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"Weltfrieden bedroht": Kanada bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab

REUTERSDas Signal ist deutlich: Kanada verweist alle iranischen Diplomaten des Landes und schließt die eigene Botschaft in Teheran. Irans internationales Verhalten stelle eine "Bedrohung des Weltfriedens" dar, begründete die Regierung in Ottawa den radikalen Schritt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...854611,00.html
  1. #1

    na endlich!

    Wenn das alle Staaten machen würden (klar Russland und Syrien werden wohl nicht) - wäre das vielleicht ein hilfreiches Signal.
    Aber ich bin kein Diplomat ...
  2. #2

    Iran adé

    Kanada zeigt uns, wie man Politik auch betreiben kann : Konsequenz, Klarheit , Prinzipientreue und Unerschrockenheit.
    Bei uns gibt es die vielen Bedenkenträger, die dem Iran immer noch eine Chance einräumen, nur um nicht als "Falke " dazustehe, was man ja nicht ist, da man nur die allgemein anerkannten Prinzipien des internationalen Zusammenlebens aufrechthält.
    Es ist notwendig,
    1.den Iran zu isolieren, alle iranischen Diplomaten - zumindesten im Bereich der Nato und der EU - des Landes zu verweisen.
    2.Humanitäre Hilfe, wenn notwendig, unter Aufsicht der UNO in den Iran zu schicken.
    3.alle Handelsverbindungen mit dem Iran abzubrechen.
  3. #3

    Westerwelle hebt den Drohfinger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Signal ist deutlich: Kanada verweist alle iranischen Diplomaten des Landes und schließt die eigene Botschaft in Teheran. Irans internationales Verhalten stelle eine "Bedrohung des Weltfriedens" dar, begründete die Regierung in Ottawa den radikalen Schritt.

    Kanada bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab - SPIEGEL ONLINE
    und sagt "Du, Du...!"... Ich würde mir wünschen, das AA mit Rückendeckung von Fr. Merkel könnte sich auch dazu durchringen, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen.
    Das wäre nicht kriegslüstern und agressiv sondern nur konsequent - die Konsequenz einer jahrelangen agressiven Hinhalte- und Vernebelungspolitik der Iraner.
  4. #4

    Stephen Harper

    Stephen Harper (der rechte kanadische Premier) zeigt wieder einmal, dass er Kanada nur fuer einen Wurmfortsatz der USA haelt. Und so werden natuerlich die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen. Das ist kein Signal an Teheran sondern an Washington: seht wir sind wieder verlaesslich an Eurer Seite. Der Hintergrund ist, dass die letzte liberale kanadische Regierung demonstrativ nicht beim Irakkrieg mitgemacht hat.

    Bis vor kurzem war Kanada ein Musterland des Pazifismus. Das stinkt dem Neocon Harper, der jetzt fuer die USA und das eigene konservative Wahlvolk den Falken gibt. Denn selbst Harper weiss, dass Kanada's Aussenpolitik niemand interessiert.
  5. #5

    Bravo

    endlich eine konsequente und klare Haltung! Zudem: Diplomatische Vertretungen im Iran sind sowieso gefährliches Plaster; es ist bis heute unverständlich, dass seinerzeit bei der Botschaftsbesetzung keine geschlossene Haltung der Völkergemeinschaft erfolgt ist. Das war damals ein Angriff auf die gesamte Welt. Zu hoffen ist, dass nunmehr 200 Staaten dem Beispiel Kanadas folgen, das wäre ein unüberhörbares Signal, das zum Frieden in der Welt beitragen würde.
  6. #6

    Uno?

    Zitat von nickleby Beitrag anzeigen
    Kanada zeigt uns, wie man Politik auch betreiben kann : Konsequenz, Klarheit , Prinzipientreue und Unerschrockenheit.
    Bei uns gibt es die vielen Bedenkenträger, die dem Iran immer noch eine Chance einräumen, nur um nicht als "Falke " dazustehe, was man ja nicht ist, da man nur die allgemein anerkannten Prinzipien des internationalen Zusammenlebens aufrechthält.
    Es ist notwendig,
    1.den Iran zu isolieren, alle iranischen Diplomaten - zumindesten im Bereich der Nato und der EU - des Landes zu verweisen.
    2.Humanitäre Hilfe, wenn notwendig, unter Aufsicht der UNO in den Iran zu schicken.
    3.alle Handelsverbindungen mit dem Iran abzubrechen.
    Und weil die Politik aus Kanada so toll ist und die Menschen in einem Land leben wo Milch und Honig fliessen,deswegen laufen dort Menschen Amok wie letzte Woche und versuchen die so tollen Politiker umzubringen;)
    Alle Handelsbeziehungen mit Iran abbrechen? Und wer hat was davon...Frankreich hat vor lauter "Beispiel-geben" vor 2 Monaten 5 tausend Arbeiter entlassen,weil es keine Abnehmer für Autos aus Frankreich gibt(Iran war Export-Land Nr. 1 für die Fahrzeuge).
    Welche Humanitäre Hilfe wollen Sie schicken? Iran ist NOCH nicht Syrien,sie haben andere Abnehmer und Lieferer aus China,Indien,Venezuela und Russland.

