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WG-Psychologe: "Studenten von heute sind verwöhnt"

Das Geschirr stapelt sich. Das Klo ist wieder nicht geputzt. Die Shampoo-Flasche steht am falschen Platz. Die Hölle sind immer die anderen, das gilt nirgendwo mehr als in der Wohngemeinschaft. Ludger Büter schlichtet den Krieg am Küchentisch - er ist Deutschlands erfahrenster WG-Psychologe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...809863,00.html
  1. #30

    Zitat von Gaiwa Beitrag anzeigen
    - Der Krieg um Artikel im Kühlschrank und Bad. In jeder WG, selbst mit Leuten die man eigentlich kennt verschwinden permanent Dinge... spätestens ab 2 Mitbewohner, wars dann immer jeweils der andere.
    Verschwundene Dinge? Ist bei mir nicht vorgekommen. Ich verstehe, worauf Sie z.T. hinauswollen: Wer kauft Klopapier, Putzmittel, Waschmittel etc. pp.
    Aber sogar das lief in meiner WG glatt. Zwei Monate haben wir das mit gemeinsamer Kasse versucht. Danach war das Geld in der gemeinsamen Kasse alle und wer grad meinte man bräuchte Nachschub hat halt gekauft. Obwohl wir nicht auf Rosen gebettet waren, das Geld war uns egal genug (leider ist sowas sehr selten).
    Dafür hat man dann halt mal Milch, Mehl, Kartoffeln verschenkt. Bis auf meinen Stromspartick (Licht aus!) gab's eigentlich nie Probleme.
  2. #31

    ###

    "Disziplin, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme. Wie in einer Partnerschaft kann ich nicht einfach nur machen, was mir gefällt."

    Man könnte ja sagen, daß es reichen würde, erwachsen zu werden. Aber sind die meisten Erwachsenen, was Rücksichtnahme angeht, denn wirklich erwachsen? Da kann man von den volljährigen Kindern (und um solche handelt es sich auch bei Studenten in der Regel) auch nicht mehr erwarten.
  3. #32

    Gute alte Zeit

    30 Teller im Schrank, wo nur 20 rein passen, der eingeschweisste Kuchen liegt schon ein Jahr im Schrank, die Reste der kaputten Bierflasche liegen schon eine Woche auf dem Boden, der Schreibtisch ist als solches nur an den Füssen zu erkennen... usw. war damals ne lustige Zeit
  4. #33

    WG-Psychologe....

    Verrückter geht's wohl kaum noch. Ah ja, doch: diejenigen, die ihm für seine "Beratung" bezahlen.
  5. #34

    Zitat von Gaiwa Beitrag anzeigen
    - Der Krieg um Artikel im Kühlschrank und Bad. In jeder WG, selbst mit Leuten die man eigentlich kennt verschwinden permanent Dinge... spätestens ab 2 Mitbewohner, wars dann immer jeweils der andere.
    Kann ich nicht nachvollziehen. Habe selbst zwar nur 10 Monate in WGs gelebt, aber immerhin in drei verschiedenen (jeweils zu zweit). In der ganzen Zeit gab es keinen einzigen Streit um's Bad und aus dem Kühlschrank ist auch nichts verschwunden.

    Zu der Bemerkung, man solle den Mietvertrag des Hauptmieters checken: wobei soll das genau helfen? Entweder das WG-Zimmer passt und die Miete stimmt, dann ist es mir wurscht, wenn der Hauptmieter ggf. etwas weniger zahlt als ich selbst. Oder die Miete ist zu teuer und dann ziehe ich da halt nicht ein.
  6. #35

    Das passt hier ja wunderbar ...

    Krippen gab es zu der Zeit, als unseren heutigen Studenten diese besuchen konnten (also vor min 16-17 Jahren), im Prinzip nur im Osten. Und da der Ossi (ich habe keine Zahlen, daher schätze ich mal) deutlich weniger als 20%, eher zwischen 10%-15%, der Studenten ausmacht, muss er schon enormen Einfluss nehmen in den WGs und die "Nichtbekrippten" Wessi-Kinder ganz schön negativ beeinflussen. Aber Krippen-Bashing passt ja überall ...!

