Forum


 

Wenige "Deutschlandstipendien": Stipendiaten, wo bleibt ihr?

DPAMehr als 150.000 Studenten sollten vom "Deutschlandstipendium" profitieren, doch neue Statistiken zeigen: Im ersten Jahr bekamen es gerade einmal 5400 angehende Akademiker. Das Bundesbildungsministerium verkauft das Programm dennoch als Erfolg, die SPD will es abschaffen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...835736,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 150.000 Studenten sollten vom "Deutschlandstipendium" profitieren, doch neue Statistiken zeigen: Im ersten Jahr bekamen es gerade einmal 5400 angehende Akademiker. Das Bundesbildungsministerium verkauft das Programm dennoch als Erfolg, die SPD will es abschaffen.

    5400 Studenten bekommen das Deutschlandstipendium - SPIEGEL ONLINE
    Es ist so eine Frechheit, wie sich das Ministerium sowas schön reden kann.

    Wenn ich nur 3% meiner Steuern zahle darf ich das auch als "vollen Erfolg" beim Finanzamt präsentieren?
  2. #2

    Woher sollen die Studenten auch kommen

    wenn in Deutschland ein Studium nur in deutscher Sprache abgehalten wird? Sollen die Studenten erst ein paar Jahre deutsch lernen?
    Selbst in Frankreich - die extrem viel wert auf ihre Muttersprache legen - kann man und es wird auch in englisch in englisch doziert.
  3. #3

    Stimmt nicht ganz

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    wenn in Deutschland ein Studium nur in deutscher Sprache abgehalten wird? Sollen die Studenten erst ein paar Jahre deutsch lernen?
    Selbst in Frankreich - die extrem viel wert auf ihre Muttersprache legen - kann man und es wird auch in englisch in englisch doziert.
    Es gibt in Deutschland eine Reihe englischsprachiger Studiengaenge, im dreistelligen Bereich bewegen sich die Zahlen. Hab das mal recherchiert, dieTochter von einem Bekannten hat deutsche StaBue (spricht aber so gut wie kein Deutsch) und es waere billiger gewesen, in Deutschland zu studieren.
    Sie ist jetzt aber doch lieber in Ontario geblieben, das Auslandsstudium war dann wohl doch nicht attraktiv.
  4. #4

    Hammerhart

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 150.000 Studenten sollten vom "Deutschlandstipendium" profitieren, doch neue Statistiken zeigen: Im ersten Jahr bekamen es gerade einmal 5400 angehende Akademiker. Das Bundesbildungsministerium verkauft das Programm dennoch als Erfolg, die SPD will es abschaffen.

    5400 Studenten bekommen das Deutschlandstipendium - SPIEGEL ONLINE
    Wie bloed sind denn die Jungs von der SPD eigentlich ?

    Es dauert MONATE, um die 50% von der Industrie einzuwerben, seit Sommer 2011 laeuft das.

    Was also biteschoen kann denn da bisher rein technisch gelaufen sein ? NICHTS.

    Ey so ne Versager !!! Lasst es doch erst mal wirken !

    (Nebenbei - meine 10-Mann-Firma hat auch ein Stipendium gestiftet.)
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  5. #5

    Sinnfrei & es machen lange nicht alle Unis mit..

    Ergänzend zum stud. Dachverband fzs sei noch gesagt, dass nicht nur der Nebenjob negative Auswirkungen auf die Noten haben kann, sondern dass auch ehrenamtliches Engagement eine zentrale Rolle spielt, um das "Deutschlandstipendium" zu erhalten. Wer kann sich es also leisten, (sehr) gute Noten zu haben, zu arbeiten
    (Lebenshaltungs- und Studienkosten zu decken - Bücher, Pflichtexkursionen, Materialien, Semesterbeitrag, Studiengebühren etc.) und sich gleichzeitig auch ehrenamtlich zu engagieren?
    Im Endeffekt kriegen es diejenigen, die von rel. wohlhabenden Eltern gut unterstützt werden und für einige Stunden pro Woche Ehrenamt leisten.

    Dazu steuert der Staat grade mal 150 Euro bei, sieht so Bildungsförderung in Deutschland aus?

    Viele Universitäten machen erst gar nicht mit, Beispiel Hamburg:

    Die Universität Hamburg und die Technische Universität Hamburg-Harburg sind nicht dabei, die relativ kleine HafenCity-Uni dagegen schon ...

    Wo ist der Sinn, wo ist die Gerechtigkeit?
  6. #6

    Zitat von miruwa Beitrag anzeigen
    Es ist so eine Frechheit, wie sich das Ministerium sowas schön reden kann.

    Wenn ich nur 3% meiner Steuern zahle darf ich das auch als "vollen Erfolg" beim Finanzamt präsentieren?
    Wieder ein Schuß in den Ofen von unserer Meisterministerin, Frau Schavan, und dann die Pleite noch schön reden wollen, mit großem Getöse verkündet, (Propagandaeffekt) und nur 3 % wirksam, das paßsst doch, eine von den vielen Luftnummern dieser Ministerin.
  7. #7

    Voreilige Schlüsse

    Nur anhand dem Anteil der Bafög-Empfänger, die ein Deutschlandstipendium erhalten zu folgern, es fördere die "soziale Schieflage" ist meines Erachtens eine völlig falsche Herangehensweise. Es gibt durchaus Menschen, die nicht besser gestellt sind, aber aus den verschiedensten Gründen kein BaföG mehr bekommen. So ist es bei mir der Fall. Ohne das Deutschlandstipendium hätte ich, trotz sehr guter Leistungen, keine Chance eine Förderung zu erhalten. Jetzt kann ich, wenigstens fürs Erste, sorgenfreier studieren und etwas mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen.
  8. #8

    Wow.. wir können es mal wieder nicht ertragen, dass Leuten, die in ihrem Studienfach (und irgendwas hat das Stipendium wohl mit Studium zu tun, glaube ich..) einfach gut sind, (handfeste) Anerkennung gezollt wird. Stattdessen werden dann Keulen wie "fördert die soziale Schieflage" hervorgeholt - als ob irgendwem geholfen wäre, wenn es diese Bestenförderung nicht gäbe. Zur Verdeutlichung: 5400 Stipendien à 150 €/Monat (der privat getragene Anteil gehört in diesen Vergleich nicht hinein) kosten knapp 10 Mio. €, die BAföG-Ausgaben beliefen sich 2010 auf 2,9 Mrd. € (Quelle: BMBF). Aber wir nivellieren ja lieber, anstatt Leistung anzuerkennen...
  9. #9

    Also meine Erfahrung mit dem Deutschlandstipendium hat gezeigt, dass selbst bei wenigen Anträgen die Noten von Abitur mit den Noten im Studium verglichen werden. Mit einem Nordlichterabi im Einserbereich konnte meines damals nicht mithalten, meine jetzigen Noten im Master jedoch allemal. Ich möchte keinem Studienanfänger zu meinen Gunsten eine Förderung vorenthalten, eine sinnvolle Art der Abwägung wäre jedoch das mindeste.








TOP



TOP