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Wickelfront: "Wenn ich Glück habe, schlafen sie schon"
Familie ist was Wunderbares - theoretisch. In der Praxis ist Autor Dieter Bednarz, Vater von drei kleinen Töchtern, oft versucht, schweißtreibenden Ritualen wie dem abendlichen Bad auszuweichen - und den Job vorzuschieben. Warum reinigen Kinder sich nicht von selbst?
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...610780,00.html
- #1 03.03.2009 06:37 von
Köstlich
Einfach herrlich. Liebevoll und ironisch. Großes Kino.
- #2 03.03.2009 07:07 von
Kinder und "alte" Leute
Moin,
ja man ist so alt wie man sich fühlt - aber alles hat wohl seine Zeit. Ich denke mal in dem Alter sollte man Opa und nicht Papa von drei kleinen Kindern sein. Wobei die Niederungen des Alltags lassen sich doch (in diesem Fall) bestimmt mit Geld für ein Kindermädchen "entschärfen".
Also nicht jammern! Ist alles selbst gemacht!
Schöne Woche noch
Andreas - #3 03.03.2009 07:56 von klausab
Manch einem...
...ist auch nichts zu blöde. Wenn ich mit meinen Kindern eine solche Last hätte, wäre es mir peinlich, darüber zu berichten, ist es in meinen Augen nichts anderes als das Eingeständnis des Scheiterns. Mit unseren drei Töchtern und einem Sohn haben wir derartige Schwierigkeiten nicht. Wenn man natürlich meint, jeder Mensch müßte täglich geduscht oder gebadet werden oder esoterische Zubettgehrituale hülfen den Kleinen - bitteschön, aber dann herumheulen, ein Buch darüber zu schreiben und es vom Spiegel hier massiv bewerben zu lassen - hochnotpeinlich.
- #4 03.03.2009 08:05 von
relax:
Ich bade einmal pro Woche - Sonntag abend - mit meinen Kleinkindern. Ohne creme danach etc - alles schnickschnack der die Haut nur abhaengig macht. Wir hatten nie ein Problem mit den Kindern. Nie wunden popo etc - nur beim windel wechseln mit klarem wasser abwischen. so einfach gehts.
Marcus - #5 03.03.2009 08:21 von
Peinlich und pathetisch
dieser Artikel.
Gewollt auf satirisch gemacht, mit plumpen Anleihen bei Ephraim Kishon ("Beste Ehefrau von allen") und nicht ein einziges nettes Wort wird ueber die Kinder verloren!
Ich habe selbst 3 Kinder innerhalb von 3 Jahren bekommen, und mein Mann und ich sind in der gleichen Altersklasse wie das Ehepaar Bednarz. Die Kinder sind jetzt 7,8 und 10 Jahre alt, und mein Mann ist mittlerweile 56. Wir sind beide voll berufstaetig und geniessen trotzdem jeden Moment mit unserer Familie, Kindergeburtstage, das Haus am Wochenende stets voller Kinder (meist uebernachten die Freunde der Kinder mittlerweile bei uns, das bedeutet zT 5 KInder im Haus), Skiurlaube mit 3 Wickelkindern, Flugreise mit 3 Kleinkindern usw.
Natuerlich ist eiene solche Familienkonstellation anstrengend und kostet Kraft, aber es ist auch alles eine Frage der Einstellung.
Ich habe jedenfalls kein Verstaendnis fuer Herrn Bednarz und auch nicht dafuer, dass seine Frau einer Veroeffentlichung dieser Art nichts entgegengestellt hat. - #6 03.03.2009 08:32 von
Danke
Lieber Dieter Bednarz,
vielen Dank für ihre Beiträge, sie sind interessant und treffend. Meine Situation ähnelt der Ihren. Ich hab leider zusätzlich noch eine Gattin mit einem starken, intelligenten Kopf, was manche Diskussion über Erziehung schwierig macht.
Zugegeben, ich fühle mich hoffnungslos überfordert. Montag habe ich meinem Kollegen vorgeschlagen, die 48 Stundenwoche wieder einzuführen. Da ist es doch viel ruhiger als zu Hause, zwischen all dem Geschrei und Gestreite.
Und doch, ich liebe die kleinen Racker und die guten Momente sind derer viele.
Ich bin übrigens auch schon Großvater, meine kleinste Tochter ist jünger als ihre Nichte.
An die, deren Welt genau definiert ist und deren Kinder sich wohl schon der Perfektion annähern, möchte ich schreiben, dass ich schon lange den Glauben verloren habe, ich könnte eines Tages perfekt werden. Ich gebe mir meine Unzulänglichkeiten halt eben zu. Wenn diejenigen die das Badrituell (bei uns übrigens einen übern andern Tag) für Schnickschnack halten, dann finde ich das prima, ich sehe es jedoch anders.
Bitte schreiben Sie weiter, lieber Dieter, es macht Spaß Sie zu lesen.
Holger - #7 03.03.2009 08:39 von
ein wenig Toleranz
Na, na, seien wir mal nicht zu hart mit unseren Mitmenschen. Wir sind nicht alle gleich, manche haben eben mehr Energie als andere. Es ist finde ich (nur meine Meinung, ganz subjektiv) recht intolerant seine Mitmenschen so zu verurteilen. Sie z.B. schreiben schlechtes Deutsch. Ist ja in Ordnung, keiner sagt was darüber, aber könnte man auch kritisieren. Herr Bednarz macht das besser als Sie :-).
Ist ja nur ein Beispiel, und nicht ganz ernst gemeint. Aber man kann immer etwas zu kritisieren finden, wenn man lange genug sucht. Was sie bewerkstelligt haben ist bemerkenswert. Ich könnte es nicht. Hab die Kraft nicht dafür.
also, viel Spass beim nicht lesen Herrn Bednarz' Beiträge, denn wenn es Sie so aufregt, sollten Sie sie nicht lesen :-)
H. - #8 03.03.2009 08:46 von klausab
- #9 03.03.2009 08:53 von
... ist doch 'nur' ein Mann!
ach, warum denn so kritisch? Schließlich fehlen Herrn Bednarz - wie allen Männern - die Hormone, die es einem Muttertier erst möglich machen, sich bis an die Grenzen der Belastbarkeit aufzuopfern und dabei noch glücklich zu sein. Ich habe es selbst so erlebt in den ersten drei Jahren meiner Mutterschaft und mich gewundert, zu wie viel Altruismus und Sanftmut ich fähig bin. Heute wünsche ich mir auch schon mal, dass der Bubi schon schläft, wenn ich nach Hause komme. Natürlich ist der jetzt schon viel älter als die süssen Mädels von Herrn Bednarz und zuweilen ein echter Flegel.
In diesem Sinne sollte man Herrn Bednarz mal auf die Schulter klopfen. Weil er das Ganze mitmacht, obwohl ihm offensichtlich dabei nicht ganz so viele Glücksgefühle beschert werden. /br.
Dass er bei dem riesigen Zeitaufwand noch dazu kommt, neben seiner Arbeit ein ganzes Buch zu schreiben, ist mir unerklärlich. Man müsste mal seine Frau dazu fragen.
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