APWeißrusslands Dauer-Herrscher Lukaschenko lässt wählen. Doch die wenigen Demokraten haben keine Chance und erwägen sogar einen Wahlboykott, weil sie ihm nicht auch noch die Legitmierung schenken wollen. Von außen ist keine Hilfe zu erwarten - die EU hat dem Land längst den Rücken gekehrt.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...815390,00.html
Mich als einen Weißrussen, der schon ziemlich lange in Deutschland lebt, interessiert das Schicksal von Weißrussland.
Es freut mich, dass die deutschen Medien sich mit den Problemen auseinander setzen, die die Politiker lange nicht mehr interessieren.
Die größtem Wähler von Lukaschenko, sind die Rentner, die meistens keine Ahnung von der Demokratie haben und vollkommen zufrieden sind, weil sie nur einen Vergleich mit den Sowjet Zeiten haben. Aber wie man bei den letzten Wahlen schon gemerkt hat, wird die Jugend zunehmend aktiver, weil sie sich eine andere Zukunft wünschen.
Ich glaube die Menschen dort währen froh, wenn EU denen zeigen würde, dass Sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.
Die EU und ihre Mitgliedsstaaten tragen eine Mitverantwortung für die imer katastrophalere Lage in Belarus. Diese haben bis zum Dezember 2010 weder das Potenzial der Östlichen Partnerschaft glaubwürdig genutzt und durch materiell relevante Anreize unterfüttert noch bei Spitzentreffen mit Lukaschenko mit der notwendigen Deutlichkeit den Dialog genutzt. So wurde beim OSZE-Gipfel in Astana am 4. 12.2010 wurde Lukaschenko von die EU-Spitzenvertretern, darunter der Bundeskanzlerin, ignoriert. Wenige Tage später unterzeichnete Lukaschenkoaus diesem Abseitsgefühl heraus die neuen Integrationsverträge mit Moskau. Damit war der weitere innenpolitische Verlauf im Zusammenhang der Präsidentenwahlen in Minsk vorgeprägt. Seither kommt die Reintegrationsstrategie Putins voran. Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Rußland am 4.3.2012 wird diesen nunmehr kaum noch aufzuhaltenden Reintegrations-Prozess weiter dynamisieren. Anstelle einer nüchternen Definition ihrer Interessen hat sich die EU mit ihrer nunmehr fast ausschließlichen Fokussierung auf die in der Tat noch schlechter gewordene Menschenrechtslage selbst in ein impotentes Handlungsabseits manovriert. Mit Blick auf die Menschenrechtslage in Rußland wirft dies im übrigen die Frage nach der Berechtigung eines doppelten Handlungsstandards gegenüber Belarus auf. Den Menschen dort und ihrer Zukunft in einem demokratischen und freien Europa ist damit nicht wirklich geholfen. Und die Reintegration des Landes in den historischen russischen Herrschaftsraum wird ihnen diese europäische Zukunft immer weniger offen halten.
"lasst es vor die wand fahren" hilft sicherlich weiter in dieser debatte.ich kann es nicht verstehen,wie man sich hier einfach so damit abfindet,das belarus wohl eher zu russland soll,also in die EU. wozu dann ein eigener staat. da frag ich mich,wozu dann österreich nen eigenen staat braucht,wenn es doch auch zu deutschland gehören könnte.auch belgien könnte sich teilen. wie es aussieht,herrscht hier wissen und haltung aus dem kalten krieg vor. minsk liegt näher an berlin als paris,ganz zu schweigen von madrid oder lissabon. nicht alles,was hinter der oder ist,passt zu russland. nicht mal die republiken,die derzeit die russische föderation einschließen,passen dort hin.das baltikum,polen und auch belraus brauchen hier,in der eu, ihren platz.nicht weil "rus" in dem wort steckt,ist in diesem gebiet eins wies andere russisch! mein gott: ein teil des alten polens ( was ja laut einem kommentar hier immer westlich war *lach*) macht ca. die hälfte des heutigen belarus aus,so auch die dortige kultur. klar gibts rückständigkeit,und das überrascht noch jemanden, nach fast 100 jahren diktatur? wie soll man sich informieren als bürger aus belarus,wenn man permanent überwacht wird?die berichte sin auf den staat zugeschnitten.man sah mich dort als deutschen mitleidig an,weil man glaubte,ich stamme aus dem armenhaus europas! die leute dort,insbesondere die jugend,hat was drauf.die ökonomischen bedingungen werden einen wandel erfordern.die frage ist,ob die eu und berlin lieber über den hindukusch reden,als über das problem vor der haustür. und ja,ich riskiere mit einem solchen beitrag durchaus,kein visum mehr zu bekommen,da all das hier keinen im KGB verborgen bleiben wird,aber seis drum. der erste schritt MUSS eine visaliberalisierung durch die EU sein,damit sich die menschen aus belarus ein bild von europa machen können,um den wandel zu wollen.
noch kurz zu "es gibt keine opposition": nach dem stand heute ist jede , also wirklich JEDE organisation und vereinigung, und seien es hasenzüchter, dazu verpflichtet,das regime in ihrer satzung zu unterstützen. nicht zu dulden ZU UNTERSTÜTZEN. dies ist zur registrierung notwendig,ohne die eine org sofort illegal ist und allen mehr oder weniger beteiligten haft droht. soviel dazu.