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Westen gegen Gaddafi: Countdown für den Gegenschlag

Kämpfe in Bengasi, Diplomatie in Paris: Die internationale Gemeinschaft trifft letzte Vorbereitungen für einen Militäreinsatz gegen Diktator Gaddafi. Offenbar sind bereits britische Spezialkräfte in Libyen eingesickert, um Ziele für Luftschläge zu markieren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...751975,00.html
  1. #60

    Geht es hier um Öl?

    Zitat von RaMaDa Beitrag anzeigen
    dass diejenigen, die am Angriff gegen Gaddafi dabei sind, auch diejenig sein werden, die später an den Ölhähnen drehen.
    Deutschland hätte sich besser hier eingebracht und alle Soldaten am Hindukusch abgezogen.
    Wieso, ich dachte unsere Soldaten sind damit beschäftigt, die Afghanischen Ölquellen für die deutschen Mineralölkonzerne zu erobern?
  2. #61

    Fakten

    Zitat von Fangio Beitrag anzeigen
    Da ist zwar was dran, am ersten Satz.

    Ex-Bundespräsident Roman Herzog z.B. ist hierzulande allerdings wegen genau dieses Fauxpas – ganz unbefangen wirtschaftliche Interessen als legitime Begründung für Militäreinsätze zu bezeichnen – zurecht unter Druck gesetzt worden und zurückgetreten.

    Gaddafi hat jedoch selbst bei weitem genug andere Gründe geliefert, sein Regime jetzt zu beenden. Und wenn die Erträge aus dem Öl künftig nicht nur in seinen Clan fliessen, umso besser.
    Sie meinen aber sicherlich doch den Bundespräsidenten Horst Köhler, nicht?
  3. #62

    Dein Ernst?

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Aha, Spezialkräfte sickern ein - das klingt nach langsam, hoffentlich versickern sie nicht vollends, bevor Gaddafi Bengasi zurückerobert hat. Die NATO-Jungs müssen nun endlich mit ihren Kampfbombern losfliegen, sonst wird das nichts mehr.
    Ich habe schon an anderer Stelle vermerkt, was ich davon halte, sich in Stammesfehden zwischen Arabern und Berbern einzumischen. Nichts anderes findet in Libyen statt. Es geht überhaupt nicht darum, DEN Despoten zu entmachten, es soll nur der FALSCHE entfernt werden. Das ist meiner Meinung nach eine rein tribalistische Auseinandersetzung, an die sich die Industrieländer - aus welchen Gründen auch immer - anhängen. Von wegen Volk gegen Unterdrücker; dazu hat der Mann in manchen Gegenden des Landes viel zu viele Anhänger. Das ist mit Ägypten und Tunesien überhaupt nicht vergleichbar. Also besser Finger weg, sonst haben wir den nächsten Irak an den Hacken.
  4. #63

    Als George W. Bush...

    Zitat von makki Beitrag anzeigen
    Der Westen bereitet einen völkerrechtswidrigen Krieg vor.

    Man hätte nicht geglaubt, dass in der heutigen Zeit so etwas noch möglich ist.
    ... den Irak überfiel, hat man ihn dafür gescholten. Was jetzt passiert, ist noch schlimmer. Mit Hilfe eines UN-Mandates versucht man sich einen mittlerweile -wieso eigentlich auf einmal - mißliebigen Despoten vom Hals zu schaffen, indem man in einen innerstaatlichen Stammeskonflikt Libyens eingreift. Cui bono?
  5. #64

    ...

    Zitat von Han62 Beitrag anzeigen
    Zitat von makki Beitrag anzeigen
    Der Westen bereitet einen völkerrechtswidrigen Krieg vor.
    Man hätte nicht geglaubt, dass in der heutigen Zeit so etwas noch möglich ist. @ Soll die Weltgemeinschaft wieder zusehen wie zu seiner Zei Zeit beim "Gröfaz" und Millionen Tote in Kauf nehmen ?
    Vielleicht mag Oel eine Rolle spielen, das rechfertig nicht
    die irren Taten eine Despoten.
    Oh, hören Sie doch mit dem Schwachfug auf und lassen Sie Adolf dort, wo er hingehört...
  6. #65

    Moral...??