    Glückwunsch zum Beitrag.

    Meine Meinung ist eher die, dass die Gesellschaft zunehmend individueller geworden ist (jeder macht einfach das was er für richtig hält, das schreibe ich ohne Wertung). Das macht es zunehmend schwieriger, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Auf der anderen Seite die Überbetonung von Freunden etc. (vielleicht auch wg. Vernachlässigung der familiären Bindungen. Und evtl. der wirtschaftlich Zwang zusammenzuwohnen obwohl man garnicht will oder kann.

    Der erste Punkt bringt Konflikte, der zweite schafft erhöhte Erwartungen/Anforderung an die WG und der letzte bringt eben Leute in WGs die emotional und sozial einfach nicht dorthin passen.

    Aber alles nur meine Meinung.

    Ich hatte bis Mitte 2006 engen Kontakt in 3 5-6er WGs. Eine mit einem Asiaten, der Rest versch. Richtungen, manche schon berufstätig und fast alle Krippen-verseuchte Ossis. Dort gab es bis auf eine paar organisatorische Dinge nichts was den Einsatz eines Seelenklempner erfordert hätte.

    Alles nur meine Meinungen und Erfahrungsbeispiele.

    Viele Grüße

    Zitat von DoroBöhm Beitrag anzeigen
    Studenten, mehr verwöhnt als früher? Seltsam, wo die doch heutzutage viel früher und länger in professioneller Gruppenbetreuung waren. Das Familienministerium sagt uns doch immer, Krippe mache sozial und klug. Offenbar ist man dort zum Scherzen aufgelegt, und ungefähr so spaßig, wie die Rating-Agenturen, die nach der US-Bankenkrise 2008 sagten, man dürfe sie halt nicht ernst nehmen, sie gäben doch nur mal so ihre (unmaßgebliche) Meinung zum Besten.
  7. #36

    WG-Herausforderungen

    Zitat von Gaiwa Beitrag anzeigen
    ... Die Regel ist, dass man eine Unterkunft braucht, bei 20 WGs "vorsprechen geht" und man nimmt was man kriegen kann.
    Da sollte doch eine passende dabei sein.
    Ich hatte mich "Bewerbungsgesprächen" unterzogen und es hat geklappt (´77-´80).
    .... Ich vermisse in dem Artikel vollkommen die sachlichen Probleme, und nicht nur das Zwischenmenschliche:
    - Wie bezahlt man die Stromrechnung, Gas, Wassrechnung? Klingt banal, aber "durch 3 teilen" läuft nicht, wenn eine Stromnachzahlung von 1500€ kommt und einer nen Kühlschrank am Zimmer hat, oder ein Klimagerät ;o
    Verzeihung, aber das kann man ausrechnen:
    1. Kosten auf Anteil der Zimmerfläche umlegen.
    2. Alle E-Geräte haben eine Angabe über Nennleistungsaufnahme,
    hier kann man den Extraverbrauch abschätzen und dem Nutzer auferlegen!

    - In wie fern ist es okay, wenn jemand seine Partner mit in die WG bringt. Manche empfinden das als "normal", andererseits gehts nicht, wenn die Freundin dann dort auch mitbewohnt und die Ressourcen verwendet, bei normalen Freunden genauso.
    Hat es bei uns auch gegeben.
    Während die Hauptmieterin ihren Freund jedes Wochenende selbstverständlich als Dauergast empfing, mussten wir Nebenmieter um die Gunst gelegentlicher Besuche ringen.
    Ich habe aber die Diskussionen darüber zu entschärfen versucht, in dem ich Spaghetti und meinen Spezial-Tsatsiki satt (Knollen statt Zehen, war damals sehr beliebt) für alle spendierte.

