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Wetterbeobachter am Flughafen: Einsam an der Landebahn

Alle 30 Minuten schauen Anke Eckert und Bodo Feyh am Frankfurter Flughafen in den Himmel.*Sie sind zwei von 250 Wetterbeobachtern in Deutschland. Warum es sie noch braucht?*"Die Maschinen machen noch zu viele Fehler."

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...806917,00.html
  1. #40

    Zitat von Vox libertatis Beitrag anzeigen
    …Nichts spricht gegen von den Flughäfen angestellte Wetterbeobachter.
    Doch, die ICAO schreibt eindeutig vor, dass die Beobachtung und Beratung im Flugverkehr nur von einem zertifizierten Wetterdienst gemacht werden darf. Und das ist in diesem Fall der DWD.
    Übrigens sind es weltweit meist die staatlichen oder militärischen (auch staatlich) Wetterdienste.

    Auch aus ökologischen Gründen sollten die Kosten für Wetterbeobachter von den Flughäfen und letzlich den Passagieren getragen werden und nicht durch hintenrum-durch-die-Brust-ins-Auge-Konstruktionen. Führen privat angestellte Beobachter zu höheren Preisen (was ich vermute, sonst hätten grosse Fluggesellschaften schon etwas unternommen), dann wird durch die jetzige Lösung der Flugverkehr subventioniert, was bedenklich ist.
    Der DWD nimmt ca. 44 Millionen aus Leistungen für die Luftfahrt ein. ;)

    Für problematisch halte ich §5 des DWD-Gesetzes. Danach erbringt der DWD erbringt seine Leistungen prinzipiell „privatrechtlich“, was zeigt, dass diese Leistungen privat erbracht werden können. Das nenne ich doch mal echten Wettbewerb, wenn ein Anbieter hochsubventioniert ist, die anderen jedoch nicht.
    Schau erst mal nach was „privatrechtlich“ bedeutet. Das hat was mit Recht zu tun und nicht wie die Leistungen erbracht werden.
    Privatrecht

    Verbeamtung ist nun wirklich ein denkbar ungeeigntes Mittel, einfache Tätigkeiten vor als zu tief empfundenen Löhnen zu schützen. Sonst müssten Kassiererinnen, Bauarbeiter etc. alle verbeamtet werden. Die alte Postbürokratie mit ihren hohen Preisen, unflexiblen Angeboten und Draussen-nur-Kännchen-Gesichtern vermisse ich kein bisschen.
    Funny. :)
    Du hast ein, deiner Meinung nach erfolgreiches, Beispiel der Privatisierung angebracht.
    Ich habe dir nur gezeigt, dass die privaten Zusteller von ihren Firmen ausgebeutet werden und die meisten sich noch vom Staat unterstützen lasen müssen um leben zu können. Da lobe ich mir meinen freundlichen Postboten, bei dem ich sicher bin, dass meine Post sicher ankommt.


    Und bei allen Behörden und Beamten gilt, es sind auch nur Menschen und wenn man sie freundlich behandelt sind sie auch freundlich zu dir. Kleines Bsp., als ich mich die BW einzog hat das Einwohnermeldeamt Hamburg Hamm meinen kompletten Papierkram erledigt! Freiwillig! Bisher habe ich in jeder Behörde freundliche Menschen getroffen, einfach weil ich auch freundlich zu ihnen war!

    ... Deshalb eine letzte Frage: Warum sollte ein offensichtlich gesunder und vernunftbegabter Mensch sein berufliches Dasein in Offenbach am Main fristen?
    Verstehe die Frage nicht. Warum sollte ich nicht in OF/Main arbeiten wollen, abgesehen davon dass ich nicht dort arbeite?
    Ich bekomme das Gefühl, dass du keine Ahnung vom DWD hast.
    Der DWD hat übrigens eine Homepage auf der man alle Informationen bekommt. Da findest du auch die Standorte des DWD.
  2. #41

    Vermischt der DWD hoheitliche und privatwirtschaftliche Tätigkeiten?

    Zitat von macallan77 Beitrag anzeigen
    Doch, die ICAO schreibt eindeutig vor, dass die Beobachtung und Beratung im Flugverkehr nur von einem zertifizierten Wetterdienst gemacht werden darf. Und das ist in diesem Fall der DWD.
    Die ICAO-Vorgaben schliessen aber keinesfalls aus, dass dies von privaten Unternehmen erbracht werden kann (korrigiere mich, wenn das falsch ist). Diese könnten zertifiziert werden (gerne auch vom DWD), so wie private Labors zertifiziert werden. Diese privat betriebenen und zertifizierten Unternehmen könnten dann den Flughafengesellschaften, aber auch Landwirten, Radiostationen etc. ihre Leistungen anbieten. (PS Wer zertifiziert eigentlich den DWD – er sich selbst???). Deswegen bleibe ich dabei: Nichts spricht gegen, alles für private Wetterbeobachter.

