Gesetzlich Versicherte sind für Ärzte weniger lukrativ als Privatpatienten. Viele Mediziner drücken sich deshalb offenbar erfolgreich darum, Kassenpatienten zu behandeln. Das geht aus einem Schreiben der Bundesregierung hervor. Die Krankenkassen geben sich empört.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828396,00.html
bei meiner Mama ist es zwar nicht so krass, aber sie braucht wegen einer chronischen Erkrankung jeden Monat ein Rezept für 28 Spritzen, inzwischen verschreibt er der Neurologe auf dem Rezeptbogen 3 mal das Medikament das reicht, dann fast 3 Monate. Vielleicht sollten sie ihren Arzt mal darauf ansprechen, ob das nicht auch bei ihnen möglich wäre.
die Kosten nicht mehr.
Ein zu hoher Anteil Kassenpatienten führt in den Praxenzu Kostenunterdeckung also letztlich in die Privatinsolvenz.
Die Versorgung durch Freiberufler in der medizinischen Versorgung muss dem Unternehmer Arzt auch einen Gewinn hinterlassen.
Das passiert nicht mehr.
Ausser in wenigen Bereichen der fachärztlichen Versorgung wo noch ausreichend Gewinne gemacht werden um auch den Verpflichtungen als Kleinunternehmer nachkommen zu können - Zertifizierung, Qualitätsmanagment, Sozialleistungen für Angestellte,Rücklagen für Sozialleistungen, Rücklagen für Neuinvestitionen- , werden Sie erleben dass mit dem aufhören der jetzigen Generationen in den nächsten 5 Jahren die Kassensitze nicht mehr besetzt werden.
So dumm sind Ärzte dann doch nicht dass Sie sich mit Investitionen in ein System einkaufen dass Sie zwingt unter Kostendeckung zu arbeiten und durch die Investitionsverschuldung nicht aussteigen können, nicht mal umziehen.
Durch den Ärztemangel -in anderen Berufen ist mit Hochschulabschluss angenehmer der Lebensunterhalt zu erwerben- zeichnet sich jetzt schon ab dass auch für die Kliniken nicht mehr genügend Studienabasolventen in die therapeutische Medizin gehen. Bei annähernd gleichen Einkommen in Klinik und Praxis ist es angenehmer als Angestellter den Schutz des Sozialsystems zu erfahren (und auch ein Privatleben zu haben und Partnerfindung (wieviel Rätinnen haben keine Familie) als in umgekehrt seinen Angestellten gewähren müssen ohne dass dass aus der GKV (Kassenmedizin) genügend hereinkommt.
Es ist eine Aufgabe der Politik so ehrlich zu sein dass die Zeiten eine hochqualitative Medizin durch Kleinunternehmer erbringen zu lassen in Zeiten der Alterspyramide und Hochleistungstechnik sowie exorbitenenten Pharmakosten vorbei ist.
Die Zukunft der ambulanten Medizin wird die der angestellten Ambulatorien mit angestellten Ärztinnen und als Träger Kliniken , Städte, Landkreise als Arbeitgeber.
Diese Ehrlichkeit bringt die Politik aber nicht auf. Es ist einfacher den dümmeren Anteil der Bevölkerung auf ein Feindbild Arzt zu hetzen (lenkt von dem Feindbild Politiker ab) als zu kommunizieren dass eben der Rückgang des Sozialstaates auch in die medizinische Versorgung Einzug hält.
Auch die FDP ist zu feige zu sagen, dass die Praxen nichts mehr wert sind und die Zukunft der Freiberuflichen Praxen vorbei ist, wie auch bei Autohändlern, Lebensmittelläden (Tante Emma) und in vielen Handwerksbranchen.
Freiberuflichekeit verbessert sich im Wettbewerb, bei sozialistischer Regulierung durch Kassen, Fallpauschalen, Budgets und Honorarstrafen für Rezeptverordnungen kann sie nicht überleben.
Das zeigt schon allein die Demographie.
Träumen Sie weiter. Natürlich muss ein niedergelassener Arzt wie ein Geschäftsmann handeln. Wie soll er sonst seine Mitarbeiter bezahlen. zudem subventioniert er mit Privatpatienten die Behandlung von Kassenpatienten z.B. mit Untersuchungen an Geräten, welche die Kasse nicht zahlt. Das Problem ist hier nicht der Arzt. Arbeiten Sie umsonst?
...des Eisbergs und ein Ergebnis verfehlter Politik.
Warum bitte darf sich ausgerechnet der gut verdienende Arbeitnehmer aus der Solidargemeinschaft verabschieden und sich privat versichern?
Warum nicht alle verpflichtend in der gesetzlichen Versicherung und wer immer es will und kann, soll sich privat für zusätzliche Leistungen versichern? Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.
Sie haben anscheinend keine Ahnung. Die Zusatzversicherung verschafft Ihnen auch einen Status. wenn Sie diese nicht haben, werden Sie auch um einen Termin vertröstet! Es hat ja auch nicht jeder eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus - wie sie schreiben. Es geht hier in der Diskussion aber um ambulante Behandlungen!
Die Anpassung bei der demographischen Entwicklung wird nach unten gehen, das heisst die privaten werden das selbe Zahlen wie die Kassen.
Da mit Kassnhonoraren nur ein Defizit erreichbar ist, wenn kein Ausgleich durch die höheren Privathonorare erfolgt werden die Praxen sterben.
Die Konsequenz wird eine Staatsmedizin in Ambulatorien sein ; aber auch dafür sind heute schon zu viele Stellen nicht besetzt. (siehe z.B. Italien) -und daneben die echte Selbstzahlermedizin.
England hat unter Blair die Mediziner ebenso in ein defizitäres Handeln geschickt. Die Konsequenz war dass in England niemand mehr Medizin machen wollte (nach dem Studium) England ist momentan auf dem Salto Rückwärts. Das schafft es mit deutschen und Indischen Ärzten, den Mangel zu behebn.
Das Problem wird sein: die Inder sprechen deutsch nicht als Muttersprache oder wie die deutschen als erste Fremdsprache.
Uns bleiben die Kollegen aus Osteuropa, soweit diese Nicht Englisch können und gleich nach Kanada, Australien oder England auswandern.
Das ist leider nicht mehr so durchgängig der Fall. Ich mußte meine Allgemeinarztpraxis nach 2 1/2 Jahren schließen.
35.-- Euro Flatrate pro Patient und Quartal sind miserabel; damit läßt sich weder anständig leben noch Qualität erbringen.
Mein Steuerberater nimmt 200.-- Eiro pro Stunde (und nicht pro Quartal).
Ärzte sollten ihre Kassenzulassung zurückgeben. Sie ist ja kein Zwang, im Gegenteil, man muss sie beantragen. So etwas ist nicht ungewöhnlich. In den 50er Jahren gab es noch viele Praxisschilder mit dem Zusatz "keine Kassen".
Wenn die restlichen Ärzte dann ausschliesslich von Kassenpatienten leben müssen und ggfs. aus dem eigenen Vermögen substituieren müssen, wird das System zusammenbrechen, und spätestens dann muss ja etwas geschehen.