    - Der Krieg um Artikel im Kühlschrank und Bad. In jeder WG, selbst mit Leuten die man eigentlich kennt verschwinden permanent Dinge... spätestens ab 2 Mitbewohner, wars dann immer jeweils der andere.
    Auch das kenne ich, aber so martialisch ist es nicht!
    Die Frage ist: Kam das dauerhaft vor? War es immer die gleiche Person?
    Ich selbst war/bin kein talentierter Hauswirtschafter und vergaß mal das eine oder andere. Aber ich zeigte mich gegen Kritik einsichtig und besorgte gelegentlich alle fehlenden Ressourcen, auch wenn ich keine Verbrauchsstrichliste über Klopapierstreifen geführt habe.
    Auch als eskalationsschlichtender Gesprächspartner konnte ich mich etablieren, und es gabe eine Zeit, wo ein gegenseitiger Gute-Nacht-Gruß mit optionaler Umarmung/Kuß Standard war.
    ...
    Zwischenmenschlich ist wohl das Hauptproblem (wenn man mit Leuten zusammen wohnt die man auch kennt):
    Viele Leute glauben, nur weil man mit anderen gut befreundet ist, auf Parties und in de Uni klar kommt, wär man auch wohn-kompatibel.
    Kann ich ich nicht nachvollziehen: Warum sollte jemand in der Wohnung anders sein als in der Uni oder auf der Party?
    Der gesunde Menschenverstand eines 20+ sollte den Schnorrer, Choleriker etc. entlarven können...

    tom
  8. #37

    Experte Nullherr

    Zitat von geschüttelt,nicht_gerührt Beitrag anzeigen
    dem ist nichtsmehr hinzuzufügen
    Der Mann arbeitet für das Kölner Studierendenwerk, aber das hätte man nach ner kurzen Googlerunde auch rausfinden können
  9. #38

    ist nicht wirklich was neues

    Die psycholigische Anlaufstelle an einer Hochschule ist ja eine uralte institution, nur, dass sich dieser Herr auf eben WG-Mitglieder konzentriert. Find ich okay, kann manche kleine Spannungen lösen und das Zusammenleben erträglicher machen. Ist sicherlich auch subventioniert, viele Sitzungen werden bestimmt nicht zu günstigen Konditionen angeboten, nach 3 oder 4 sitzungen is da.n auch mal Schluss und man wird an einen anderen Psychologen weitergeleitet.

    Natürlich kann jemand in der Uni anders sein als daheim. Ich sehe es nicht unbedingt jemanden an, ob er/sie sehr unordentlich ist, unpünktlich oder gar nicht miete zahlt, viel Energie verbraucht, sehr lange das Bad blockiert, Putzpläne einhält, laute Musik hört etc pp. Oder auch das Gegenteil, dass jemand doch ordentlich und rücksichtsvoll ist und doch mehr Gemeinsamkeiten herrschen als gedacht.

    Bin selbst damit 2mal auf die schnauze gefallen. Nie wieder in eine NICHT-Zweck-WG, will mich nicht dumm anmachen lassen, warum ich öfters mal eigene Wege gehe und nun nicht zum 3.Mal die Woche nen geselligen Abend machen will, wenn ich lernen muss oder zum Sport will oder anderweitig verabredet bin.
  10. #39

    Wenn Mama und Papa nicht da sind....

    Wenn es auf der Suche nach einer WG geht, sind sie alle tüchtig. (hier auch ein Tipp von mir auf http://muenchen-sehen.com/2012/10/20/studenten-wg-gesucht-empfehlenswerte-tipps-bei-der-suche-nach-der-passenden-unterkunft/). Aber kommt es dann zum Zusammenleben, ist die Bude verdreckt...sowohl bei Männlein als auch bei Weiblein. Viele vergessen wohl, dass der Vermieter sie jederzeit rausschmeißen kann.








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