Weltjugendtag in Madrid: Tausende Spanier demonstrieren gegen Papst-Besuch

Sein viertägiger Besuch soll ein Höhepunkt des Weltjugendtages werden - aber bei vielen Teilnehmern ist der Papst nicht willkommen: 5000 Demonstranten haben gegen die Visite des Kirchenoberhauptes in Madrid protestiert, es kam zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...780880,00.html
  1. #60

    verbinden?

    Zitat von Prophet Beitrag anzeigen
    Was kann es besseres geben, als dass sich die Jugend der Welt miteinander verbindet?
    Dass sich die Jugend der Welt miteinander verbindet OHNE dass dabei der Glaube an irgendein x-beliebiges, übergeordnetes Wesen eine Rolle spielt. Religion ist ja wohl DAS Abgrenzungskriterium schlechthin und somit einfach ungeeignet irgenwas außerhalb des Gedankens "wir gegen die" zu verbinden.
  2. #61

    Wo

    Zitat von Michael_Mittermueller Beitrag anzeigen
    Ich war und bin ehrlich gesagt entsetzt über das Junktim, das in den Medien aktuell zwischen Papst Besuch in Spanien und der dortigen Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen hergestellt wird.
    ...
    hat die Kirche denn mal darauf hingewiesen das die Finanzwirtschaft/rückgratlose Politiker uns in den Abgrund führt, wo ist sie der Rolle gerecht geworden der sie sich Anmaßt.
    Die Kirche erzählt immer nur hinterher etwas, laut wird sie nur wenn es darum geht die Menschen zu bevormunden (PID,Abtreibung). Das was die Kirche vorgibt zu sein ist sie nicht, sie handelt aus reinem Selbstzweck, und das ist Machterhaltung. Ob unter Franco, Hitler etc. die Kirche macht immer das gleiche.
    Danke für die Proteste.
  3. #62

    ...

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Wie dumm ist die Jugend von heute ?
    Gewalt als Argument ist die primitivste Art der Auseinandersetzung - diese Jugend disqualifiziert sich und ihre vielleicht sogar berechtigten Anliegen von alleine.
    ...nicht dümmer als die Jugend von gestern. Pauschalisieren hilft nicht. Sie gehen automatisch davon aus, dass die Gewalt von den Jugendlichen ausging. Steht aber nicht in dem Artikel. Vielleicht hat da die "Staatsmacht" schon einmal prophylaktisch drauf los geknüppelt, die Ereignisse von London noch vor dem geistigen Auge. Und dann versetzen Sie sich doch mal in die Lage der europäischen Jugend. Perspektivlosigkeit trotz (oft) guter Ausbildung. Sparzwänge überall, während gut situierten Kreisen das Geld hinterhergeworfen wird. Das macht Sie nicht wütend? Ich halte Gewalt auch nicht für das richtige Mittel, aber offensichtlich hilft ja auch friedlicher Protest nicht. Wie die "Süddeutsche Zeitung" neulich so treffend titelte: "In 80 Jahren nichts dazugelernt". Das beschreibt das Dilemma sehr deutlich. Und wenn dann in einem demokratischen Staat wie Spanien, das Protestieren gegen eine Institution wie den Vatikan quasi verboten wird, dann verstehe ich schon, dass die Leute sauer werden. Das ist menschlich...
  4. #63

    Omg

    Kirchliche Vorstellungen und Religion sind im Jahr 2011 völlig überholt. Die Dummheit und Ignoranz dieser Menschen macht mich wahnsinnig, so dass ich am liebsten in den Schreibtisch beissen möchte.
  5. #64

    Michael Mittermüller lebe hoch

    Zitat von Michael_Mittermueller Beitrag anzeigen
    Filmbeiträge oder Artikel, die diese Gewaltproteste legitimieren und den inhaltlichen Dialog in Frage stellen, sind für.....
    Herr Mittermüller hat ganz Recht. Es geht um einen Kulturkampf. Für den Weltjugendtag bewerben sich einzelne Städte und die Stadt Madrid hat sich schon vor Jahren - offensichtlich aufgrund entsprechender Beschlüsse demokratisch gewählter Politiker - um den Weltjugendtag beworben. Zum Weltjugendtag kommt immer der Papst. Man kann von mir aus jetzt dagegen demonstrieren (die Demonstrationsfreiheit gilt auch für wirre Anliegen), man sollte aber von Journalistenseite nicht so tun als wehre sich hier die unterdrückte Kreatur. Ganz davon abgesehen, dass der Papstbesuch demokratisch legitimiert ist, sind auch die Kosten im Gegensatz zu allen, was der Staat sonst noch ausgibt, minimal. Dazu geben die Teilnehmer des WJT Millionen von Euros in Madrid aus, die Spanien zugutekommen. Und wer setzt sich mehr für die Belange der Jugend ein als der Papst?
    Linksliberale Medienvertreter zwingen uns ihre Meinung auf und die ist anti-katholisch. Wie mir eine befreundete Journalistin einer grossen deutschen Zeiung neulich gestand, hält sie es nicht für nötig zu recherchieren, wenn es um die katholische Kirche geht. Das wird noch verwerflicher, wenn man aus Zwangsgebühren finanziert wird wie die Journalisten des ZDF. Wie gefährlich können die Katholiken sein, wenn es bei 1,5 Millionen Teilnehmern des WJT zu keinen Vorkommnissen kommt?
    Europa ist bedroht, nicht vom Katholizismus, sondern von der Diktatur linksgerichteter Medien und Funktionseliten.
  6. #65

