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WG-Psychologe: "Studenten von heute sind verwöhnt"

Das Geschirr stapelt sich. Das Klo ist wieder nicht geputzt. Die Shampoo-Flasche steht am falschen Platz. Die Hölle sind immer die anderen, das gilt nirgendwo mehr als in der Wohngemeinschaft. Ludger Büter schlichtet den Krieg am Küchentisch - er ist Deutschlands erfahrenster WG-Psychologe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...809863,00.html
  1. #1

    Lächerlich

    WG-Psychologe... alles klar.

    Herr Büter spricht darüber, als ob es um eine Ehe ging. Dabei leben WG-Bewohner wahrscheinlich im Schnitt höchstens 2 Jahre miteinander, wenn überhaupt. Deutschland und seine Luxusprobleme halt.
    Btw, wer sich als Student einen Psychologen leisten kann, hat offensichtlich an anderer Stelle keine Probleme.
  2. #2

    Kurze Frage

    Was macht man denn, wenn die WG einem wichtiger geworden ist, als die eigene Familie? Und den Mitbewohnern auch? Und wenn man deshalb sogar seine Karriere anders plant und die Familien vernachlässigt?

    Nicht, dass wir das wirklich problematisch fänden, aber wer kann was soziologisch wertvolles zu diesem Gesellschaftsmodell sagen?
  3. #3

    Zitat von cor Beitrag anzeigen
    WG-Psychologe... alles klar.

    Herr Büter spricht darüber, als ob es um eine Ehe ging. Dabei leben WG-Bewohner wahrscheinlich im Schnitt höchstens 2 Jahre miteinander, wenn überhaupt. Deutschland und seine Luxusprobleme halt.
    Btw, wer sich als Student einen Psychologen leisten kann, hat offensichtlich an anderer Stelle keine Probleme.
    dem ist nichtsmehr hinzuzufügen
  4. #4

    Kuschel-WG

    Zitat von Andi Arbeit Beitrag anzeigen
    Was macht man denn, wenn die WG einem wichtiger geworden ist, als die eigene Familie? Und den Mitbewohnern auch? Und wenn man deshalb sogar seine Karriere anders plant und die Familien vernachlässigt?

    Nicht, dass wir das wirklich problematisch fänden, aber wer kann was soziologisch wertvolles zu diesem Gesellschaftsmodell sagen?
    Die Frage wäre vorab:

    Wie lange existiert die WG schon?

    Eine WG ist in meinen Augen sehr oft auch ein Familienersatz, gerade wenn man jung ist. Ich habe eigentlich mein ganzes Leben in WGs verbracht. Am Anfang die "Familien-WG", dann verschiedenen WGs mit Freunden zusammen, dann auch mal ein, zwei Jahre alleine, aber dann in einer neuen Stadt wieder in eine WG gezogen um schneller Anschluss zu finden.

    In der WG meine Lebensgefährtin kennengelernt, und jetzt die "Paar-WG" mit Katze.

    Wenn die WG besonders gut harmoniert hat, haben wir das "Kuschel-WG" genannt.

    Die Erfahrung zeigt aber, dass es in vielen WGs nur eine Phase zu Beginn der WG auftritt. Alles ist neu, neue Stadt, unbekannte Mitbewohner, neue Wohnsituation ...

    Natürlich möchte man sich besser kennenlernen, und schwupps sitzt man jeden Abend "auf einander". Es entsteht die Kuschel-WG. Das kann schon einige Monate so gehen.

    Einige WGs kriegen diesen "Zustand" auch nicht weg.

    Für mich ist eine WG weder nur das eine (Kuschel-WG) noch das andere (reine Zweck-WG). Es muss immer beides sein, man teilt sich die Miete und zum Stück die Lebenshaltungskosten und man muss sich natürlich respektieren können und sich gegenseitig ein Stück weit auch mögen.

    Man sollte nur seinen eigenen Freundeskreis - auch wenn die hunderte km weit weg wohnen - nicht vernachlässigen. WG-Freunde ziehen irgendwann weg, spätestens nach dem Studium, jede noch so super Kuschel-WG fällt irgendwann auseinander.

    Echte Freunde, alte Freunde und die Familie sollten meiner Meinung nicht vernachlässigt werden. Eine WG, so toll sie auch zu sein scheint, ist immer nur eine Momentaufnahme.

    Ich kenne auch ein paar Leute, die seit 10 oder 15 Jahren in einer Kommune leben, und selbst dort ändert sich ständig die Wohnsituation. Leute steigen aus, Leute kommen dazu ...
  5. #5

    Leisten?

