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Widerstand gegen Windkraft-Gesetz: Aigner torpediert Energiewende

DPADie Windkraft boomt, nun müssen die Netze ausgebaut werden. Die Kosten sollen die Stromkunden tragen - das sieht zumindest ein Gesetzentwurf vor. Doch plötzlich stellt sich Verbraucherministerin Aigner quer und verhindert einen Kabinettsbeschluss. Die Kollegen Altmaier und Rösler sind blamiert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...851314,00.html
  1. #1

    Die Grossverbraucher sollen zahlen

    Heute ist dezentrale Energieversorgung angesagt, immer mehr Kommunen machen mit. Nur einige wenige energieintensive Industriebereiche brauchen grosse und lange Stromtrassen.

    Diesen Industrien können diese Kosten übertragen werden, aber bestimmt nicht dem Durchschnittsverbraucher.
  2. #2

    Daseinsvorsorge

    Es war ein Fehler, die Aufgabe des Leitungsbaus an Fa.Tennet zu übertragen, ja, überhaupt an ein privates Unternehmen: solch existenziell wichtige Sparten der Wirtschaft gehören in die Hand des Volkes, also des Staates.
    Wenn Tennet den Ausbau nicht schafft, was eigentlich jetzt schon feststeht, sind wir alle die Geleimten.
    Wo bleibt da eigentlich die ordnende Hand, sprich: die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin?
    Darf denn in dieser Regierung jeder machen was er will??
    Nein, nicht ganz: er darf keine Wahl verlieren, wie wir gesehen haben - dann wird er ganz schnell vom Hof gejagt...
    Wenn das kanzlerische laissez-faire so weiter geht, wird nicht nur die Energiewende, sondern die ganze Staatskarre an die Wand gefahren!
  3. #3

    optional

    Man hätte sich das Geld für die Finanzierung kostenlos auf dem Weltmarkt organisieren können - zu 0% Zinsen. Dieses Geld hätte man zu sehr niedrigen Zinsen an Unternehmen verleihen können (z.B. über die KfW) um die Energiewende zu finanzieren. Man hat es nicht gemacht!...warum nicht? - Es gibt scheinbar ein Interesse der Regierung den finanziellen Rahmen der 'kleinen' Leute auch weiterhin so zu gestalten (sind dann ja auch einfacher zu kontrollieren und vollzulullen...).
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Windkraft boomt, nun müssen die Netze ausgebaut werden. Die Kosten sollen die Stromkunden tragen - das sieht zumindest ein Gesetzentwurf vor. Doch plötzlich stellt sich Verbraucherministerin Aigner quer und verhindert einen Kabinettsbeschluss. Die Kollegen Altmaier und Rösler sind blamiert.

    Energiewende: Aigner torpediert Ausbau der Windkraft - SPIEGEL ONLINE
    Aha.

    Und private Investoren zögern, Geld in die Seekabel zu stecken. Denn bisher ist unklar, welches Risiko sie eingehen, sollte ein Kabel nicht rechtzeitig fertig werden.
    Gewinne ohne Risiko generieren, das wollen die Investoren. Vollkaskomentalität.
    Soll der Staat das Geld investieren, im Gegensatz zu den ESM Milliarden kommt hier sicher die Dividende. Stromversorgung gehört endlich den privaten Händen entrissen.
    Ich halte weder von Frau Aigner, noch von Herrn Altmaier oder gar Herrn Rösler sehr viel. Aber der Vorstoss von Frau Aigner im Interesse der Verbraucher weist endlich einmal in die richtige Richtung!
  5. #5

    Bundesregierung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Windkraft boomt, nun müssen die Netze ausgebaut werden. Die Kosten sollen die Stromkunden tragen - das sieht zumindest ein Gesetzentwurf vor. Doch plötzlich stellt sich Verbraucherministerin Aigner quer und verhindert einen Kabinettsbeschluss. Die Kollegen Altmaier und Rösler sind blamiert.

