Ballastwasser soll Schiffe auf der Fahrt stabilisieren, besonders wenn sie leer sind. Doch in den Tanks kommen immer wieder fremde Arten in Teile der Welt, wo sie nicht hingehören - und oft Probleme machen. Neue Forschungsergebnisse sollen nun helfen, das Problem zu lösen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...671767,00.html
So ist das eben mit der Globalisierung und der allgemeinen Beschleunigung des Lebens. Schön für die Wissenschaftler in Oldenburg und ihre Forschungsmittel, aber stoppen lässt sich da gar nichts. Wenn es den Arten an ihrem neuen Standort gefällt und sie evtl. auch noch widerstandsfähiger sind, werden sie sich durchsetzen: Siehe Darwin! Wie will man denn das Ballastwasser untersuchen, mit dem Nackt(schnecken)scanner?
Es gibt verschiedene Verfahren, das BW wird allerdings weniger untersucht, als vielmehr sterilisiert. In der erprobung befinden sich u.a. Filter (Problem allerdings bei der großen Durchsatzmenge), Chemiekalien (Problem: Umweltschutz), Bestrahlung mit UV Licht.
Momentan wird noch zusätzlich das Ballastwasser nach aufnahmen im Hafen, sobald man auf See ist und eine gewisse Tiefe unter dem Kiel hat, noch mal komplett durchgetauscht, die die meisten Flachwasserorganismen in der Tiefsee nicht überleben.
Problem, ist allerdings das Sediment in den Tanks, das sich mit der Zeit unweigerlich ansammelt, und bei kürzeren Reisen (Hamburg - Rotterdam z.b.) die fehlende Tiefseezone.
Ein Nackschneckenscanner wäre allerdings wirklich mal was neues! :-)
...was für engstirnige Thoretiker! Aber gut, wärend diese Damen und Herren emsig Tropfen um Tropfen des Ballastwassers durchsieben, bringt der Urlaubsreisende fremde Arten in seiner schmutzigen Urlaubswäsche im Flugzeug mit, was dann über deren Köpfe hinwegbraust. Die sollten besser forschen wie eventuelle Vorteile dieser, durch unsere Mobilität bedingte weltweite Artenwanderung genutz werden können, denn wer sagt eigentlich, dass das so schlimm ist? Auch wieder engstirnige Theoretiker...
...aber genau so ist es. Vor allem, weil diese Verteilung schon längst stattgefunden hat und sie irreversibel ist. Ob Bisamratten, Wollhandkrabben, Marmorkrebse, Ochsenfrösche, Halsbandsittiche und viele andere, sie nehmen mit Freuden ihre neuen Lebensräume an und verdrängen rigoros alles, was in diesen Nischen vorher präsent war.
Was sollte man tun?
Man kann einfach nichts mehr tun! Und es ist in meinen Augen auch heuchlerisch, ganze Biotobe durch Bauvorhaben platt zu machen, durch Autonbahnen Schneißen durch die Natur zu fräßen, aber Bürgern zu raten, Teichmolche aus Bayern nicht in NRW auszusetzen, da sonst die genetische Einzigartigkeit der regionalen Gruppen vermischt würden.
Unsere heimische Natur existiert nur noch auf kleinen Inseln, welche von Naturschutzorganisationen gekaufte Flächen darstellen und auf denen der Zutritt für "normale" Bürger verboten ist.
Freuen könne sich nur die Tiere, die sich an die Gegebenheiten schnell anpassen, für andere ist es oder wird es zu spät sein. Es tut weh, aber so ist es. Man sollte sich damit abfinden und vielleicht ein bisschen staunen, wie sich die Natur mit den Eindringlingen neu gestaltet.
Noch eine kleine Geschichte!
Nehmen wir den Marmorkrebs. Ein Monster für jedweden heimischen Naturliebhaber, denn er vermehrt sich durch Jungfernzeugung, das heißt, jeder Marmorkrebs ist ein Weibchen und erzeugt in einem Jahr tausende Klone, ohne sich paaren zu müssen.
Er ist mit jedem Dreckloch voll Wasser zu frieden, ist schneller, agiler als Einheimische Krebse, hält Frost aus und verbreitet die Krebspest, die einheimische Arten dahinraffen lässt, wie kein anderer Faktor, während der amerikanischen Einwanderer imun ist und nur den gefährlichen Pilz an seine Umwelt abgibt.
Nun, unbedarfte Aquarianer wundern sich nach ein paar Wochen, dass sie Nachwuchs haben, freuen sich anfangs. Doch schnelll werden die lästigen überschüssigen Vertreter in die Elbe, in den Rhein oder jedes beliebige Gewässer ausgebracht, wo sie nicht mehr zu stoppen sind. Und nun? Die Moral von der Geschichte ist...?
Gehen sie mal in eine Zoohandlung! Für fünf EURO können sie sich einen kaufen, inklusive KEINER Beratung, um was es sich da handelt. Kein Verkaufsverbot, kein Einfuhrverbot. NIX!
Den aus der Natur zu fischen ist unmöglich! Das dumme am Menschen ist, dass er immer erst handeln will, wenn er eigentlich nicht mehr handeln kann.
Ein Naturliebhaber.
Bei diesen "Tropfen um Tropfen", wie sie es so schon nennen, handelt es sich um etliche 1000 Tonnen Wasser PRO Schiff!
Und die ökologischen Auswirkungen sind wirklich immens. Ein Bsp wäre: Im Amazonas hat sich eine Algensorte ausgebreitet, die die Filter von Kraftwerken, Wasserwerken, etc. sehr schnell zusetzt. Wo früher alle 6 Monate gewartet wurde, muss heute min 1mal im Monat die kompletten Pumpen zerlegt werden, da sie zugesetzt sind. Und die Alge breitet sich weiter aus.
Dies ist an beliebigen Bsp. fortzuführen.
Fragen Sie mal die Australier, wie "theoretisch" Ihr Problem mit eingewanderter Flora und Fauna ist.
Auch in der Ladung werden Tier- und Pflanzenarten verschleppt. Nur ein Beispiel ist die Asiatische Tigermücke, die mit gebrauchten Autoreifen und dem Glücksbambus um die Welt reist, inzwischen in weiten Teilen Südeuropas und der Amerikas etabliert wird und sich weiter ausbreitet. (Innerhalb der Kontinente lässt sie sich dann in Autos und Lastwagen mitnehmen.) Sie kann übrigens Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya übertragen. Die wiederum werden mit Reisenden verschleppt.
Wie schrecklich! Man muss die Wasserfilter reinigen! Wo es in Barsilien doch ohn diesschon einen solchen Mangel an Arbeitskräften und nict einen einzigen Arbeitslosen gibT!
Und die armen Australier, da hat sich doch tatsächlich ein Rabbit Pärchen in einem Wassertank eingeschmuggelt.... und dann erst die Kamele.... auch in den Tanks angekommen.
Ah! Wo wären wir ohne unsere Wissenschaftler....