APIrvin Gordon und sein Volvo sind ein schräges Paar. Seit 1966 besitzt er den feuerroten P1800S. Im Jahr 2002 fuhr er mit zwei Millionen abgespulten Meilen ins Guiness-Buch der Rekorde, bald fällt die drei-Millionen-Meilen-Marke. Sein Erfolgsrezept: liebevolle Pflege - und Egoismus.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...843568,00.html
Pensionierter Lehrer in den USA müsste man sein :-(
Wenn ich hierzulande seine Jahresfahrleistung mit meinem Wagen (unter der sog. Golfklasse) abspulen wollte, würden nur die Benzinausgaben mein gesamtes Bruttoeinkommen auffressen. Das heißt, ich müsste zu 100 % Steuerhinterziehung begehen (auch die Kfz-Steuer), müsste im Auto schlafen, mein Essen erbetteln, dürfte nie krank werden und das Auto nie kaputt gehen.
In den USA offenbar kein Problem, da kann man obendrein noch Autos verschenken. Tja, wenn Einkommen und Preise zusammenpassen, im Gegensatz zum Niedriglohnland Deutschland...
Also diese Zahnriemenphobie kann ich nicht nachvollziehen. Das Ding hat für meinen E30 100 DM (nicht Euro) gekostet und konnte in 1-2Stunden selber ausgetauscht werden.
Wenn also alle 100.000 km mal 200-300 Euro fällig werden ist das doch ein Witz, bis dahin hat Gordon für 7500 Euro Sprit verbrannt.
Herr Gordon hat sicherlich auch eine gute Werkstatt und schaut dieser gut auf die Finger: Man sehe sich nur die Berichte über Werkstatt-Tests an. Meistens wird bei Inspektionen etwas übersehen, bei grösseren Reparaturen irgendein - kleiner oder grösserer - Defekt mit eingebaut, der die Lebenserwartung der Blechkiste drückt.
Tja, wer so einen alten Kadett fährt muss nicht in den Urlaub fliegen. Bin mit meinem damals 16 Jahre alten Kadett E bis hinter den Baikal gefahren ... nur weil ich da mal baden wollte :) Opel kannte in Sibirien keine Sau, die dachten, das wäre irgendeine Tochterfirma von Daewoo ;) Und insgesamt 18.000 km in vier Wochen... hätte noch weit fahren müssen um die 3Mio Meilen zu knacken ;)
Der Volvo wurde vor ca 10 Jahren schon einmal in einer Oldtimerzeitung vorgestellt, es stimmt also vermutlich. Es hieß das der Fahrer den Wagen am Freitag neu abgeholt hat und am Montag bereits zur ersten Inspektion wieder erschien. Den erstaunten Mechanikern erklärte er das der Wagen ihm so viel Spaß gemacht hat das er das ganze Wochenende damit herumgefahren ist. Der Motorverschleiß ist auch glaubwürdig, sobald ein Motor warmgefahren ist weißt er kaum noch Verschleiß auf, da alle Teile schwimmend im Öl gelagert sind. Wenn er 1000 Km am Stück fährt (10 Stunden mit 65 Mailen/Std) hat er eben kaum Verschleiß. Und beim herumtuckern mit dem Tempo (gleichmäßig 100 Km/h) ist auch der Verbrauch sehr gering, der Reifen und Bremsenverschleiß ebenfalls. Was ist also das Problem? 3-4 Stunden Autofahren am Tag und es passt, oder am Wochenende in 10 Stunden nach Florida zum Baden?