschäftemacherei war die Wiese auch schon in den 60er und 70er Jahren, aber heute ist alles ins Extreme pervertiert. Wenn das bayrische Lebensart ist, sollte man vorsichtshalber eine Mauer um Bayern errichten.
  9. #9

    Ich mag die Wiesn – aber auch ohne bestimmen zu wollen was nun genau die bayerische Lebensart ausmacht, auf der Wiesen ist davon nur wenig zu sehen. Die ist vielmehr ein spektakulär monumentales Fest: teuer, zünftig, dreckig, gemütlich, stressig, lustig, laut, ekelhaft und anziehend zugleich.
    Immer wieder aufs neue (und ich geh da schon ganz lang hin) kann ich mich an der Tatsache ergötzen dass in unser ach so kontrollierten und korrekten Gesellschaft (Touristen und deren kulturelle Hintergründe eingeschlossen) sich so kollektiv und hemmungslos dem Rausch und Exzess hingegeben wird. Das ist in dieser Dimension einmalig!








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