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West Wing: Bushs hoffnungslose Erben

Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft. Im Zeitalter der Globalisierung fühlt sich vor allem die Mittelklasse von den Rechten im Stich gelassen. Haben die Konservativen die neue Zeit nicht verstanden?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...508826,00.html
  1. #10

    The game ain't over 'til the game is over (Yogi Berra)

    Ich wäre da mal eher vorsichtig. Auch wenn die Republikaner jetzt, ein Jahr vor der Wahl, keine überzeugenden Kandidaten haben, bedeutet das nicht automatisch, daß in 2008 alle für Obama oder Hillary Cinton stimmen. Wer jetzt Frontrunner ist, wird bis zum Wahltag verschlissen. Wahrscheinlich kommt wieder irgend so'n Überraschungskandidat, den jetzt noch keiner auf dem Radarschirm hat, wie Jimmy Carter in 76. Und überhaupt: Wann hatten wir das letzte Mal einen Präsidenten, der nicht vorher ein vernünftiges Amt bekleidet hat, nämlich Gouverneur eines Bundesstaates, oder der nicht mindestens Vize-Präsident war? Ich glaube es war Jack Kennedy, wenn ich mich nicht irre. Obama oder Hillary als Präsident? Als Senatoren und Parteisoldaten?
    Schaun mir mal. Spiegel online wird wahrscheinlich wieder so tieftraurig sein wie 2004, als Bush entgegen allen Hoffnungen und Erwartungen doch wieder gewählt wurde.
  2. #11

    How can a you hit and think at the same time?

    Margot und Yogi haben natürlich recht, die Schwäche der jetzigen Republikaner ist keine Siegesgarantie. Außerdem ist da ja noch ein Schauspieler im Rennen…
  3. #12

    West Wing

    Zitat von bulgarin Beitrag anzeigen
    Die Demokraten liegen politisch, wie Steingart ausführt, deutlich besser, aber es gibt in den USA eine breite Stimmung gegen die Clintons.
    Dies hat vielfältige Gründe.


    So gesehen sind die Republikaner zuverlässiger als die wankelmütigen und von vielen negativen Kräften durchsetzten Demokraten.
    Das war ein sauberes Stück Journalismus und deckt sich genau mit meinen Beobachtungen. Herr Steingart verkehrt vielleicht zu oft mit den Typen vom Press-Club und verwechselt dadurch die Stimmung einiger Eastcoast-Pseudointellektuellen mit denen des gesamten amerikanischen Volkes.
    Sie haben eine gute Analyse geschrieben, die ich vor einem Jahr in Washington, D.C. und jetzt auch hier in Montana bestätigt finde : für die meisten Durchschnittsamerikaner sind die Demokraten zu schillernde Paradiesvögel. Und ich glaube, dass Bill Clinton's heute ausgesprochender Wunsch, Berater seiner Präsidentengattin zu werden, bei einigen Gänsehaut verursacht hat.
    Steingart sieht die soziale Situation des einzelnen Wählers zu sehr als Determinante. Das ist nicht so. Ich höre hier in Geschäften und Restaurants Kommentare gegen die Demokraten, die nicht von Trägern von Prada kommen. Hillary ist "too far out there" und die demokratische Partei wird zunehmend mit ihr gleichgestellt.
    Was die Samtpfötchen anbetrifft, so sprechen Sie da eine grosse Wahrheit aus. Denkt man nur ein wenig weiter, müsste dieses Argument doch wohl jedem einleuchten.
    p.s. Ich musste leider Ihren Beitragkürzen,, wegen der Grössenbegrenzung. Tut mir leid.
  4. #13

    West Wing

    Zitat von furtherinstructions Beitrag anzeigen
    Ganz klar: Die Clintons müssen die USA retten. Nur das Dreamteam Hillary mit ihrem "First Laddy" Bill im Tandem mit Vizepräsident Obama und Außenminister Al Gore können das ramponierte Ansehen der Weltmacht nach den katastrophalen acht Jahren Cheney/Bush wiederherstellen. Nur gut dass die konservativen Rechten Christen selber vom Rudy angeekelt sind und keinen passenden Kandidaten im republikanischen Bewerberfeld ausmachen können um Dubyas "Politik" fortzusetzen. Das lässt hoffen.
    Entschuldigung, aber das einzige, was an Ihrem Beitrag hoffen lässt, ist die Annahme, dass Sie kein amerikanischer Staatbürger sind und deshlab auch nicht wählen werden.
  5. #14

    West Wing

    Zitat von Albedo4k8 Beitrag anzeigen
    Werden die USA vor dem Zerfall retten. Eine Keynesische Politik verschlimmert nur noch die bereits schon desolate Lage und ein Hayeksche wird sie nur um ein paar Jahre hinaus zoegern.
    Hoffentlich verlieren Sie keinen Schlaf dabei. Das brauchen Sie nämlich nicht : die USA werden so bald nicht zerfallen.
    Das Land ist nicht die republikanische Partei und auch die wird wahrscheinlich 2008 wieder ins Weisse Haus einziehen. Was Sie und andere nicht verstehen, ist dies : genau das, was Ihr "Dreamteam" für sie so sympathisch macht, ist das, was sie dem Durchschnittsamerkaner so unsympathisch macht. Sie sehen den Sozialismus nämlich als Bechränkund ihrer persönlichen Freiheiten.
  6. #15

    Und Ron Paul

    Also ich muss schon sagen, dass hier wieder einmal kaum darauf geschaut wird was wirklich vor sich geht und eine Geschichte gesponnen wird die für so manchen Medieninhaber wünschenswert ist.

