"25 Prozent auf alles ohne Stecker": Mit diesem Slogan trommelt eine Baumarktkette um Kunden. Doch wenn man das wörtlich nimmt, drohen die Mitarbeiter mit der Polizei - das bekam Hinrich Lührssen zu spüren. Er testet, wie ernst Firmen ihre Werbebotschaften wirklich meinen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...754593,00.html
Die Idee des Autors mal provokativ einen Werbeslogan ernst zu nehmen finde ich toll. Ich hätte nicht den Mut, auch wenn es mir in den Sinn käme.
Natürlich verstößt die Handlungsweise gegen menschlicher Logik, aber manchmal sind die Werbeaktionen doch nur "bescheiden", siehe "ich bin doch nicht blöd".
Das Unternehmen sollte auch hier mit der erlaubten Blödheit von Konsumenten rechnen müssen.
Der Artikel hat mich jedenfalls amüsiert und er war doch sehr unterhaltsam.
Die Mitarbeiter lassen tatsächlich häufiger Höflichkeit missen. Vielleicht lernt dieser Baumarkt von diesem Artikel ein wenig was von korrekter Umgangsweise.
das sehe ich ähnlich. ich lese zwar keine Bildzeitung, vermute aber daß man den Artikel dort extem gekürzt (am besten auf eine Karikatur mit Bildunterschrift reduziert) oder gar nicht gebracht hätte. Ich habe ja nichts gegen Unterhaltung, über DSDS - Berichte kann man ja hinwegklicken. Aber der Artikel war extrem unterirdisch. Ein einziger Gag, der natürlich mindestens jeden 2.bei der Werbung spontan einfällt, mehrseitig ausgewalzt.
nicht mein Humor, oder ich habe was übersehen
Dass dem Personal des Baumarktes der Kragen platzt, wenn ein vorgeblicher "Kunde" Ware vorsätzlich zerstört um sich einen Preisnachlass zu erschleichen, kann ich verstehen. Ich halte die Vorgehensweise des Spiegelredakteurs für ein Betrugsdelikt: er hat eine Ware absichtlich beschädigt um auf Grundlage der selbst vorgenommenen Sachbeschädigung einen Preisnachlass zu fordern.
Noch dreister ist es sich dann über die Reaktion des bedauernswerten Personals zu empören und eine landesweit und international verbreitete Publikation zu missbrauchen um die Opfer bloszustellen.
Das hat jedenfalls nichts mit Qualitäts-Journalismus zu tun, den ich bisher aus vom Spiegel erwartet habe.
Hallo,
Eigentlich nichts.
Wenn man eine Eulenspiegelei versucht, muss man dies auch richtig machen. Bei dieser Aktion war einiges falsch. Da die Ware bis zu Bezahlen Eigentum des Verkäufers ist, ist das Abschneiden des Steckers Sachbeschädigung.Führt also mindestens zur Geldstrafe und auf jeden Fall zum Schadensersatzpflicht, also fachgerechte Reparatur sowie Erstattung sonstiger Auslagen des Verkäufers.
Zum Witz gehört auch immer ausreichend Hirn.
Gruß Kioto
Au Mann, das tut ja schon weh. Humorlos allein ist ja noch zu ertragen, aber ich bete wirklich darum, dass das kein Ausländer liest. Sonst macht so ein Besucher hier vor lauter Angst den Mund gar nicht mehr auf, weil er meint, bei jeder Äußerung mit einem Bein im Knast zu stehen.
Bei so einer Sicht auf die Aktion ist die sprichwörtliche Beschreibung der Deutschen als humorloses Volk noch eine milder Euphemismus.
Na klar. Bei Ihrem Verständnis von Humor haben die Baumarktangestellten mit der beschriebenen Reaktion bestimmt auch ganz toll Werbung für ihr Unternehmen gemacht. Bei Angestellten, die so reagieren und gleich nach der großen Polizeikeule rufen, geht man natürlich immer wieder gern hin - Sie bestimmt.
Bitteschön, hier http://www.sparblog.com/wp-content/u.../praktiker.JPG das von Ihnen gewünschte, aber von Rabatt steht auch da nichts, somit kann genausogut auch ein Aufschlag gemeint sein.
In der Welt wo ein Kunde so dämlich ist einen Stecker von der Bohrmaschine abzuschneiden ist zwangsläufig ein Unternehmen so blöd 25-prozentige Preisaufschläge groß zu bewerben. Das ist nur konsequent und zu Ende gedacht, also daß was uns der Autor dieses köstlichen humoristischen Taschenbuch-Kleinods so schön vorlebt.
Die Aktion heißt "25% auf alles ohne Stecker", von Rabatt ist da nicht die Rede.