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Widerstand gegen Ein-Kind-Politik: Foto von Zwangsabtreibung erzürnt Chinesen

hgm-pressEin Bild einer jungen Frau neben ihrem toten Fötus sorgt in China für Entrüstung. Die 23-Jährige wurde von Beamten offenbar zur Abtreibung im siebten Schwangerschaftsmonat gezwungen. Drei Beamte wurden suspendiert. Der Widerstand gegen die rigorose Ein-Kind-Politik wächst.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839014,00.html
  1. #1

    Pest und Cholera

    Nur vorneweg: Klar, jemanden -und noch dazu im siebten Monat!- zur Abtreibung zu zwingen ist falsch und unmenschlich. Nur dass mir keiner unterstellt ich unterstützte das Fehlverhalten der Behörden.

    Generell sehe ich aber ein dass sich China (und schlussendlich die Welt) kein uneingeschränktes Bevölkerungswachstum leisten will oder kann. Eine Strafsteuer auf's zweite Kind ist also durchaus eine sinnvolle Einrichtung. Sehen wir's doch so: In Amerika bezahlt man die Strafsteuer schon für's erste Kind - nämlich wenn das an die Uni kommt.

    Die Einkindpolitik ist auch längst nicht (mehr) so rigide wie behauptet. Sind beide Eltern Einzelkinder, ist ihnen z.B. das zweite Kind ohne weiteres erlaubt. Auch ethnische Minderheiten haben weit weniger Einschränkungen zu erdulden als Han-Chinesen. Und zuletzt die im Artikel erwähnten neuen Reichen und die sich entwickelnde Mittelschicht sollten sich auch die Abgaben leisten können.
  2. #2

    eisberg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Bild einer jungen Frau neben ihrem toten Fötus sorgt in China für Entrüstung. Die 23-Jährige wurde von Beamten offenbar zur Abtreibung im siebten Schwangerschaftsmonat gezwungen. Drei Beamte wurden suspendiert. Der Widerstand gegen die rigorose Ein-Kind-Politik wächst.

    Foto von Zwangsabtreibung in China sorgt für Aufruhr - SPIEGEL ONLINE
    Ein typischer Fall von der Eisbergspitze, die zu sehen ist. Von den mind. 1 mio. Frauen die in China zur Sterilisation "gezwungen" wurden ist nichts zu lesen.
  3. #3

    Da ist man wohl überdas Ziel..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Bild einer jungen Frau neben ihrem toten Fötus sorgt in China für Entrüstung. Die 23-Jährige wurde von Beamten offenbar zur Abtreibung im siebten Schwangerschaftsmonat gezwungen. Drei Beamte wurden suspendiert. Der Widerstand gegen die rigorose Ein-Kind-Politik wächst.

    Foto von Zwangsabtreibung in China sorgt für Aufruhr - SPIEGEL ONLINE
    hinaus geschossen !Reiche Chinesen konnten jetzt schon gegen Bares
    (mit Bestechung) auch ein weiteres Kind legetimieren.
    Aber es führt kein Weg vorbei-die Weltbevölkerung muß reguliert werden.
    Wenn die Bevölkerung Afrikas sich in zwanzig Jahren verdoppelt werden die Neuankömmlinge das Ereichte buchstäblich wieder auffressen!
    Wer will den Ägythischen Jugendlichen in der Zukunft Ausbildung und Arbeit geben,bei 8 Kindern pro Familie?
  4. #4

    Abscheulich, was dort auch in dieser Hinsicht vor sich geht.
  5. #5

    Die Wahrheit nicht kaschieren

    Ich würde den Spiegel bitten, das Bild mit dem Fötus im Bett der Mutter zu veröffentlichen. Es zeigt auf eine sehr eindrückliche Weise die Brutalität und Menschenverachtung des chinesischen Regimes in einer Weise, wie es die Worte eines Textes kaum können.

    Das Bild ist meines Erachtens keinesfalls nur "Boulevard", sondern im Rahmen des einordnenden Textes eine starke Aussage für sich, die nicht durch das Vergeben relativiert werden sollte.

    Vielleicht ist die Wahrheit nicht schön, aber es ist nun einmal die Wahrheit.
  6. #6

    Zitat von Antares42 Beitrag anzeigen
    Eine Strafsteuer auf's zweite Kind ist also durchaus eine sinnvolle Einrichtung. Sehen wir's doch so: In Amerika bezahlt man die Strafsteuer schon für's erste Kind - nämlich wenn das an die Uni kommt.
    Den Unterschied zu den Gebühren für das Studium und eine Strafe für die Geburt eines 2. Kindes sehen Sie aber schon oder warum diese seltsame Vergleich?
    Wie sinnvoll ist eine Geldstrafe? Kann man sich nicht an 5 Fingern abzählen wer dann in diesem Land Kinder haben darf und wer nicht.
  7. #7

    ...