    Mit anderen Worten heisst es,lasst die Iraner verhungern,keine Handelsbeziehungen mit bösen Iran und danach schicken wir mit UNO humanitäre Hilfe nach Iran...glauben Sie wirklich die Iraner wollen alles verlieren,ins Steinzeitalter gebombt werden nur damit wir sie dann Demokratisch bezeichnen werden? Die pfeifen doch darauf und das zu Recht:)
  7. #7

    Ich kann Ihnen...

    Zitat von ziggystardust73 Beitrag anzeigen
    Stephen Harper (der rechte kanadische Premier) zeigt wieder einmal, dass er Kanada nur fuer einen Wurmfortsatz der USA haelt. Und so werden natuerlich die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen. Das ist kein Signal an Teheran sondern an Washington: seht wir sind wieder verlaesslich an Eurer Seite. Der Hintergrund ist, dass die letzte liberale kanadische Regierung demonstrativ nicht beim Irakkrieg mitgemacht hat.

    Bis vor kurzem war Kanada ein Musterland des Pazifismus. Das stinkt dem Neocon Harper, der jetzt fuer die USA und das eigene konservative Wahlvolk den Falken gibt. Denn selbst Harper weiss, dass Kanada's Aussenpolitik niemand interessiert.
    hier nur zustimmen. Jeder der diese Geste nicht als Kniefall vor den USA versteht, sondern als Teil einer eigenständigen, "starken" kanadischen Außenpolitik sollte dringend seinen Realitätssinn überprüfen.
    Und ja, wen interessiert die kanadische Aussenpolitik? Oder die von Norwegen, Palau oder Togo...
  8. #8

    Oh je!

    Iran bedroht den Weltfrieden nicht mehr als jene, die Waffen nach Syrien liefern, in Afghanistan einmarschiert sind und den Irak überfallen und verheert haben. Überhaupt scheint mir alles ein wenig gesteuert zu sein, die Nichtbefolgung von UN- Resolutionen sind ja beileibe nichts neues, Israel hat z.B. noch nie eine der vielen ausgesprochenen befolgt, ohne jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden. Der Bedrohung des Friedens... na, da wird einem beinahe schlecht von dieser Verdrehung. Wer schreit denn immer nach Krieg und redet vom Überfall? Wer hat Atombomben in Nahost und will ein Gleichgewicht verhindern? Wer bereitet sich auf einen Militärschlag vor, der in einen Weltkrieg münden könnte? Verbrechen gegen die Menschenrechte...Nun ja, davon können auch die Palästinenser ein Lied singen, denen ihr Land geraubt wird ohne daß Kanada etwas dagegen sagt. Mal ganz abgesehen vom Jordanwasser, welches ihnen abgegraben wird. Ich bin beileibe kein Verteidiger Irans, sehe aber sehr wohl, welches schmutzige Spiel hier wieder gespielt wird. Der Westen maßt sich an, mit zweierlei Maß zu messen und wundert sich, wenn er völlig unglaubwürdig wird. Das ist nicht die Politik Kanadas, sondern der Hintermänner, die dort wie in den USA das Große Geld und damit das Sagen haben.
  9. #9

    Sehr gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Signal ist deutlich: Kanada verweist alle iranischen Diplomaten des Landes und schließt die eigene Botschaft in Teheran. Irans internationales Verhalten stelle eine "Bedrohung des Weltfriedens" dar, begründete die Regierung in Ottawa den radikalen Schritt.

    Kanada bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab - SPIEGEL ONLINE
    Wie man sieht gibt es doch noch einen Staat, dessen Regierung über genug Rückgrat verfügt um diesem Irren unmissverständlich zu zeigen was von ihm und seiner Politik zu halten ist. Ich kann das nicht mit Bestimmheit sagen - aber vermutlich hat sich Kanada in Vergangenheit nie irgenwie wirtschaftlich oder sonst wie in dubiose Geschäfte in Nahost verstrickt. Denn eben nur so gerät man nicht in zwiespältige Situationen, aus denen man sich dann mit Notlügen und Ausreden anderen gegenüber herauslügen muß.

    Gute Sache das - es wäre zu wünschen das ALLE an den Resolutionen gegen den Iran beteiligten Staaten dem Beispiel Kanadas folgen würden.

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