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Widerstand gegen Hospiz: Im Angesicht des Todes

SPIEGEL ONLINEEin Hospiz sorgt im Hamburger Süden für Ärger. Nachbarn fürchten mehr Verkehr, den Anblick von Leichenwagen, einen Wertverlust ihrer Immobilien. Zwei Anwohner haben einen Anwalt eingeschaltet. Wie nah darf der Tod den Menschen kommen?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...817341,00.html
  1. #1

    Ja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Hospiz sorgt im Hamburger Süden für Ärger. Nachbarn fürchten mehr Verkehr, den Anblick von Leichenwagen, einen Wertverlust ihrer Immobilien. Zwei Anwohner haben einen Anwalt eingeschaltet. Wie nah darf der Tod den Menschen kommen?

    Widerstand gegen Hospiz: Im Angesicht des Todes - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    dass ist wider einmal ein "schönes" Beispiel für das Wertesystem in Deutschland.
    Aus Angst um ihre "Immobilienwerte" wird gegen die Entstehung einer humanitären Einrichtung protestiert, die es sterbenden ermöglicht, würdevoll und schmerzfrei ihr Leben zu beenden.
    Pfui Teufel, was für eine verkommene gesellschaft.
  2. #2

    unglaublich

    Es fällt mir schwer zu lesen, dass der Tod bereits so weit ausgegrenzt ist. An besten still und heimlich in einem Krankenhaus, wo die Todkranken nicht so auffallen und einem die Stimmung versauen. Diesen Menschen wünsche ich dann aber auch, dass sie im Falle des eigenen Todes ebenso allein und steril die letzten Stunden erleben "dürfen".
  3. #3

    .

    ich wünsche diesen ganzen feinen damen und herren einfach mal sich selbst um das schlachten ihres fleisches kümmern zu müssen. nach 2-3 hühnern und einem schwein werden diese leute ihre mäuler nicht mehr so aufreissen
  4. #4

    Wertverlust

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Hospiz sorgt im Hamburger Süden für Ärger. Nachbarn fürchten mehr Verkehr, den Anblick von Leichenwagen, einen Wertverlust ihrer Immobilien. Zwei Anwohner haben einen Anwalt eingeschaltet. Wie nah darf der Tod den Menschen kommen?

    Widerstand gegen Hospiz: Im Angesicht des Todes - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Die wollen vll. nur einen Wertverlust für die potentiellen Erben verhindern. Ist es möglich, daß die dahinter stecken? Jeder normale Mensch weiß, am letzten hat Hemd ja keine Taschen.
  5. #5

    Ich halte das für einzwiespältiges Thema...

    ...und die Überschrift für mehr als unausgewogen.

    Wie auch im Text formuliert gibt es durchaus Gründe die gegen das Hospiz in direkter Umgebung sprechen.

    Wer möchte privat wirklich regelmäßig mit dem Tod konfrontiert werden? Zum Frühstück mal dem Leichenwagen nachwinken? Angehörige haben die dem Tode nahe sind und nebenher erleben wie andere Leichen regelmäßig abgeholt werden?

    Das hat nicht viel mit Geld zu tun.

    Andererseits wo sind die Befürworter die sagen "Ich will das, also helfe ich den betroffenen Anwohnern indem ich Ihnen ein Angebot zum derzeitigen Wert der WOhnung mache!" oder zumindest ein paar Euro zusätzlich spende. Der Wertverlust ist ja real.

    Andererseits - die Hospizidee ist sehr reizend und anziehend. Persönlich könnte ich mir meine letzten Tage so vorstellen. Dazu muss aber das Hospiz irgendwohin.
  6. #6

    Neue Zeiten

    Das leben soll sauber und ohne Hinweis auf Beschwernisse sein.

    Beim Essen fängt es an. Das Fleisch soll so aussehen, dass man die Herkunft (Tier) nicht mehr sieht.

    Kankheit und Tod wird möglichst weit weg verbannt - sowohl räumlich als auch in der Vorstellung. Caritas, das ist etwas für die Gegend, die weit weg ist. Da spendet man und hofft, dass man von Elend und Siechtum weder selbst betroffen ist und davon auch visuell nicht belästigt wird.
  7. #7

    Ich finde das scheinheilig...

    Zitat von tinosaurus Beitrag anzeigen
    Es fällt mir schwer zu lesen, dass der Tod bereits so weit ausgegrenzt ist. An besten still und heimlich in einem Krankenhaus, wo die Todkranken nicht so auffallen und einem die Stimmung versauen. Diesen Menschen wünsche ich dann aber auch, dass sie im Falle des eigenen Todes ebenso allein und steril die letzten Stunden erleben "dürfen".
    ...wo bleibt hier der Gedanke an die Betroffenen?

    Die können ruhig mal machen!

    So lange wir selbst nicht beitragen müssen.
  8. #8

    Wer seinen Kindern den Anblick des Todes

    ersparen möchte, sollte ihnen die Nutzung nahezu sämtlicher Medien und die Teilnahme am Straßenverkehr verbieten.
  9. #9

    Unglaublich

    Ein Hospiz in der Nachbarschaft wäre mir x-fach lieber als eine Kirche, Schule oder Kindergarten (= machen allesamt zu viel Krach)^^

    Bei einer Kapazität von bis zu 12 Patienten kann ich mir auch nicht vorstellen, dass in der Spielstrasse plötzlich das Verkehrschaos ausbrechen wird.








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