    Mein Verdacht ist zudem, dass die zuständige Aufsichtsbehörde (das BM für Verkehr, wenn ich recht informiert bin) noch nicht ganz realisiert hat, dass das Personal einer nachgeordneten Behörde noch immer nicht wieder auf Vor-Wendezeiten reduziert ist.


    Zitat von macallan77 Beitrag anzeigen
    Übrigens sind es weltweit meist die staatlichen oder militärischen (auch staatlich) Wetterdienste.
    Vor dreissig Jahren waren weltweit auch die meisten Postbetriebe in Staatsbesitz – das kann sich also ändern.

    Zitat von macallan77 Beitrag anzeigen
    Da lobe ich mir meinen freundlichen Postboten, ...
    Meine privaten Postzusteller sind auch sehr nett. Und private Wetterbeobachter wären so was von nett, das glaubst Du gar nicht.

    Zitat von macallan77 Beitrag anzeigen
    Der DWD nimmt ca. 44 Millionen aus Leistungen für die Luftfahrt ein. ;) .
    Genau hier liegt doch der Hase im Pfeffer. Warum trennt der DWD nicht einkommensorientierte und regulative oder hoheitliche Aktivitäten? Die Bundesbank vergibt doch auch keine privaten Kredite.

    Ich habe kein Problem zuzugeben, dass Du vermutlich über Metereologie und DWD-Interna sehr viel mehr weisst als ich. Meine Vermutung bezüglich des DWD ist allerdings, dass hier eine Institution hoheitliche (wenige) und privat erbringbare (viele) Leistungen vermischt und dadurch reichlich aufgebläht ist. Wieso werden in Deutschland von der Allgemeinheit für eine Organisation (noch) 2400 Planstellen finanziert, während es in Neuseeland gut 200 Angestellte tun?


    Zitat von macallan77 Beitrag anzeigen
    Verstehe die Frage nicht. Warum sollte ich nicht in OF/Main arbeiten wollen?
    Schau Dir mal Offenbach an, dann verstehst Du meine Frage. Das hässliche Haus, das Herr Wulff mit seinem Billigkredit erworben hat, ist nichts dagegen.
  3. #42

    Fakten

    Zitat von Vox libertatis Beitrag anzeigen
    ...
    Meine Vermutung bezüglich des DWD ist allerdings, dass hier eine Institution hoheitliche (wenige) und privat erbringbare (viele) Leistungen vermischt und dadurch reichlich aufgebläht ist.
    ...
    Welche hoheitlichen Leistungen und welche "privaten" Leistungen meinen Sie denn konkret? Wenn Sie eine solche Vermutung haben, können Sie uns sicher eine Auflistung geben.
    Diese können Sie auch quantifizieren, sonst kämen Sie nicht zu dieser Vermutung. Können Sie uns diese Gewichtung nach Ihrer Meinung mitteilen?

    Es ist dann leicht diese Vermutung den Fakten gegenüberzustellen.

    PS: Bitte das ganze Spektrum betrachten: Luft- und Seefahrt (inkl. Küstenschutz und Off-Shore), Behörden, Katastrophenschutz, Landwirtschaft usw.
  4. #43

    Danke!

    Da kennt jemand D.Nuhr und seinen Spruch:
    Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten - YouTube

    Schön! Danke!
  5. #44

    Korrektur

    Nach meinem Kenntnisstand waren es im DWD im Jahr 1990 ca. 2000 Mitarbeiter und im MD ca. 1500. Also in der Summe 3500. Heute nach 22 Jahren sind es 2400. Der Automation mit viel Personaleinsparung stehen aber auch viele neue zusätzliche Aufgaben gegenüber.
  6. #45

    Privatisieren?

    Ja klar, die Gewinne privatisieren und den Rest der (staatlichen) Gemeinschaft überlassen.

    Gibt es überhaupt ein (vergleichbares) Land, wo der Wetterdienst privatisiert wurde. Ich kenne keines.

    Und selbst die kleinen privaten Wetterfirmen nutzen in irgendeiner Form Messwerte oder Produkte (Computermodelle, Karten, etc.) der staatlichen Wetterdienste.
  7. #46

    genauso überfüssig ?

    Die Privatisierung z. B. der Flugsicherung am Bodensee hat nachweislich zwei Flugzeuge und 150 Tote gebracht plus einen Arbeiter der sogenannten Flugsicherung in der Schweiz








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