    Trotzdem nach rein meiner persönlichen Meinung tun die Chinesen immerhin etwas gegen den Bevölkerungszuwachs (im Gegensatz zu z.B. Indien.)

    Übrigens: Hat Spiegel überhaupt keine Lust darauf, die folgende Nachricht über China zu berichten?

    "Als erste meldeten sich Chinas drei Tiefseetaucher Ye Cong, Cui Weicheng and Yangbo mit Glückwünschen von ihrem Tauchboot "Jiaolong" (Seedrache) vom Boden des Mariannengrabens.

    Sie hatten am Freitag auf ihrem ersten von sechs geplanten Tauchgängen, um den Meeresgrund auf 7000 Meter Tiefe zu erreichen, mit 6055 Meter Tiefe gerade einen neuen chinesischen Tauchrekord aufgestellt. Sie wünschen dem Raumflug alles Gute, ließen sie über die Nachrichtenagentur Xinhua wissen. Nun sei die Shenzhou am Zug.

    Raumfahrer und Tiefseetaucher spielen sich den Ball zu. Pekings Propaganda läuft wieder einmal auf Hochtouren, um Erfolge auf Gebieten zu vermelden, wo China mit Macht den Vorsprung der USA und Russlands aufholen will – vom Weltraum zum Bau einer Raumstation bis zum Meeresboden zur Ausbeutung von Ressourcen. Diesmal kommen die Erfolgsmeldungen sogar gleichzeitig."

    Taikonautin: China kürt Liu Yang zu seiner allerersten Himmelsfee - Nachrichten Panorama - WELT ONLINE
  8. #8

    Mehrere, jedoch extra-verpixelte Fotos und die Reaktionen chinesischer "Netizens" kann man hier lesen:
    7-Month Pregnant Woman Forced Into Labor to Abort Unborn Baby – chinaSMACK

    Ein Kommentar der erwähnenswert ist, weil zeigt, wie heuchlerisch die chinesische Elite ist:
    "提倡计划生育的北大校长马寅初 家里就8个孩子"
    Übersetzung: "Ma Yinchu, the former president of Peking University who promoted the One-Child Policy, has 8 children himself."
    oder:
    "因为交不起生二胎的四万元罚款,,,试问有钱就能生吗?一个七个月的生命不值4万人民的币!"
    Übersetzung: "Because she couldn’t pay the 40,000 yuan fine for having a second child… May I ask, if she had the money, would she have been able to have the child? A 7-month-old life is not worth 40,000 RMB?"
  9. #9

    es würde gehen

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Wie sinnvoll ist eine Geldstrafe? Kann man sich nicht an 5 Fingern abzählen wer dann in diesem Land Kinder haben darf und wer nicht.
    Naja man könnte die Geldstrafe ja z.B. prozentual vom Einkommen und/oder Vermögen abhängig machen, z.B. 50%, möglicherweise mit Untergrenze.
    Desweiteren wundere ich mich immer wieder darüber wie hoch die Akzeptanz unangenehmer Entscheidungen, Maßnahmen und Schicksale ist wenn sie im freien Markt entstehen (und global gesehen werden hier unzählige Menschenleben verschleißt). Auf der anderen Seite prangert man prinzipiell an wenn der Staat sowas macht. Und es wird wohl keiner bestreiten dass die Ziele der ein-Kind-Politik ideologisch bedingt, oder nur einer bestimmten Interessengruppe dienlich sind.
    Extremfälle wie der in diesem Artikel beschriebenen sind abscheulich und kommen wohlmöglich häufiger vor als das Wort "Extrem" vermittelt. Aber China ist unverhältnismäßig present am Pranger, obwohl es doch noch viel mehr Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten auf der Welt gibt über die man zusätzlich (nicht stattdessen!) berichten könnte.Klar, China hat halt den Vorteil weit weg zu sein und das man sich für die dortigen Missstände nicht Verantwortlich fühlen muss. In Afrika z.B. sieht das anders aus. Wieso steht nicht im Spiegel mal einen Artikel über ein Minenarbeiter-Kind im Kongo das bei der Arbeit gestorben ist? Etwa weil man sich als hiesiger Konsument des verarbeiteten Schürfguts sowie als EU- und Bundes-Bürger, dem eine Parlamentsarmee untersteht und der ein historisch belastetes verhältnis zu Afrika hat, etwas schuldiger fühlt?


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