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Widerstands-Doku "Schattenkampf": Haltung kann man sich nicht andiskutieren

Wo fängt Widerstand an? In der mehrteiligen Arte-Doku "Schattenkampf" zeigt Autor Bernard George, wie*vielfältig die Ausdrucksformen des Kampfes gegen die Nazis in Europa waren - der Einsatz reichte vom cleveren Durchkreuzen der Symbolpolitik bis zum beherzten Griff zur Waffe.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,791401,00.html
  1. #10

    Nichts beschönigen?

    Zitat von Hermann Balk Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich, in der gesamten bisher gezeigten Produktion kam ja eigentlich nur der "bitterböse" Deutsche (immer schön mit Panzern) zum Tragen, dem man ja nur Widerstand leisten konnte. Das hingegen ist kein objektives Bild, die Ursachen des WWII liegen tiefer.(...)
    Was haben Sie denn so schmerzlich vermißt? Wochenschau-Bilder von Soldaten, die von der einheimischen Bevölkerung jubelnd begrüßt werden oder blonden polnischen Mädels übers Haar streichen und Marmeladenbrot verteilen? Landser singend am Lagerfeuer?

    Zitat von Hermann Balk Beitrag anzeigen
    (...)Ich betone nochmals, ich möchte nichts beschönigen.
    Nein... Sie möchten nur mal was anmerken.
  2. #11

    ...

    Zitat von grübelitis Beitrag anzeigen
    habe ich bei arte soeben gesehen, Widerstand gegen Nazi-Deutschland in allen europäischen Ländern auf unterschiedlichste .....
    Sie übersehen da was.... Aufgabe solcher Sendungen ist natürlich keineswegs das Thema "Widerstand" generell, sondern in erster Linie den Zuschauern wieder mal einzuhämmern, GEGEN WAS Widerstand zulässig ist.
    Betrachten sie doch einfach mal die Tagespolitik, dann sehen sie tagtäglich gegen was er unter gar keinen Umständen aufkommen darf.
  3. #12

    Übelste Schönfärberei

    Die erste Folge zeigte definitiv keinen Widerstand, aber es gibt interessante Sequenzen. Eine Unmenge wird ausgespart oder ist nicht ganz richtig, privat – persönliche Äußerungen sollen eine emotionale Wirkung erzeugen, letztlich historisch uninteressant, und auch gar nicht dramatisch. Die Aufnahmen der Truppen haben natürlich einen imposanten Reklamecharakter, was wohl kaum zu umgehen war, da es nur Wehmachtsmaterial gab, aber die Auswahl ist höchst bedenklich. Letztlich wird nicht der Verstand angesprochen, sondern das Gefühl, und zwar unzulänglich. Man versteht ohne Vorkenntnisse nicht wirklich, was vorge-fallen ist, und wenn man etwas weiß, kommt man sich vor wie in einer beliebigen Kochsendung. Die geschönten Spielfilmszenen sind geradezu absurd in Anbetracht der Situation. Die fünf Minuten mit der Akropolis – Fahne sind bestenfalls albern. Eine überaus merkwürdige Art der Vergangenheitsbewältigung, nicht unbedingt aufklärerisch, eher besänftigend, Kindergartenniveau. Und mit dem SPON – Artikel hat der Film so gut wie nichts zu tun. Bildbe-schreibung eines Quartaners. Der hat sich zwar alles redlich angeschaut, aber an einer Stelle mitgedacht.

    @Hermann Balk: so richtig bitterböse erscheinen die Deutschen nicht. Unrealistisch.
  4. #13

    Was will uns das sagen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo fängt Widerstand an? In der mehrteiligen Arte-Doku "Schattenkampf" zeigt Autor Bernard George, wie*vielfältig die Ausdrucksformen des Kampfes gegen die Nazis in Europa waren - der Einsatz reichte vom cleveren Durchkreuzen der Symbolpolitik bis zum beherzten Griff zur Waffe.

