Weniger Uni-Bewerber in England: Horrende Gebühren schrecken Studenten ab

Getty ImagesBis zu 9000 Pfund pro Studienjahr - so viel müssen englische Hochschüler ab Herbst zahlen. Prompt sinkt die Bewerberzahl an den Unis. Schon zieht es Interessenten nach Deutschland, wo immer mehr Bundesländer auf das Gratisstudium setzen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...849092,00.html
  1. #1

    Es wäre doch wunderbar...

    ...wenn sich die traditionell nicht unbedingt nach "the continent" orientierten jungen Briten für ein Studium in Deutschland oder Schweden entscheiden. Bei den außerordentlich hohen Studiengebühren bleibt ihnen zuhause ja nichts anderes übrig, als entweder Goldmedaillengewinner zu werden, oder durch einen lukrativen Investmentbankjob in der City aus dem Schuldenturm herabzusteigen :D
  2. #2

    Wer will der erste sein...

    ...der behauptet, dass solche Gebühren schließlich notwendig sind und das Studium in Deutschland viel zu günstig? Großbritannien ist inzwischen ein gutes Beispiel neben den USA, wie Gebühren an Universitäten nicht aussehen sollten. Sonst studieren irgendwann nur noch Kinder reicher Eltern oder langjährig und hoch Verschuldete. Viele Studienfächer der Geisteswissenschaften brauchen die Universitäten dann auch nur noch bedingt, da jene zum schnellen Zurückzahlen der Schulden oft kaum ausreichend vergütet werden. Nicht zuletzt bin ich eigentlich gar nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren, allerdings im für Studierende sozialverträglichen Rahmen...d. h. eher in der Preisklasse eines umfangreichen Semestertickets. 100-200 Euro pro Semester und gut ist. Das ist vertretbar und bezahlbar...gezahlt wird übrigens mit Zweckbindung für studienfördernde Zwecke...was wäre das alles einfach und schön :)
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis zu 9000 Pfund pro Studienjahr - so viel müssen englische Hochschüler ab Herbst zahlen. Prompt sinkt die Bewerberzahl an den Unis. Schon zieht es Interessenten nach Deutschland, wo immer mehr Bundesländer auf das Gratisstudium setzen.

    Studiengebühren: Weniger Uni-Bewerber in England - SPIEGEL ONLINE
    Prima, dann kommen die gebildeten Briten auch zu uns. Vielleicht gefällt es ihnen dauerhaft bei uns - und werden bei uns Steuerzahler. Wir brauchen Zuwanderung - und diese wäre nicht die schlechteste.
  4. #4

    Genau was GB braucht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis zu 9000 Pfund pro Studienjahr - so viel müssen englische Hochschüler ab Herbst zahlen. Prompt sinkt die Bewerberzahl an den Unis. Schon zieht es Interessenten nach Deutschland, wo immer mehr Bundesländer auf das Gratisstudium setzen.

    Studiengebühren: Weniger Uni-Bewerber in England - SPIEGEL ONLINE
    ....eine winzige Elite, ob qualifiziert oder nicht ist völlig egal, Haupsache man bleibt unter sich.
    Und eine riesige Horde Sklaven die für 2 Euro die Stunde schuftet und so braucht man keine Produktionen mehr nach China zu verlegen.

    Bei der Bildung sparen frührt direkt zum Untergang

    Rule Britannia ! Das war früher Mal......
  5. #5

    Da hat wohl Will Hutton nicht ganz recht, denn

    es gibt in USA und Canada eine ganze Reihe von Unis, die gleichteuer wenn nicht sogar teurer sind.
  6. #6

    Warum nicht?

    Im letzten Absatz steht das eigentlich entscheidende: für die Gebühren gibt es ein ZINSLOSES Darlehen, das unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt wird. Falls der Student finaniell bedürftig ist gibt es zusätzliche Förderung. Rückzahlung -in Raten- erst ab 21.000 Pfund Einkommen (also ca. € 2.000/Monat). Vielleicht ist das auch nur ein (garnicht so schlechtes) Mittel um bei den Studenten die Entscheidung für ein Studium vor dem Beginn zu fördern. Es wäre mal interessant einen Vergleich der Abbrecherquoten zwischen England und Deutschland zu sehen. Wäre doch ein Projekt für den Author dieses Artikels.
  7. #7

    optional

    Das ist alles eigentlich eine furchtbar komplexe und vielschichtige Sache, weil das System aus halbstaatlichen und privatwirtschaftlichen Elementen besteht. Ich bin selber an einer britischen Hochschule taetig und eigentlich weiss niemand, was die Zukunft bringen wird. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch noch die Geldvergabe fuer die Forschung (REF) umgekrempelt - es wird alles sehr "volatil".
    Die wenigsten Schueler werden nach Deutschland gehen - sie koennen schlichtweg kaum Fremdsprachen auf einem ausreichenden Niveau. USA, Canada, Irland, Australien sind die Laender, die profitieren, obwohl ich hoere, dass niederlaendlische Unis nun Kurse komplett in Englisch haben.