    Kein Problem

    Zitat von Joinme66 Beitrag anzeigen
    Jo leider, ich frage mich da immer, wieviel Gehirnwäsche nötig ist um ein "jugendlicher" zu sein der da hingeht.
    Nun, wir sollten nicht ausser Acht lassen, dass es genau wie bei Demonstrierern, die da hin gehen, um sich Luft zu machen und einfach dabei zu sein, viele junge Menschen da hin gehen, um einfach ein freundliches Miteinander zu erleben.
    Die grosse Mehrheit der Teilnehmer ist meist schon gar nicht mehr "gläubig" oder ähnliches, sondern geht da hin, weil es eben gerade jetzt statt findet und man gerade Zeit hat und einfach weil "was los ist".
    Ich sehe da kein Problem mit irgendeiner Gehirnwäsche.
    Oder ist heute gerade Waschtag bei Ihnen?
  7. #66

    Der massenmörder an sich neigt zum Atheismus

    Zitat von ryul Beitrag anzeigen
    Sie haben anscheinend nicht begriffen, dass die Weltjugendtage dazu genutzt, Jugendliche an den (unsinnigen, menschenverachtenden) Glauben zu binden, Missionare auszubilden, den Glauben möglichst mit allen Mitteln in der Welt verbreiten.
    Nach der Argumentation werden in Jugendcamps der Freidenker und Linken Massenmörder wie Hitler, Stalin, Pol Pot oder Mao herangezüchtet (merke: die größten Massenmörder der Geschichte waren allesamt Atheisten). Ist natürlich Unsinn, was aber gerade ein schlechtes Licht auf Ihre Argumentation.
    Ob ein Glaube unsinnig ist, muss ja nun jedem selbst überlassen bleiben. Ist halt so in freiheitlichen Gesellschaften. Natürlich darf man dagegen sein und das auch kund tun, aber ich frage mich, warum sowas heuer immer gleich mit Randale verbunden sein muss.

    Wenn Leute nicht wollen, dass der Besuch des Papstes mit "ihren" Steuergeldern finanziert wird (ob das tatsächlich der Fall war, mag mal dahingestellt bleiben), dann hätten sie halt Parteien wählen sollen, die solches ebenfalls nicht wollen, und im Wahlkampf dafür kämpfen müssen, dass diese Parteien eine Mehrheit kriegen. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss man sich halt damit abfinden, dass einer Mehrheit diese Steuergelder gut angelegt erscheinen.
  8. #67

    Da wächst zusammen...

    Na das passt doch. Das Oberhaupt eben der katholischen Kirche, die jahrzehntelang eine Hauptstütze der mörderischen Franco-Diktatur war, kommt nach Madrid. Die „sozialistische“ Regierung fordert nicht etwa eine Entschuldigung des Pontifex und seiner Bischoffstruppe für die Relativierung und teilweise aktive Beteiligung der katholischen Kirche an der Ermordung von mindestens 200.000 Oppositionellen in den Jahren 1936 bis 1974, sondern schickt ihre Prügeleinheiten, um Proteste zusammenzuknüppeln. Viele in Spanien werden diese historischen Kontinuitäten sicherlich einzuordnen wissen. So wie sie übrigens seit vielen Jahren mit den Füßen abstimmen. Nur noch 29% der spanischen Staatsbürger bezeichnen sich selbst als praktizierende Katholiken - die spanischen Kirchen sind inzwischen ebenso leer wie die deutschen.
  9. #68

    knüppel aus dem Sack

    Wie man auch hier sehen konnte, sind die Knüppelorgien in allen Ländern gleich.
    Demokratien wie Dispoten, kennen auf die Fragen der Bevölkerung nur eine Antwort: Knüppel aus den Sack !
  10. #69

    Lächerlich

    5.000 Demonstranten gegen 1.000.000 Weltjugendtagsbesucher. Ist ja eine verschwindend kleine Gruppe (5 Promille), die zudem der irrigen Annahme unterliegt, der Weltjugendtag würde den Staat netto etwas kosten. Aber so ist es ja oft: Wer am wenigsten Ahnung hat, reist am meisten das Maul auf. Hinter den Demos stecken doch bestimmt irgendwelche linksextremen, antikirchlichen Grüppchen, denen es um was ganz anderes geht.