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Whitney-Houston-Gedenken bei Grammys: The show must go on

REUTERSWie feiert und trauert man zugleich? Einen Tag nach Whitney Houstons Tod stellte sich das Problem bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles. Der Spagat zwischen Pietät und Pop misslang den meisten Stars - mit zwei fulminanten Ausnahmen.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...814865,00.html
  1. #1

    Heuchelei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie feiert und trauert man zugleich? Einen Tag nach Whitney Houstons Tod stellte sich das Problem bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles. Der Spagat zwischen Pietät und Pop misslang den meisten Stars - mit zwei fulminanten Ausnahmen.

    Whitney-Houston-Gedenken bei Grammys: The show must go on - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Warum macht man nicht einfach weiter wie zuvor, da hat man W. Houston auch nicht mehr beachtet, bzw. sie höchstens mit Hohn und Spott bedacht?
    Richtig, weil das ganze Gejammere überhaupt nichts mit der Verstorbenen zu tun hat, sondern weil es selbst hier ausschließlich um uns geht.

    Warum hat denn vor zwei Wochen niemand an das Lebenswerk der Frau Houston gedacht? Warum hat da niemand ihre Platten gekauft? Ist es nicht eine kranke Welt, in der die sicherste Methode Platten zu verkaufen der eigene Tod ist?
    Hier eine der Schlagzeilen des SPON der letzten Jahre:
    Whitney Houston: "And I will always … krächz" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  2. #2

    Twitter ist wie...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Im Musikgeschäft", twittert der Medienkritiker Jeff Jarvis, "dauert Trauer sechs Sekunden."
    Twitter ist wie die Geschichte mit den Affen.
    Lasst hunderte Affen unendlich lange auf Schreibmaschinen tippen, und irgendwann kommt ein Werk von William Shakespeare heraus...
  3. #3

    wie zu erwarten war

    Man konnte auch kaum damit rechnen, daß die "Stars" sich ihre große Feier nehmen lassen.
    Wie könnte man auch über eine großartige Sängerin mehr Trauer zeigen als ein paar dumme Worte von sich zu geben. Denn dann würde man jemand anderen wichtiger nehmen als sich selbst. Das geht bei diesen Übermenschen ja gar nicht.
    Und das Volk steht draussen und jubelt ihnen auch noch zu. Nicht zu verstehen....
  4. #4

    ob Oscar, Grammy, Cesar oderwieauchimmer. Wenn Stars sich selbst feiern:
    -oh warst du toll in deiner letzten Rolle und ich danke meiner Mutter
    -Du warst auch toll in deiner letzten Rolle und ich danke auch meiner Mutter

    Schrecklich!
    Tote stehlen da nur die Zeit.
  5. #5

    Video vom letzten Auftritt Houstons "Jesus loves me"

    Wenn Whitney Houston bei ihrem letzten Auftritt Stunden vor ihrem Auftritt "Jesus loves me" singt, vielleicht wusste sie, dass es bald ums Ganze geht und sie Jesus braucht
    Bei Gott ist alles möglich!: LL Cool J Gebet für Whitney Houston & Whitney Houston Video kurz vor ihrem Tod

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie feiert und trauert man zugleich? Einen Tag nach Whitney Houstons Tod stellte sich das Problem bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles. Der Spagat zwischen Pietät und Pop misslang den meisten Stars - mit zwei fulminanten Ausnahmen.

    Whitney-Houston-Gedenken bei Grammys: The show must go on - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
  6. #6

    Nicht verstanden

    Zitat von sokrates1950 Beitrag anzeigen
    Twitter ist wie die Geschichte mit den Affen.
    Lasst hunderte Affen unendlich lange auf Schreibmaschinen tippen, und irgendwann kommt ein Werk von William Shakespeare heraus...
    Das mit den Affen ist keine "Geschichte", sondern eine Veranschaulichung von Wahrscheinlichkeiten. Es kommt auch nicht nur "ein Werk" von Shakespeare raus, sondern alle, und zwar in allen Ausgaben, mit jedem Druckfehler. Und auch alle Werke aller anderer Autoren etc.
    Und ob die Affen (wahlweise auch Ratten, Termiten, Zufallsgeneratoren, SPON-Foristen, o.ä.) Schreibmaschinen nehmen oder Handys, ist in der Tat völlig wurscht.
    Was das alles mit den Grammys oder Whitey Houston zu tun hat? Keine Ahnung.
  7. #7

    Adele

    Vielleicht sollte man noch nachtragen, dass mit Adele eine Künstlerin viele Preise gewonnen hat, die sich genau diesem Musikindustrie-Betrieb großteils (wenn auch nicht völlig) entzieht. Sie wählte bewusst eine kleine Plattenfirma, weil sie da mit einem Vertrag rechnen konnte, den Sie diktiert und der ihr nicht von den Justiziaren allmächtiger Großkonzerne aufgezwungen wird, die jedes kleinste Detail des Privatlebens (!) regeln und die Künstler praktisch fernsteuern und nebenbei enteignen. So kann Adele jetzt sehr weitgehend selbst über alle Details entscheiden.

    Wenn dieses Beispiel Schule macht hat die Musikindustrie nichts mehr zu lachen. Ohnehin ist diese Industrie in ihrer Größe überschätzt. Schon rein umsatzmäßig kein Vergleich mit anderen Industrien. Die ganze Musikindustrie verdient zusammen so viel wie iim produzierenden Gewerbe viele Firmen ganz allein machen...
  8. #8

    Und doch brauchen wir sie...

    Man mag über das Musikbusiness und seine Protagonisten denken wie man will...:
    Wir alle brauchen diese Menschen, die uns mit all' den Liedern beliefern, die uns zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken bringen.

    Egal, ob gestern in LA geheuchelte oder von Herzen kommende Trauer und Bestürzung gezeigt wurde: Ohne diese Menschen wäre unsere Welt unvorstellbar ärmer!
  9. #9

    Traurig

    Zitat von jeze Beitrag anzeigen
    Warum macht man nicht einfach weiter wie zuvor, da hat man W. Houston auch nicht mehr beachtet, bzw. sie höchstens mit Hohn und Spott bedacht?
    Richtig, weil das ganze Gejammere überhaupt nichts mit der Verstorbenen zu tun hat, sondern weil es selbst hier ausschließlich um uns geht.
    Und gerade das ist das Traurige
    Zitat von jeze Beitrag anzeigen
    Warum hat denn vor zwei Wochen niemand an das Lebenswerk der Frau Houston gedacht? Warum hat da niemand ihre Platten gekauft? Ist es nicht eine kranke Welt, in der die sicherste Methode Platten zu verkaufen der eigene Tod ist?
    Darf ich mal zynisch sein? Van Gogh wollte zu seinen Lebzeiten auch keiner kaufen.

    Aber in diesen Kreisen braucht man nur einmal straucheln und alle "Freunde" springen bei Seite als hätte man Lepra.
    Schade um eine große Künstlerin mit einer starken Stimme.


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