    Zitat von J-Créme Beitrag anzeigen
    1) Der UN-Sicherheitsrat(kein Gremium des "Westens")hat die Maßnahmen genehmigt.
    2) Auch arabische Staaten wollen mitmachen (die gehören nicht zu "der Westen").
    3) Der Teil der libyschen Bevölkerung, der moralisch auf der richtigen Seite ist, befürwortet die Einmischung.
    4) Die Arabische Liga (auch nicht gehörig zu "der Westen" hat ebenfalls zugestimmt.
    Hmmm. Ein Teil der Libyschen Bevoelkerung ist also auf der "moralisch richtigen Seite" (vermutlich nach Definition der (oelhungrigen) Staatengemeinschaft. Das legitimiert also das Toeten von Armeeangehoerigen anderer Laender?

    Was ist denn bitte an Rebellen besser als an einem alternden Despoten? Wenn in 2 Jahren die Schariah eingefuehrt wird und die ersten Frauen gesteinigt will ich gerne nochmal ueber Moral reden...
  7. #66

    Wieso unterstellen Sie den Freiheitskämpfern das?

    Zitat von strandtiger Beitrag anzeigen
    Hmmm. Ein Teil der Libyschen Bevoelkerung ist also auf der "moralisch richtigen Seite" (vermutlich nach Definition der (oelhungrigen) Staatengemeinschaft. Das legitimiert also das Toeten von Armeeangehoerigen anderer Laender?

    Was ist denn bitte an Rebellen besser als an einem alternden Despoten? Wenn in 2 Jahren die Schariah eingefuehrt wird und die ersten Frauen gesteinigt will ich gerne nochmal ueber Moral reden...
    Ich gebe zu, falls in Libyen - nach dem Sturz des mörderischen Despoten - Frauen gesteinigt werden, haben Sie Ihren Triumpf (schon immer Recht gehabt zu haben). Es gibt aber einige Hoffung, dass das nicht die Motivation der Menschen ist, die es satt haben, von einem brutalen, selbstherrlichen Irren drangsaliert, bevormundet, unterdrückt und gequält zu werden.
  8. #67

    Bewährtes Muster!

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Aha, Spezialkräfte sickern ein - das klingt nach langsam, hoffentlich versickern sie nicht vollends, bevor Gaddafi Bengasi zurückerobert hat. Die NATO-Jungs müssen nun endlich mit ihren Kampfbombern losfliegen, sonst wird das nichts mehr.
    Ja, endlich losfliegen - um die gemeinsten und feigsten Kriegshandlungen durchzuführen, die in modernen Kriegen üblich sind: computergesteuerte Bomben- und Raketenangriffe aus großer Höhe mit minimalem Eigenrisiko, nachdem zuallererst das übliche Flugverbot verhängt wurde.
  9. #68

    Eigenrisiko erwünscht?

    Zitat von arminius vom moor Beitrag anzeigen
    Ja, endlich losfliegen - um die gemeinsten und feigsten Kriegshandlungen durchzuführen, die in modernen Kriegen üblich sind: computergesteuerte Bomben- und Raketenangriffe aus großer Höhe mit minimalem Eigenrisiko, nachdem zuallererst das übliche Flugverbot verhängt wurde.
    Wie soll man denn andernfalls gegen Panzer und moderne Kampfflugzeuge, die Gaddafi zum Töten (auch) von wehrlosen Zivilisten einsetzt, vorgehen? Um der "Fairness" zuliebe das Eigenrisiko zu erhöhen, etwa mit historischen Panzern und Doppeldeckern aus dem Museum? Oder entsprechen gänzlich ungeschützte Soldaten, wie zu Zeiten Napoleon Bonapartes mehr Ihrem Geschmack?
  10. #69

    .....

    Zitat von J-Créme Beitrag anzeigen
    Wie soll man denn andernfalls gegen Panzer und moderne Kampfflugzeuge, die Gaddafi zum Töten (auch) von wehrlosen Zivilisten einsetzt, vorgehen? Um der "Fairness" zuliebe das Eigenrisiko zu erhöhen, etwa mit historischen Panzern und Doppeldeckern aus dem Museum? Oder entsprechen gänzlich ungeschützte Soldaten, wie zu Zeiten Napoleon Bonapartes mehr Ihrem Geschmack?
    Tja, das alte Problem:

    Ist der ungeliebte Führer des angegriffenes Volkes ein Diktator (und wenn nicht, warum greift man ihn an?) - dann ist es verbrecherisch, die von ihm ausgesandten Soldaten hinzuschlachten, da die ja nur zum Handeln durch das diktatorische System gezwungen wurden.

    Oder es ist ein gewählter Herrscher - dann darf man nach der eigenen Maxime nicht eingreifen.

    Tja, schwierig (würde Marvin sagen).

    ICH stelle die Piloten des "Westens" moralisch auf die gleiche Stufe wie die Panzerfahrer - feige Mörder.


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