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WG-Psychologie: Muss sich das Baguette im Ofen spiegeln?

Illustration: Silja GötzAls einziger Student in seiner WG soll Thilo, 23, mehr putzen als die anderen, findet seine arbeitende Mitbewohnerin. Das Problem: Ihrem Sauberkeitsideal kann kein normaler Mensch genügen. Muss sich Thilo von der reinlichen WG-Genossin als "asozial" beschimpfen lassen?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...844004,00.html
  1. #1

    Schmutz messen?

    Die Frage die zu stellen ist, wie misst man den Schmutz. Wo ist der Schwellwert? Was nutzt ein Putzplan, wenn dieser starr ist. Keiner Tankt nach Plan alle zwei Tage 50 Liter, aber mance Leute putzen, ob schmutz oder nicht alle zwei Tage Tisch, Regal etc.
    Bestimmte Verschmutzungen, z.B. am Herd sieht man natürlich. Anders, wie Staub eher nicht so einfach. Weißer Lappen, definierte Stelle, 15cm über das regal wischen, anhand einer Grauskala entscheiden ob Putzen notwendig ist... das wäre dann so wie die Tankanzeige... man erkennt, wann es NÖTIG ist.
    Ob das allerdings paranoide Putzer beruhigt, oder ob man denen besser einen Gutschein für den Psychiater besorgt - wer weis. Krankhaftes Putzen jedenfalls ist bekannt und kann behandelt werden!
  2. #2

    Habe andere Meinung

    Aus eigener WG-Erfahrung kann ich sagen, dass es (geschlechtsspezifisch meistens weiblich) Frauen gibt, die bezüglich Hygiene und Sauberkeit zwangsneurotische Vorstellungen an anderen Personen ausleben wollen, an sich selbst die Maßstäbe aber ziemlich tief hängen. Dass die Frau den WG-Mitbewohner als "asoziales A*loch" hinstellt obwohl er in meinen Augen ziemlich besonnen und vernünftig handelt, hält Herr Büter wohl im Bereich des Normalen, ich würde dieser Dame sowas von husten. Ich kann mich dem ersten Foristen nur anschließen: Psychiater wäre hier angezeigter.
  3. #3

    Habe andere Meinung

    Aus eigener WG-Erfahrung kann ich sagen, dass es (geschlechtsspezifisch meistens weiblich) Frauen gibt, die bezüglich Hygiene und Sauberkeit zwangsneurotische Vorstellungen an anderen Personen ausleben wollen, an sich selbst die Maßstäbe aber ziemlich tief hängen. Dass die Frau den WG-Mitbewohner als "asoziales A*loch" hinstellt obwohl er in meinen Augen ziemlich besonnen und vernünftig handelt, hält Herr Büter wohl im Bereich des Normalen, ich würde dieser Dame sowas von husten. Ich kann mich dem ersten Foristen nur anschließen: Psychiater wäre hier angezeigter.
  4. #4

    Eine Putzfrau während des Studiums!
    Davon abgesehen nutzt eine Putzfrau herzlich wenig bei versifften Küchen, in denen sich das Geschirr von drei Tagen stapelt und Herd und Spüle vor Dreck starren.

    Diejenigen, die sich über "übertriebene Reinlichkeitsvorstellungen" der anderen WG-Mitbewohner beklagen, wie der junge Mann in dem Artikel, sind in der Regel die, für die die anderen mitputzen müssen, wollen sie nicht völlig im Dreck versinken.
    Und ja, ein solches Verhalten ist asozial, weil derjenige den anderen das zumutet, wozu er selbst keinen Bock hat.
  5. #5

    Zitat von anders_denker Beitrag anzeigen
    Die Frage die zu stellen ist, wie misst man den Schmutz. Wo ist der Schwellwert? Was nutzt ein Putzplan, wenn dieser starr ist. Keiner Tankt nach Plan alle zwei Tage 50 Liter, aber mance Leute putzen, ob schmutz oder nicht alle zwei Tage Tisch, Regal etc.
    Das ist relativ einfach. Indem man seinen Aufgaben nachkommt. D.h. beispielsweise, dass man, hat man den Küchendienst, täglich spült und Tisch und Arbeitsflächen abwischt.

    Die Haushaltspläne werden in der Regel deshalb eingeführt, weil drei von vier Leuten alles machen, während der vierte sich seelenruhig zurücklehnt und keinen Finger rührt.
  6. #6

    Als Psychologe würde ich meinen, dass die Frau Probleme mit sich herumschleppt und unterbewußt sich selber dafür verantwortlich macht, dass sie keiner haben will. Daher der Putzfimmel. Sie muß sich immerzu selber beweisen, dass sie ein guter Mensch ist.

    Die Agression gegen Dich, Thilo, 23, mehrere Jahre jünger als die Mitbewohner, ist wohl schlicht der Tatsache geschuldet, dass Sie sich von Dir angezogen fühlt und unbewußt nach Möglichkeiten sucht, mit Dir zusammenzusein.

    Zieh schnellstens aus. Dann kommt sie wohl dauernd vorbei um Dir die Post persönlich hinterherzutragen, aber wenn Du dann eine süße 20jährige findest, ebbt das ab.
  7. #7

    Steht ja nun nicht so da...

    Versiffte Kueche, sich stapelndes Geschirr, starrender Dreck? Das steht ja nun nicht so da. Kann sein, kann auch nicht sein, aber ist zunaechst mal einfach nur 'ne flotte Unterstellung.
    Und was ist an einer Putzfrau auszusetzen, auch "waehrend des Studiums"? Studiert ja nur einer von den 3en, zu dritt duerfte das finanziell kein Problem sein und wird doch zumindest helfen, ein "Versinken im Dreck" zu verhindern. Aus eigener langjaehriger WG-Erfahrung weiss ich, dass es eben nicht so "relativ einfach" ist, weil eben nicht jede/r es als notwendig betrachtet, jeden Tag zu spuelen.
  8. #8

    App statt Putzplan

    Nach 10 Jahren WG-Erfahrung kann ich sagen: Putzpläne funktionieren fast nie. Aus diesem Frust habe ich für unsere WG nun einen App geschrieben, mit der man Punkte fürs Putzen sammelt. Gibts für Android und iPhone auf http://just-clean.it ... für uns (4er-WG) funktioniert es super.
  9. #9

    Nennen Sie mich Sexist ...

    ... aber ich erkenne gewisse beim weiblichen Geschlecht häufig vertretene Konflikt(erzeugungs-)strategien. Bedingt durch ein mittlerweile durch ein PadES (Prinzessin auf der Erbse Syndrom). Gefüttert von "Girls genetically superior"-Sexismus, gesellschaftlichen Klischees und Trends in den Medien, kommt es (zum Glück nur) bei manchen Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts zu dieser Persönlichkeitsstörung. Kommt diese Störung noch mit einer Kindheit als Einzelkind zusammen kann es schlimm werden.

    Zieh mit einer Sportlerin zusammen oder mit anderen Frauen die viele Gelegenheiten hatten ihre persönliche Wirkung zu reflektieren ... soviel zu meiner umfangreichen WG-Erfahrung.
    Frauen die lang in der Jugendarbeit oder Ähnlichem sind deutlich entspannter, zugänglicher und pragmatischer.


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