    Energiewende: Aigner torpediert Ausbau der Windkraft - SPIEGEL ONLINE
    Haben wir bei uns in Deutschland eine Bundesregierung, die von einer Kanzlerin geführt wird, oder ziehen alle Minister unterschiedlich jeder für sich an einem anderen Endes des Stricks?
    Wer führt eigentlich?
    HR
  6. #6

    Herr Terium redet Quark

    da er für seine Offshore Windparks Geld bekommt, egal ob der Strom abgenommen wird oder nicht. Der einzige der hier über das EEG drauf zahlt ist der Kunde, Herr Terium sicher nicht. Möglicherweise sind seine Renditeziele gefährdet, aber die Annahme, da stünden nun von RWE finanzierte Windräder im Meer rum und er würde für die Finanzierung keine müde Mark sehen ist nicht richtig!
  7. #7

    absurd

    Statt Geld auszugeben für Windmühlen die sich drehen und Strom produzieren, wollen Rösler und Altmaier lieber diejenigen belohnen, deren Windmühlen sich nicht drehen. Das ist Energiewende Absurd, es öffnet Tür und Tor für Abzocke und Mauscheleien. Da braucht dann nur ein kleines Lüftchen zu wehen und die Betreiber der Parks verschieben notwendige Wartungsarbeiten auf den Sanktnimmerleinstag, mit dem Argument das Wetter sei zu gefährlich. Die Entschädigung für die nichtlaufenden Mühlen zahlt der Verbraucher. Wer glaubt den ernsthaft man könne kontrollieren ob die Verzögerung absichtlich war oder nicht?
  8. #8

    EEG ist verfassungswidrig

    Zitat von Aigner
    Doch gerade jetzt, da sich Altmaier und Rösler einig sind, mischt sich Aigner ein: Die Verbraucherministerin lehnt den Plan überraschend ab. Es gebe noch "erheblichen Klärungsbedarf". Der geplante Beschluss im Kabinett ist damit vorerst nicht möglich.
    Vielleicht hat Frau Aigner ja auch einfach mal ins deutsche Grundgesetz geschaut. Dort steht geschrieben, daß gesamtgesellschaftliche Aufgaben (und dazu zählt auch Merkels Projekt "Energiewende") nach der Leistungsfähigkeit eines jeden einzelnen finanziert werden müssen. Gemäß unseres Grundgesetzes darf also diese Energiewende nicht über den Strompreis, sondern muß über die (progressive) Steuer finanziert werden. Auch das Bundesverfassungsgericht wird sich bald mit diesem Thema beschäftigen.

    Wenn schon unsere politische Elite ihre grünen Träume verwirklichen will, dann sollte sie selbst als Besserverdienende einen größeren Beitrag der Kosten tragen, als sie dem kleinen Mann zumuten wollen.
  9. #9

    Die Situation ist vertrackt: Einerseits ist Tennet zum Anschluss neuer Windparks verpflichtet. Andererseits übersteigen die Milliardenkosten für die neuen Stromleitungen das Eigenkapital des Konzerns um ein Vielfaches. Und private Investoren zögern, Geld in die Seekabel zu stecken. Denn bisher ist unklar, welches Risiko sie eingehen, sollte ein Kabel nicht rechtzeitig fertig werden.
    Es lebe die Privatisierung und der Föderalismus! Das passiert, wenn man als Politik glaubt klüger zu sein als die Privatwirtschaft. Das hat man jetzt davon, dass man alles getan hat, dass die Energieversorger die Netze auslagern und damit zahnlose Tiger geschaffen haben. Hier ist dringend ein Lenkungseingriff der Regierung erforderlich, aber schön, dass jeder Regionalfürst solche wichtigen Projekte nach Belieben verzögern kann. Wie soll denn eigentlich eine europäische Gemeinschaft funktionieren, wenn wir nicht mal eine Stromleitung von der Nordsee in den Kohlenpott legen können? Ach so, das sieht man ja auch gerade...








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