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,791401,00.html
    Mein Vater hatte sich freiwillig als Halbwüchsiger den Nazis angebiedert. Seine Kumpels ebenso.
    Ich habe einige Bücher gelesen, um herauszufinden, warum Menschen sowas machen.
    Meine Erkenntnis daraus war ziemlich erschreckend: Mit ein bisschen Propaganda bringt man alle dazu, der Herde hinterherzurennen!
    Wenn hier einer von beherztem Griff zur Waffe salbadert, stelle ich mir die Frage:
    Müssen wir jetzt beherzt zur Waffe greifen, weil uns die freien Marktwirtschaftler alle übers Ohr hauen?

    Von uns wird verlangt, daß wir 'im System' funktionieren.
    Genau dasselbe wurde damals von den Menschen verlangt.
    Wer sich heute nicht dem 'System' ergibt, wird als Asozialer ausgesondert. Zugegebenermassen wird er nicht physisch exekutiert, aber psychisch schon!

    Ich habe mir oft die Frage gestellt: Wie würden Sie entscheiden?
    Und daraus die Konsequenz gezogen, daß ich die Scheiß-Konsumgesellschaft nicht brauche.
    Bisher bleibe ich, bis auf Steuern, unbehelligt.
    Möge es auch weiterhin so bleiben...
  5. #14

    Lueckenbuesser!

    Lasst doch endlich die unendliche Vergangenheit in Ruhe.
    Fast alle Teilnehmer, ob deutscher Soldat oder Widerstands"Kaempfer" sind doch fast alle inzwischen verstorben.

    Ein ganz persoenliches Erlebnis mit Norwegern hatte ich 1957 in einem Jugendlager in Suedfrankreich bei Bordeaux.
    Wir waren ein gemischtes europaeisches Lager, Franzosen, Deutsche, Briten,Hollaender, Belgier, ein Algerier und ein Paerchen aus Norwegen.

    Es gab mehrmals Diskusionen ueber Nazideutschland, es diente der sog. Voelkerverstaendigung. Wir kamen alle gut miteinander aus, nur der Norweger schlug aus.
    Uns Deutschen (4) schlug der blanke Hass entgegen. Der Lagerleiter, ein Franzose griff ein und fragte den Norweger, wie alt er sein. 19 Jahre war die Antwort.
    Dann waren sie 1945 gerade 7 Jahre alt. Er haette das alles erfahren, was die deutschen Soldaten usw. war die Antwort.
    Der Lagerleiter meinte: Alle die hier sind, haben wahrscheinlich Schlimmeres erlebt und wir alle sind hier,um daraus zu lernen. Wenn es Dir nicht passt, kannst Du gehen.
    Er ging.

    Lassen doch doch diese ollen Kamellen. Wenn Sie nichts mehr wissen, was sie noch schreiben sollen, kleiner Tipp!
    Wie waere es mit Fraeulein Kassners Kind- und Jugendzeit, mit Bildern etc??

    PS. Haben Sie jemals lebende Fackeln gesehen und niemand konnte denen helfen? Ich schon!!!!
  6. #15

    meinung

    Zitat von Hermann Balk Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich, in der gesamten bisher gezeigten Produktion kam ja eigentlich nur der "bitterböse" Deutsche (immer schön mit Panzern) zum Tragen, dem man ja nur Widerstand leisten konnte. Das hingegen ist kein objektives Bild, die Ursachen des WWII liegen tiefer. Ich möchte nichts beschönigen.....
    Nach dem Ende des Krieges sagten die Deutschen sie waren alle keine Nazis und die in den besetzten Laendern das sie alle Widerstandkaempfer waren.
    Beide Ausagen sind ein Krampf.
    Der Verlierer im Krieg muss sich damit abfinden das er der boese ist.
    Auserdem die Sieger schreiben die Geschichte.

    Ich lebe nicht in DE. Im Ausland gibt es regelmaessig Documentaries ueber den WWII und die Deutschen.
    Viele sind Wiederholungen.

