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WG-Casting: Und täglich fehlt das Klopapier

Weiblich, ledig, jung - gesucht! Zum Start des neuen Semesters vergeben drei Osnabrücker Studentinnen das freie Zimmer in ihrer Mädchen-WG. Per Casting fahnden sie nach einer sympathisch-forschen Mitbewohnerin. Der Siegerin winken: 16 Quadratmeter, Küche, sehr kleines Bad.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...787813,00.html
  1. #20

    ??

    Mich wundert es, dass die meisten von euch anscheinend mit jeder x-beliebigen Person zusammen ziehen würden. Ihr scheint alle seht tolerant zu sein! Meiner Meinung nach ist es völlig normal, dass man Leute, die sich auf ein WG-Zimmer berwerben, zunächst einmal kennen lernen will. Man sollte ja zumindest eine ähnliche Vorstellung von Sauberkeit und bestenfalls auch einige Gemeinsamkeiten haben, wenn man die nächsten 2-3Jahre zusammen wohnt. Gerade Studienanfängern haben oft noch keine Erfahrung damit selbstständig zu waschen, putzen, kochen etc.. Außerdem sind diese "castings" ja nicht nur für die Leute interessant, die einen neuen Mitbewohner suchen, sondern auch die Person die einzieht, will die Wohnung und die Menschen ja zunächst kennen lernen.
    Daher versteh ich echt nicht, was ihr so schlimm daran findet!
  2. #21

    titel

    Zitat von betawa Beitrag anzeigen
    die jungen Leute sind inzwischen schon so vom Medienmüll der Privatsender im Hirn verpestet dass sie solche komischen Methoden gar nicht mehr hinterfragen und als vollkommen normal empfinden.
    bewerbercastings für wgs gibt es schon seit mehr als 50 jahren - was dieser bescheidene kommentar nun hierzu beitragen soll wird wohl für immer ihr gehemeinis bleiben.
  3. #22

    WG ist ne Frage der Kinderstube

    Menschen, die sinnvoll sozialisiert sind, können in beliebiger Kombination erfolgreich eine WG betreiben.
    Im Prinzip gilt es beim Suchen des Neubewohners, zwischen harten und weichen Kriterien zu unterschieden.

    Ganz wichtig sind besodnere Gwohnheiten, die anderen auf den Kekes gehen können:
    Konfliktpotentiale:
    - Zuverlässigkeit der Zusage, Erfüllen von Formalien, Solvenz und Zahlbereitschaft, Kautionsbeteiligung
    - Lastenverteilung gemeinsamer Aufgaben. Werden die gemeinsamen Bereiche als defizitär angesehen?
    - Nutzungsgewohnheiten: Bieten gemeinsame Bereiche genug Platz für die Bewohner? Was passiert, wenn die einen ständig Besuch haben, die anderen nie?

    - Grundsätzliche Regeln und "Antrag auf Regelüberschreitung" in besonderen Fällen? Man drückt gern Augen zu, andere nutzen das oft unbewusst aus, irgendwann nervt es nur noch
    - Küchengewohnheiten, Badnutzungsgewohnheiten: Jeder muss offen sagen können was er da vorhat. Wer ständig Tintenfische und stinkende Ravioli kochen will, soll das vorher sagen. Wer täglich 2 Stunden in der Wanne hocken will, auch.

    - Was ist mit Freunden usw.?

    Fazit:

    Als erstes mal eine klare Prio-Liste, denn schon aus ganz gewöhnlichen Inkompatibilitäten im Alltagsanspruch lässt sich gut vorermitteln was passt und was nicht.

    Das sieht man auch nicht jedem oder jededr gleich an.

    Die tollsten Mädels haben oft die schrecklichsten Freundinnen.
  4. #23

    Fremdschämen angesagt...

    "Das ist jetzt echt too much!" :lol:
  5. #24

    Öh was?

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    stinkende Ravioli
    _Das_ möchte ich nun doch näher erklärt haben... O.O
  6. #25

    Wäre ich bei diesem Casting aufgelaufen...

    ...wäre ich rückwärts wieder rausgetaumelt.
    Sowas unsympathisches. Da ist die letzte Mitbewohnerin ja so wahnsinnig kindisch, weil sie nicht weiß, wie man eine Mango schält. Ohne mich groß aus dem Fenster zu lehnen behauptete ich: 90% aller erwachsenen Deutschen wissen nicht, wie man eine Mango ordentlich entkernt und schneidet (das ist nämlich gar nicht sooo offensichtlich). Wenn mir jemand bei dieser harmlosen Frage eine pampige Antwort geben würde, würde ich wahrscheinlich auch aus Trotz die Anlage morgens voll aufdrehen und mich schleunigst aus dem Staub machen.
    Und die weiteren Kriterien, als gäbe es nichts wichtigeres... Wenn jemand ähnliche Interessen und Ansichten hat, so dass ich mich gut mit ihm unterhalten kann, ist es mir doch egal, ob derjenige forsch oder schüchtern ist!
    Ich war im Sommer zum ersten Mal auf WG-Suche und mir war von vorneherein klar: Eine reine Mädchen-WG kommt nicht in Frage. Artikel wie dieser erinnern mich wieder daran warum (ich hatte eine gemischte WG angepeilt, letztendlich bin ich als einzige Frau bei zwei Typen gelandet).
  7. #26

    Klopaper. Ha. Ha.

