Eine gleich hohe kriminelle Energie wie im Privatleben hat Herr Zumwinkel eben auch am Arbeitsplatz gehabt. Allerdings haben die Konkurrenten ihre Mitarbeiter eher mies behandelt.
Wettbewerb im Postwesen blieb bislang ein frommer Wunsch - die Post besitzt weiterhin ein Quasi-Monopol und verteidigt ihre Vormachtstellung mit rüden Methoden. Diesen Zustand will die Bundesnetzagentur nach SPIEGEL-Informationen jetzt ändern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...741041,00.html
Eine gleich hohe kriminelle Energie wie im Privatleben hat Herr Zumwinkel eben auch am Arbeitsplatz gehabt. Allerdings haben die Konkurrenten ihre Mitarbeiter eher mies behandelt.
Der gesunde Menschenverstand sagt, dass es nicht okay ist, für eine Leistung Entgelt zu verlangen, die man nicht erbringen kann. Wenn TNT Post für Bereiche entgegennimmt, in denen man kein Netz hat, ...
Ich warte immer noch darauf, dass mich UPS und DPD überhaupt finden (meine Adresse steht nicht in Standard-Navis), DHL kanns. Aber ich würde nicht hieraus schließen, dass UPS schlechter ist. Meine persönlichen Erfahrungen auf 82 Mio Deutsche zu extrapolieren, erscheint mir dann doch vermessen.
In den jungen Jahren unserer Republik gab es mal einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber, dass Unternehmen über ihre Produkte miteinander konkurrieren. Für diesen Wettbewerb bin ich uneingeschränkt.
Ich wende mich aber gegen einen "Leistungswettbewerb", der nur darin besteht, noch einen Dreh zu finden, um seine Leute noch schlechter zu bezahlen (UPS hatte mal die Paketausfahrer in die Scheinselbständigkeit gedrängt, ...)
Aus der "guten alten Zeit", als sie noch Staatsbetrieb war, schleppt die Post noch einigen Ballast an Ineffizienz mit - Beamte, Postbeamtenkrankenkasse, überbordende Versorgungsansprüche usw. die ihr heute einen Kostennachteil bescheren. Auch dieser muss angemessen berücksichtigt werden.
Sollte die Post im "wirklichen Wettbewerb" jaulend zu Grunde gehen, wäre das aus meiner Sicht okay. Aber was ist denn wirklich, wenn die Einen Leiharbeiter einstellen dürfen und den anderen Entlassungen politisch verboten sind?
Zumindest gehen die damit ehrlich um. Gehen Sie mal zur Post und fragen nach nicht ausgelieferten, verlorenen Briefen, nach Ersatz für zerquetschte Päckchen oder für 20 % Verlust bei Infopostzusendungen. Da kriegen Sie aber auch mal den geballten gesunden Menschenverstand der Post zu spüren.
Nanu , haben Sie Grund sich zu verstecken ? Nein ... Scherz!! Wo ich schon dabei bin gleich mal scherzhaft weiter. Warum findet Sie DHL? Weil sie selber entweder DHL Mitarbeiter sind oder DHL sich halt Zeit nimmt, weil die Zustellung ja durchaus ewig dauern darf. DHL, da ist der Name Programm. D auert H alt L änger
Bravo .. ich beginne ihnen zu folgen ...
Na klar muss das berücksichtigt werden, genau wie die Tatsache, dass Sie eine Vielzahl von Poststellen an Unternehmer verkauft haben, die dann Subunternehmer anheuern, die Sub-Sub- Unternehmer beschäftigen, die dann die Post ausfahren. Haben Sie sich schon mal darüber gewundert, dass "Ihr" Postbote plötzlich ein Auto mit polnischem Kennzeichen fährt ?
Über was reden wir hier? Nicht über die Dinge, die sich im Wettbewerb besser regeln lassen, sondern von Dienstleistungen die alle 82 Mio Deutschen täglich und zuverlässig benötigen.
Schon mal darüber nachgedacht dass die schlechter-werdende Qualität auch bei der DPAG zunehmend an der Liberalisierung liegt? Die Zusteller bekommen größere Bezirke die sie in geringerer Zeit zu bewältigen haben damit die Rendite von britischen Aktionären stimmt. Fast menschlich logisch dass dabei die Qualität leidet. Nun kommen die neoliberalen Ratten aus ihren Löchern gekrochen und verlangen nicht etwa eine Überdenkungen dieses "Shareholder-value-Prinzipes" zur Ausbeutung der Menschen, sondern sehen darin ein Grund, nun erst recht eine endgültige Ausbeutung der abhängig Beschäftigten über noch mehr Wettbewerb zu fordern.
Wir reden hier von einer hoheitlichen Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Postzusteller, Bahnbedienste, Polizisten und Erzieher sind nicht unbedingt die akademische Elite, die hohe Gehaltssummen erwarten dürfen. Aber eine anständige Bezahlung sollte gerade in solch sensiblen Jobs selbstverständlich sein. Ich möchte förmliche Gerichtsbeschlüsse und wertvolle Einschreiben nicht jedem 3 €-Jobber anvertrauen!
Nicht umsonst haben wr uns Jahrzehnte lang eine soziale Marktwirtschaft geleistet, die Wettbewerb auf der einen Seite und ein vernünftiges Staatswesen zugelassen hat. Es waren goldene Zeiten für die BRD. Die meisten Länder der Welt leisten sich auch heute noch eine staatliche Bahn und Post, warum wohl??
Und dann immer das Gejammer ob der hohen Beamtenbesoldung. Fragen sollten sich diese Leute auch mal, welchen enormen volkswirtschaftlichen Schaden der freie Markt verursacht hat und nun sozialisiert wurde. Da würden viele lieber ein bisschen Steuergelder für einen perfekten Post- und Bahnservice investieren als in marode Banken und raffgierige Kapitalisten!
..bedeutet in diesem Fall einfach nur Lohndrückerei. Schneller oder qualitativ besser wird dadurch überhaupt nichts. Die Briefzustellung gehört zur Grundversorgung und wäre am besten in öffentlicher Hand aufgehoben.
Wider dem Privatisierungswahnsinn, der schon mehr Schaden angerichtet hat, als irgendwie akzeptabel ist oder gerechtfertigt wäre. Es ist weder billiger, noch schneller, noch qualititativ besser, Schlüsselindustrien und die Grundversorgung (Energie, Wasser, öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Post) zu privatisieren.
Vergessen Sie nicht:
Unser System ist,
(zwar in einer dem Gemeinwohl verpflichtenden Variante
(Soziale Marktwirtschaft))
dem Kapital "verpflichtet". "Staatseingriffe" sind verdächtig!
Die viel bemühte "private Initiative" mag ja eine treibende Kraft sein,
letztere aber bringt oft seltsame Früchte hervor
- wie man bei den ehemals staatlichen
und nun privatisierten Unternehmen feststellen darf!