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West Wing: Bushs hoffnungslose Erben

Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft. Im Zeitalter der Globalisierung fühlt sich vor allem die Mittelklasse von den Rechten im Stich gelassen. Haben die Konservativen die neue Zeit nicht verstanden?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...508826,00.html
  1. #1

    Und der Friedman-

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft. Im Zeitalter der Globalisierung fühlt sich vor allem die Mittelklasse von den Rechten im Stich gelassen. Haben die Konservativen die neue Zeit nicht verstanden?

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...508826,00.html
    und Hayek-Fan Steingast sieht das Problem natürlich wieder nur in den zu hohen Löhnen.
    Der Arbeiter in Detroit ist teurer, weil sein Lohn ein in früheren Jahren erkämpftes Sozialpaket enthält, zum Beispiel eine Renten- und eine Krankenversicherung für ihn und seine Familie.
    ...
    Mittlerweile ist es in Amerika so: Den Siegeszug der asiatischen Autofirmen kann man an den steigenden Marktanteilen, aber genauso auch an den fallenden Löhnen und der fehlenden sozialen Absicherung der US-Automobilarbeiter ablesen.
    Sind die Löhne bei Daimler, bei VW und bei Toyota wirklich so extrem niedriger? Macht etwa der Dollarkurs die amerikanischen Fahrzeuge so viel teuerer? Oder liegt es nicht doch daran, daß die US-Giganten sich mehr um den Geldmarkt kümmern, als um die Entwicklung von Fahrzeugen.
  2. #2

    Restart

    Ganz klar: Die Clintons müssen die USA retten. Nur das Dreamteam Hillary mit ihrem "First Laddy" Bill im Tandem mit Vizepräsident Obama und Außenminister Al Gore können das ramponierte Ansehen der Weltmacht nach den katastrophalen acht Jahren Cheney/Bush wiederherstellen. Nur gut dass die konservativen Rechten Christen selber vom Rudy angeekelt sind und keinen passenden Kandidaten im republikanischen Bewerberfeld ausmachen können um Dubyas "Politik" fortzusetzen. Das lässt hoffen.
  3. #3

    Voellig egal weder Hayek noch Keynes

    Zitat von klaus1201 Beitrag anzeigen
    und Hayek-Fan Steingast sieht das Problem natürlich wieder nur in den zu hohen Löhnen.

    Sind die Löhne bei Daimler, bei VW und bei Toyota wirklich so extrem niedriger? Macht etwa der Dollarkurs die amerikanischen Fahrzeuge so viel teuerer? Oder liegt es nicht doch daran, daß die US-Giganten sich mehr um den Geldmarkt kümmern, als um die Entwicklung von Fahrzeugen.
    Werden die USA vor dem Zerfall retten. Eine Keynesische Politik verschlimmert nur noch die bereits schon desolate Lage und ein Hayeksche wird sie nur um ein paar Jahre hinaus zoegern.
  4. #4

    Was, mehr nicht?

    Herr Steingart sitzt in Washington und weiß von nicht mehr zu berichten als Rudy Giuliani, Mitt Romney und John McCain? Dabei ist die Gruppe der republikanischen Präsidentschaftskandidaten soo eine illustre Gesellschaft:

    Da wären z.B. Mike Huckabee, Sam Brownback und Ted Tancredo, die mutig die Hand erhoben als ihnen während der ersten republikanischen Fernsehdebatte die Frage gestellt wurde, ob sie die Evolutionstheorie für falsch hielten. Tancredo war es übrigens auch, der während eines Essens in einem Restaurant vorschlug, Mekka zu atomisieren sollte es zu einem erneuten Anschlag islamistischer Extremisten in den USA kommen.

    Oder Ron Paul, der einzige Kandidat der Republikaner, der von Anfang an gegen den Irakkrieg war - allerdings den Staat am liebsten soweit zurechtstutzen möchte, dass die einzelnen US-Bundensstaaten wohl genausogut gleich getrennte Wege gehen könnten.

