Sie hatten zwei Möglichkeiten angegeben:
Korrektur: ich hatte zwei von vielen Möglichkeiten angegeben, neben einigen, die bereits vorher genannt wurden.
Sie hatten aber selbst darauf hingewiesen, dass sich der Export erhöht hat - und das heisst die gesamte Stromnachfrage.
Und täuschen Sie sich nicht: zwischen 1997 und 2008 (vor der Wirtschaftskrise) ist die Stromproduktion in Deutschland um 15%, mit einer Stagnation zwischen 1998-2000 etwa, angestiegen.
Ausserdem ist, wie immer bei Strom, nicht einfach die Jahresmenge ausschlaggebend, sondern die exakte zeitliche Verteilung: 10 MW Base und 10 MW Peak geben im Jahresmittel die gleiche mittlere Leistung, liegen preislich aber weit auseinander. Eine Verschiebung von Base zu Peak gibt damit einen Anstieg des Preises - im Mittel.
Haben Sie eine Ahnung... Dumpingpreise ist im übrigen nicht der richtige Ausdruck, es geht um Preise, die unter Umständen nur noch Fixkosten decken, aber nicht mehr die variablen Kosten: Im üblichen Take-or-Pay-Vertrag für Gas kann der Abnehmer das Gas zum festgelegten Preis abnehmen oder aber auch nicht abnehmen, zahlt aber trotzdem den Preis. Das kann, je nach Marktsituation bedeuten, dass der Strom weniger Erlös einbringt als das Gas kostet. Trotzdem verfeuert man allerdings das Gas, denn durch Nichtbenutzung spart man keine Gaskosten, es fehlen aber die Erlöse aus dem Strom.
Und das ist genau das, was gerade wieder seit 2010 zum Beispiel in Italien passiert. Momentan macht da jeder Produzent, der Langfristverträge hat (ENEL, ENI, Edison, auch E.ON) Verluste. Profitieren können kleine Trader und kleine Produzenten, die sich am Spotmarkt eindecken können.
Ähnliche Konstellation für Kohle übrigens.

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