    Nach Jahren wird das Zeug langweilig.
  7. #16

    Wie einfach kann man es sich doch machen

    Zitat von Andree Barthel Beitrag anzeigen
    Das schreibt nun jemand, für den ... alle, die im Krieg kämpften – bitte korrigieren Sie mich, wenn es nicht stimmen sollte –, Nazis waren... Im 2. Teil der Serie, in er es immer ....
    Deutschen Widerstand gab es schon vor den 2. Weltkrieg … und da muss ich doch wohl nur ein paar Beispiele nennen, die eben bekannt geworden sind, nie vollständig erfasst wurden/werden konnten, viele Namenlose: Edelweißpiraten, Sopade samt „Fußvolk“ in deutschen Städten und Dörfern, Georg Elser, Kommunisten, sofern sie der ersten Verhaftungswelle entkamen ..
    Auch dass ich alle deutschen Soldaten als Nazis denunziert hätte, kann nur ein Vereinfacher lesen. Dies wäre ähnlich dumm, wie die Behauptung, dass „die Deutschen“ nichts gewusst hätten.
    Und sollte es um Zahlen gehen, statt die einigende europäische Idee, gegen Nationalismus und Faschismus zu sehen?
  8. #17

    Hinter die Dinge blicken:

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Sie übersehen da was.... Aufgabe solcher Sendungen ist natürlich keineswegs das Thema "Widerstand" generell, sondern in erster Linie den Zuschauern wieder mal einzuhämmern, GEGEN WAS Widerstand zulässig ist.
    Betrachten sie doch einfach mal die Tagespolitik, dann sehen sie tagtäglich gegen was er unter gar keinen Umständen aufkommen darf.
    Sehe ich genauso. Und es funktioniert tadellos. Ich meine: die gerade zu erlebende Einmütigkeit der europäischen Parlamente: brutaler geht es doch garnicht. Die Kunst der Gleichschaltung hat sich perfektioniert.

    Nicht einmal der legale und einfach zu organisierende Widerstand innerhalb einer ( ha!) Demokratie - das nennt man parlamentarische Opposition - existiert heutzutage noch. Bahn frei.
  9. #18

    objektiv?

    Zitat von Hermann Balk Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich, in der gesamten bisher gezeigten Produktion kam ja eigentlich nur der "bitterböse" Deutsche ... ist kein objektives Bild, ...
    Ich möchte nichts beschönigen, aber gewisse Objektivität wäre doch zu erwarten.
    [...]
    Sorry, mir erschien die Darstellung ein wenig zu einseitig,...
    Dann sagen Sie doch bitte, was genau das Ihrer Meinung nach "objektive Bild" wäre.
  10. #19

    Zur Legende vom dänischen König und dem Judenstern

    Die Behauptung im SPIEGEL-Artikel, der dänische König oder gar der gesamte dänische Königshof habe - aus Solidarität mit den dänischen Juden - den Judenstern angelegt, ist nachweisbar falsch bzw. eine bewusst erfundene LEGENDE. Siehe (dort weitere Quellenangaben):

    http://en.wikipedia.org/wiki/Christi...end_and_trivia

    Kernstelle:

    "On November 22, 1942 The Washington Post published a photograph of Christian X; calling him, ironically, a victim of Hitler. The idea was to show that Denmark was not opposing Nazism. It became then important for Danish Americans to prove the contrary, and a number of stories were invented in the turmoil of the war. The most successful of these were the legend of the king wearing the yellow star in order to support the Jews. .[2] The story became extremely well-known through its retelling in Leon Uris's 1958 novel of the founding of Israel, Exodus and the film. Many people still believe it, but it is not a true story. The facts are, that the yellow badge was never introduced in Denmark, and when the Jews were finally arrested there is no record of a protest from the king. The "Yellow Star" story has many, more or less reliable, sources, one being a conversation between the king and his minister of finance, Vilhelm Buhl, during which Christian remarked that if the German administration tried to introduce the symbol of the Star of David in Denmark, "perhaps then we should all wear it."[3][4]"








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