ist das doch für eine primitive Gesellschaft, widerlich.
DPAEine staubige Straße in der Wüste, die Sonne brennt, Häftlinge in Ketten jäten Unkraut. Klingt wie ein Film? Ist aber Arizona im 21. Jahrhundert. Dort verrichten Frauen eine Arbeit, die sonst überall abgeschafft ist. Und das auch noch freiwillig.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...841612,00.html
ist das doch für eine primitive Gesellschaft, widerlich.
Ich sehe eine Chain Gang nicht als besondere Bestrafung, sondern als eine Möglichkeit des Arbeitseinsatzes. Warum nicht Häftlinge auf diese Art z.B. Müll entlang von Straßen sammeln lassen? Das wäre auch in Deutschland sinnvoll. Warum dafür Straßenwärter einsetzen, wenn das auch Sträflinge tun könnten. Ich finde diese Idee jedenfalls durchaus überdenkenswert...
Wer schon öfters in den USA unterwegs war, den überraschen solche Artikel nicht. Der größte Teil der Gesellschaft von den Werten und dem Bewusstsein auf dem Stand zum Zeitpunkt der Auswanderung stehengeblieben. Zur Änderung gab es keinen Bedarf. Man sollte sich von den technischen Errungenschaften der USA wie der Raumfahrt, der Militär- oder Computertechnik oder dem schillernden Hollywood und Silikon Valley nicht blenden lassen. Das Land ist gesellschaftspolitisch hintendran.
"...sie melden sich freiwillig zur Arbeit in der chain gang..." Anstatt tatenlos in den Zellen zu hocken, finde ich diese Möglichkeit des Engagements völlig in Ordnung. Ob man das angesichts der relativ leichten Delikte unbedingt mit Fußketten betreiben muss, ist wohl vom County-Regelwerk abhängig. Derzeit kann man jeden per Chip sofort wieder auffinden. Bei uns gibts genügend Möglichkeiten an Stränden, in Wäldern, an Land-/Bundesstrassen, die leider immer wieder vermüllt werden. Aber wer in D diese Initiative ergreift, wird sofort von den Gutmenschen in die rechte Ecke gestellt. Oder sollte ich mich diesmal täuschen?
Es gibt auch Strafen in den USA, wo Verurteilte sich ein großes Schild mit dem Vergehen umhängen müssen. In einem anderen Fall, in einer Kleinstadt, müßen Straftäter, nach Verbüßung der Strafe im Gefängnis, ihre Wohnungen verlassen und obdachlos unter einer speziell dafür ausgewiesenen Brücke schlafen.
Zusätzlich ist Gewalt Alltag in den USA.
Wenige von sehr vielen Beispielen, dass die amerikanische Gesellschaft im Grunde noch im Mittelalter lebt.
Gibt es dich auch bei uns. Nennt sich dann Sozialstunden. Naturlich auch nur für Delikte bei denen man nicht wirklich ins Gefängniss braucht. Wie Alkohol am Steuer oder so.
Bei planmäßig aufgestellten Chaingangs besteht übrigens immer das Risiko, das sich das Strafmaß eines Delinquienten am aktuellen Arbeitskräftebedarf des Countys bemisst und nicht an seinem tatsächlichen Vergehen.
... sieht man auch oft die "prisoners at work" Schilder an der Strasse... Die Fussketten sind schon übertrieben, ansonsten: wo ist das problem??