    Hallo Spon, wie durcher geht's noch.
    Der Wortgebrauch von WG in einem Atemzug mit Studenten-Butze, Klopapier und Kehraus. Das ist ja mal ein ganz tiefer Griff in die Kreativkiste.
    Zur Info: In Hamburg hat sich ein ganzes Familienbild im Stadtkern mittlerweile zu Wohngemeinschaften gewandelt. Wir haben z.B. 220qm und angesichts des Mietpreises von 2.500 Euro Warm/Monat wohnen wir als WG. Genauso wie mittlerweile 60% unserer Nachbarschaft, wobei Bewohner mit 40 oder 50 Jahren auch keine Seltenheit sind.

    Das wär mal ein Thema. Gelddruckmaschine Vermieter, am besten noch mit Transferzulage.
    Können Spiegel-Redakteure mit Reihenhaus-Optik das noch nachvollziehen? Diese ewige Studenten-Klopapier-WG Masche ist 2011 genauso abgefeiert und sexy, wie Wackeldackel neben Klopapierrollen auf der Hutablage.
    Macht mal wieder Inhalte statt RTL.
  8. #27

    ?

    Zitat von xtraa Beitrag anzeigen
    Hallo Spon, wie durcher geht's noch.
    Der Wortgebrauch von WG in einem Atemzug mit Studenten-Butze, Klopapier und Kehraus. Das ist ja mal ein ganz tiefer Griff in die Kreativkiste.
    Zur Info: In Hamburg hat ......
    Was haben Sie gegen Wackeldackel? Ich habe nur deshalb keinen auf der Hutablage, weil der mir jedes Mal runterplumpsen würde, wenn ich die Heckklappe öffne. Würde ich dieser WG angehören, wäre mein Vorschlag für die Auswahl: Stellt einen Wackeldackel in erreichbarer Nähe der Probanden auf und wartet, was passiert. Stupst der künftige Mitwohnenwollende ihn sanft an, nehmt ihn/sie. Wer Wackeldackel mag, kann kein schlechter Mensch sein.
  9. #28

    Wieso DSDS?

    Ich verstehe es auch nicht, dass manche hier ungläubig den Kopf schütteln und sich über das Verfahren aufregen. Wir haben uns die Mitbewohnerin auch in dieser Art gesucht. Wir hatten über 40 Leute, die sich beworben haben und am Ende haben wir die 3 oder 4 Kandidaten nochmal zu uns eingeladen, gekocht und einfach mal den Abend miteinander verbracht. Da merkt man dann schon, wer in die WG passt und wer nicht. Uns war es wichtig, dass wir jemanden finden, dem wir nicht 1-2 Mal pro Woche auf dem Flur begegnen und kurz "Hallo" murmeln, sondern der mit uns (oder mit dem wir) regelmäßig etwas unternehmen, sei es Kochen, Filme, Spieleabend...
    Und wieso denken sofort alle an DSDS? Wenn man sich um eine Stelle bewirbt ist es eigentlich die Regel, dass man mindestens 2 Mal eingeladen wird. Da könnte man ja auch sagen, Mensch, er/sie hat doch die Zeugnisse geschickt, alles passt, nehmen wir... Hallo???
  10. #29

    ...

    Zitat von dukezonk Beitrag anzeigen
    Wie stellt ihr euch denn eine Mitbewohnersuche vor? (*schweigen*)
    Wieso unterstellen Sie den anderen, dass sie nicht wissen, wie sie sich die Mitbewohnersuche vorstellen? Ich stelle es mir so vor, dass man sich - genau so wie Sie es beschreiben - hinsetzt und miteinander redet. Die älteste und effektivste Form, sein Gegenüber kennen zu lernen. Genau so habe ich meine ersten beiden WGs Mitte Neunziger kennen gelernt. Wir haben sogar noch ein Bierchen dabei getrunken.
    Zitat von dukezonk Beitrag anzeigen
    der Begriff "Casting" ist einfach nur lausig. Das impliziert ja, dass man die Leute irgendwelchen Käse machen lässt, einen "Recall" organisiert, Leute kritisiert und andere wiederum belohnt.
    Aber der Begriff "Casting" ist das einzige, was hinhaut. Es ist heutzutage oft tatsächlich ein reiner Wettbewerb, mit Nummern, die die in Schlange stehenden Bewerber erhalten, infantilen Spielen und Punkten, die von der Jury vergeben werden. Und JA, danach wird ein echter "Recall" veranstaltet.

    Zitat von dukezonk Beitrag anzeigen
    Sowas findet nicht statt, man hat höchstens ein "Blind Date". Ob man sich dann wiedersieht, das merken beide schon im Gespräch.
    Oho, und WIE so etwas stattfindet. Ich habe es selber erlebt. Allerdings gebe ich zu, dass es sich bei den entsprechenden Wohnungen um allerbeste Lage handelte und die Bewerberzahl tatsächlich recht hoch war.


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