    Zitat von cor Beitrag anzeigen
    WG-Psychologe... alles klar.

    Herr Büter spricht darüber, als ob es um eine Ehe ging. Dabei leben WG-Bewohner wahrscheinlich im Schnitt höchstens 2 Jahre miteinander, wenn überhaupt. Deutschland und seine Luxusprobleme halt.
    Btw, wer sich als Student einen Psychologen leisten kann, hat offensichtlich an anderer Stelle keine Probleme.
    Den Text haben sie nicht gelesen, oder? Der Satz "Wir beim Studentenwerk haben..." lässt darauf schließen, das es eine vom Studentenwerk eingerichtete Anlaufstelle ist, damit ist sie für Studenten i.d.R. kostenlos zu nutzen.
    Klar hört es sich nach "Luxusproblemen" an, ist aber leider ein weiteres Zeichen unserer Zeit welche Werte wir als Gesellschaft unseren Kindern vermitteln und welhce "Sozialkompetenzen" wir ihnen innerhalb der Familie beibringen. Konfliklösungsstrategien, Empathievermögen bleiben dabei immer mehr auf der Strecke.

    Das es dieser Beratungen bedarf, sollte uns eigentlich zu denken geben. Analog dazu benötigen immer mehr Schulen Sozialpädagogen und Psychologen um auf die "psychischen Entwicklungsstörungen" der Kinder und Jugendlichen zu reagieren. Vom Himmel gefallen sind diese alle nicht und aus Jux und Dollerei wird dafür auch kein Geld ausgegeben.
  6. #6

    Ist ja noch schlimmer!

    Zitat von Zaphod63 Beitrag anzeigen
    Den Text haben sie nicht gelesen, oder? Der Satz "Wir beim Studentenwerk haben..." lässt darauf schließen, das es eine vom Studentenwerk eingerichtete Anlaufstelle ist, damit ist sie für Studenten i.d.R. kostenlos zu nutzen....
    Das bedeutet ja nicht, dass es automatisch gratis ist. Es kann z.B. auch nur bezuschusst werden. Wenn es tatsächlich gratis ist, ist es ja noch schlimmer. Denn jetzt dürfen Sie 3 mal raten, wer das Studentenwerk letztendlich bezahlt!

    Tut mir leid, auch der Rest Ihres Kommentars hat mich nicht überzeugt. Ich bleibe dabei: Das ist ein Luxusproblem.
  7. #7

    Alles klar!

    "Bizarres: unermüdliche Diskussionszirkel und Aufrufe zur Solidarität mit revolutionären Zellen in Nicaragua und Honduras."


    So weit sind wir schon, dass über den Tellerrand Schauen "bizzar" ist...
  8. #8

    Zu einfach!

    Ich finde mit der Aussage, dass die jungen Erwachsenen von heute zu verwöhnt seien, macht es sich Herr Büter zu einfach!

    Ich glaube, der gravierende Unterschied zu früher ist, dass sich heute auch diejenigen "nur" ein WG-Zimmer leisten könnnen, die eigentlich gar nicht in WGs oder im Studentenwohnheim wohnen wollen.
    Doch was will man als Student denn machen, wenn man in Städten wie Stuttgart, München oder Hamburg eine Bleibe finden muss - man nimmt, was man kriegen kann, denn der Wohnraum ist ist knapp und teuer (nicht nur in den o.g. Städten, die meisten Unistädte kämpfen mit diesem Problem)!
    So entstehen dann die allseits unbeliebten Zweck-WGs, in denen der Stress dann vorprogrammiert ist.
    Deshalb würde ich eher sagen, dass man früher vielleicht bewusster in eine WG gezogen ist als heute, nicht so sehr dazu gezwungen war und sich so auch eher die richtigen Mitbewohner dafür raussuchen konnte.

    Wer einen Mitbewohner oder eine WG finden will, die zu ihm passt, sollte sich mal das Projekt WGcast anschauen. Da haben sich zwei Heidelberger Studenten echt mal etwas sinnvolles einfallen lassen...
  9. #9

    nicht Sie

    Die Studenten mit ihren 500 Euro Beitraegen pro Semester

    Zitat von cor Beitrag anzeigen
    Das bedeutet ja nicht, dass es automatisch gratis ist. Es kann z.B. auch nur bezuschusst werden. Wenn es tatsächlich gratis ist, ist es ja noch schlimmer. Denn jetzt dürfen Sie 3 mal raten, wer das Studentenwerk letztendlich bezahlt!

    Tut mir leid, auch der Rest Ihres Kommentars hat mich nicht überzeugt. Ich bleibe dabei: Das ist ein Luxusproblem.








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