    Und nicht zu vergessen: die große Hoffnung vieler rechter Blogger, Fred Thompson. Der Schauspieler (und ehemalige Senator und Lobbyist) der mal eine Rolle als amerikanischer Prasident hatte und der sich lange Zeit nicht dazu durchringen konnte, sich als Kandidat aufstellen zu lassen. So weiß man bis heute eigentlich nicht genau wofür er eigentlich steht, außer dass er wie seinerzeit Reagan in der Entertainment-Branche tätig war. Die Fernsehdebatten hat er allerdings nur dazu genutzt, seine Kandidatur bekanntzugeben.
    Aber vielleicht sagt er ja noch was.
  5. #5

    Demokraten liegen besser, aber...

    Die Demokraten liegen politisch, wie Steingart ausführt, deutlich besser, aber es gibt in den USA eine breite Stimmung gegen die Clintons.
    Dies hat vielfältige Gründe.

    Auch hat es sich noch nicht überall herumgesprochen, dass eine Weltmacht nicht samtpfötig auftreten darf ( sonst ist sie nämlich weg!). Dies mag in Deutschland einigen durchaus zusagen, weil hier Bush nicht eben everybody`s Liebling ist, aber wer soll dann die Schurken in Schach halten? Und Schurken gibt es viele.

    Auch Israel wäre schon längst weg vom Fenster, wenn es sich nicht wehren würde ( manches wird hier viel zu hart empfunden, aber wer Einblick hat, weiss, dass es leider nicht anders geht). Selbst unter den 10 % Christen unter den Palästinensern gibt es sehr, sehr böse Kräfte. Der "lateinische" Kirchenführer dort ist auch nicht ohne...

    Und die USA sind die einzigen, die Israel wirklich helfen. Dabei müssten wir Christen wissen, dass das Fundament unserer Religion auf dem AT der Juden fusst. Auch Jesus war Rabbiner. Fast 2.000 Jahre scheinen das die ach so klugen Kirchenväter, Bischöfe, Päpste usw nicht gewußt zu haben. Und der "sonst so helle" Luther hat dies wohl auch nicht "gerafft".

    Die Amerikaner wollen ein außenpolitisch und militärisch starkes Land. Da haben die Demokraten Defizite. Zuviele linke Schwätzer von der Ostküste. Diese Dummköpfe haben in den letzten Jahrzehnten alles getan, um den amerikanischen Süden an die Republikaner zu übergeben. Noch in den 50er und 60er Jahren die Hochburgen der Demokraten.

    Für eine Mehrheit braucht man sicher die Neuenglandstaaten, aber eben auch solche des Südens, des mittleren Westens und des Westens. Im bible belt wünscht man sich gestandene Leute und keine Jetset-Figuren.
    Für viele Amerikaner sind auch die Familienwerte sehr wichtig. In Sachen Außenpolitik, Landesverteidigung, Terrorbekämpfung, innere Sicherheit, Familienwerte sind die Republikaner gut aufgestellt. In Wirtschafts-, Finanz-, Frauen-, Umwelt-, Forschungs-,Sozial- und Bildungsfragen sicher die Demokraten.
    Der wind of change wird die Demokraten nach vorn tragen, aber es ist noch lange nicht entschieden.
    Denn: die Republikaner sind immer geschlossener als die Demokraten.
    Die Rep werden immer mehr Geld lukrieren können als die Demokraten, auch wenn es im Moment anders aussieht.

    Gewählt wird im Nov. 08. Bis dahin fliesst noch viel Wasser durch den Lorenzstrom.
    Ein starkes, und nicht wegen jeder Stimmungsschwankung zittriges Amerika sollte auch in unserem Interesse liegen.

    Viele demokratische Präsidenten wurden durch fragwürdige Gestalten ( meist demokratische Senatoren dubioser Herkunft und Interessenslage ) politisch gemeuchelt.

    So gesehen sind die Republikaner zuverlässiger als die wankelmütigen und von vielen negativen Kräften durchsetzten Demokraten.
  6. #6

    Abraham Lincoln ... Dwight D. Eisenhower ... Ronald Reagan ... Wie politische Zwerge stehen daneben jene Männer, die sich nun um das höchste Staatsamt der westlichen Welt bewerben.
    Die beiden erstgenannten sind mittlerweile geschichtlich verklärt. Ich kann mich aber noch gut erinnern über die Häme die über Ronald Reagan als B-Movie Akteur geschüttet wurde.