    Wer sagt denn z.B: das die kleine Anzahl genannter Kanditaten die erfolgsversprechendsten sind?

    Was ist mit RON PAUL ?? Der Kandidat der in der letzten Woche (7 Tage) über 1 Million Dollar nur durch internetspenden eingenommen hat. Der einzige republikanische Kandidat der NICHT für den Irakkrieg gestimmt hat und auch jetzt für einen schnellen und vollkommenden Abzug plädiert.
    Der Kandidat der ausserdem das militärische engagement der USA drastisch reduzieren will (600 Milliarden vom Budget streichen z.B.).. was meiner Meinung nach zu sehr viel mehr sicherheit und weniger Gründen für terroristische Attacken führen wird...

    www.Ronpaul2008.com und www.freeme.tv wären ein guter Anfang um mal zu schauen was es mit diesem Kandidaten, der bisher jede Debatte für sich entscheiden hat auf sich hat...

    Aber was soll man machen... ausser sich was vor :)
  7. #16

    Ein Ende?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft.
    Das neokonservative Zeitalter ist nicht zu Ende, es fängt erst an. Diesmal mag ein demokratischer Präsident vielleicht das Rennen machen. Er wird an dem Erbe, das die Bush-Administration hinterlässt, scheitern. In 4 Jahren werden die Neokonservativen und Christlich-Rechten dann auf diese "liberalen Versager" verweisen und sich als rettende Alternative anbieten. Und weil der Wähler ein kurzes Gedächtnis hat, werden die "Neokons" ihren Vormarsch zur uneingeschränkten Macht dann erfolgreich fortsetzen. Erinnert sei an die Rot-Grün-Regierung ab 1998, die den Müllberg von 16 Jahren Kohl-Regierung auch nicht abtragen konnte.
  8. #17

    Vorsicht mit Prognosen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft. Im Zeitalter der Globalisierung fühlt sich vor allem die Mittelklasse von den Rechten im Stich gelassen. Haben die Konservativen die neue Zeit nicht verstanden?
    Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende? Kaum. Wer unter den Deutschen hätte es bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA für möglich gehalten, daß Präsident Bush mit einem überwältigenden Sieg gewählt wird, nachdem er nur durch Manipulationen schon das erste Mal ins Weiße Haus gekommen war? Eine Tatsache, die unter den US-Amerikanern bestens bekannt war. Konservatives Denken, das mit Grundwerten der Gesellschaft verbunden ist, geht durch alle Schichten der Bevölkerung, arm und reich. Ein stolzer bettelarmer US-Arbeiter könnte ohne weiteres sagen: „Ich will nichts von meiner Regierung geschenkt bekommen.“ Diese Denkweise unter manchen Amerikanern paßt perfekt ins konservative Konzept. Auch ein berühmter Demokrat, Präsident John F. Kennedy, kannte diesen Zug seines Volkes, als er seinen Landsleuten bei seiner Amtseinführung sagte: „Frag nicht, was dein Land für dich tun kann; frag, was du für dein Land tun kannst.“ Der Spruch elektrifizierte das ganze Volk, weil er damit ein in der Gesellschaft fest verankertes Grundelement angesprochen hatte. Konservative Politiker werden immer wieder dies und manch anderes zu ihrem Vorteil ausnutzen können, obschon ein Demokrat wohl nach Präsident Bush im Weißen Haus sitzen wird. Das heißt aber lange nicht, daß man eine Trauerfeier zur Beisetzung des konservativen Zeitalters wird ansetzen können.
  9. #18

    The US dream is over!

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Hoffentlich verlieren Sie keinen Schlaf dabei. Das brauchen Sie nämlich nicht : die USA werden so bald nicht zerfallen.
    Das kann schneller gehen als sie glauben. Der amerikanische Lebensstil der angeblich non negotiable ist, ist mit der Realitaet leider nicht negotiable und daran wird das Land und die Bevoelkerung zusammenbrechen, sollte nicht bald eine extreme Kehrtwende eintretten. Die sehe ich aber nicht, den alle Fuehrungskraefte (egal ob politisch, gesellschaftlich oder wirtschaftlich) leben in einem Disney-Fantasy-Welt.

    Egal welche Kolor die Zentralregierung letzten Endes hat. Es sind die US-Wirtschaftsfuehrungskraefte, die Finanzheinis und Co die das Land in den Ruin getrieben haben.

    Europa taete gut daran aus dem Beispiel zu lernen!
  10. #19

    Rednecks Ho

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, aber das einzige, was an Ihrem Beitrag hoffen lässt, ist die Annahme, dass Sie kein amerikanischer Staatbürger sind und deshlab auch nicht wählen werden.
    Tja, Pech gehabt Montanabärchen. Ich bin Staatsbürger und werde wählen. Wir sprechen uns dann am 20. Januar 2009.








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