    Auch im Wahlkampf 2004 galt für Viele die Wiederwahl Bushs als höchst unwahrscheinlich. Dann geschah es (leider) doch.
    Obwohl Hillary Clinton und Barack Obama die Taschen prall gefüllt mit Spendengeldern haben, muß es sich noch zeigen ob die Mehrzahl der Amerikaner bereit ist für eine Frau oder einen Afroamerikaner als Präsident.
    Es kann noch viel geschehen bis zur Wahl im November 2008.
  7. #7

    kleine anmerkung

    Zitat von bulgarin Beitrag anzeigen
    D

    Diese Dummköpfe haben in den letzten Jahrzehnten alles getan, um den amerikanischen Süden an die Republikaner zu übergeben. Noch in den 50er und 60er Jahren die Hochburgen der Demokraten.
    Diese "Dummköpfe" haben den Süden der Desegregierung "geopfert".
  8. #8

    Die Neocons haben ausgespielt, damit auch Konservative Partei der USA

    Unter Bush/Cheney Fuehrung wurden so viele verheerende Fehlentscheidungen getroffen, allein der erfolglose und aussichtslose Krieg im Irak und Afghanistan kostet dem US Steuerzahler ueber eine Trillion !!! US$.
    Es gibt weltweit mehr muslemische Terroristen denn je, wofuer? Diese Strategie des Kampfes gegen den Terror war ein Rohrkrepierer.

    Auch in den USA regen sich die liberalen Kraefte der Gesellschaft, die eine andere Wirtschafts, Steuer, Globale Politik wollen.

    zB einer der 100 reichsten Maenner der USA, John C. Bogle, der Begruender und Eigner vom Vanguard Mutual Fund, schrieb ein Buch, jedem zu empfehlen der tiefer in die Materie eindringen will, allerdings in englisch. Er nimmt Stellung gegen die Uebertreibungen des Raubtierkapitalismus, der sich nach den Thesen des Milton Friedman ausgebreitet hat.

    "Battle For The Soul Of Capitalism" in paperback 10.80 bei amazon.com oder amazon.de?
  9. #9

    Es ist Quatsch

    wegen einem akuten Mangel an republikanischen Persönlichkeiten im Präsidentschaftswahlkampf den Untergang der Republikaner erschreiben zu wollen.

    Der Wahlkampf wird Personenbezogen geführt. Teilweise spielt es absolut keine Rolle welcher Partei ein Kandidat angehört, er wird trotzdem nicht gewählt. Bestes Beispiel ist Hillary Clinton, die von vielen (bisher) demokratischen Wählern falls sie aufgestellt wird nicht gewählt werden würde, weil sie schlicht und einfach zu unsympathisch ist.

    Auch das der Irakkrieg (oder das Gesundheitssystem) entscheidendes Wahlkampfthema sein wird hat sich schon bei der letzten Wahl als deutsche Ente herausgestellt. Bei der letzten Wahl hat Bush gewonnen, weil er gegen Abtreibung, gegen Schwule und für "Moral" steht. Ich sehe nicht warum im nächsten Jahr die amerikanichen Bürger plötzlich zu Politikinteressierten Freaks werden sollten und objektiv die Kandidaten mit den besseren/glaubwürdigeren Wahlversprechen wählen sollten.

    Abgesehen davon unterscheiden sich alle Kandidaten im Rennen (genauso wie die zwei Parteien) kaum. In Fragen des Iraks und ähnlichem werden doch die gleichen Phrasen gedroschen wie vor drei Jahren. Das Zünglein an der Waage ist der persönliche Eindruck beim Wähler und eben Themen wie Abtreibung, Moral und Gottesfürchtigkeit. Das wird der Spiegel auch dieses Mal nicht wegschreiben können, auch wenn er es wieder versucht.


    -- auch wenn am alles oben geschrieben vergisst ist ein niedergang der konservativen humbug. 2008 wird vielleicht ein demokrat ins weiße haus gewählt. 2012, bzw 2016 ist es wahrscheinlich schon wieder ein republikanischer kandidat, versprochen.








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