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Wehrbericht: Guttenbergs Problemtruppe

Alkohol-Exzesse, Waffenspielereien, Offiziersversagen: Immer weitere peinliche Enthüllungen bringen die Bundeswehr in die Bredouille. Verteidigungsminister Guttenberg steht vor einer Bewährungsprobe - kann er die Truppe reformieren?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741464,00.html
  1. #110

    -

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Da haben Sie recht. Aber wer sich so aus dem Fenster lehnt wie der H. K.Th. vuz G. muss sich halt nicht wundern wenn es windet und er im Durchzug steht.
    Wer das ist konnte man gestern gut beobachten. Es war nicht Guttenberg.
    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Er hat halt ein wenig zuviel Eigendarstellerei betrieben.
    Es scheint zwar recht populaer zu sein, das zu behaupten, aber so wie es sich mir von hier aus darstellt, blamieren sich eher die anderen in ihrer Eigendarstellung. Die, die ihm so gerne ein Bein stellen moechten.
    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Grosse Sprüche mit Einsparung und jetzt April, April. 40 Grossraumtransportflugzeuge zum Preis von 60 zeugt auch nicht gerade Überzeugend. oder?
    Baut Guttenberg denn das Flugzeug?
    Ich dachte bislang immer, das waere der von Deutschland und Frankreich krampfhaft getragene Airbus Verein.
  2. #111

    Stimmt ja gar nicht..

    Zitat von Eimsbüttler Beitrag anzeigen
    Unbewiesen? Zwei Menschen sind unter mysteriösen Bedingungen ums Leben gekommen! Da kann sich der "Oberste Dienstherr" dieser Truppe nicht aus seiner Führungsverantwortung herauswinden. Sogar Helmut Schmidt als "elder statesman" platzt der Kragen.
    Guttenberg ist der Westerwelle der CDU/CSU!
    aus Erotikperspektive schon mal nicht, ganz klar. Und auch ansonsten nicht.
    "Führungsverantwortung". Hui. Wie definiere ich das. ICH. Nicht andere für mich?
  3. #112

    Das Konzept Guttenberg: politisch und wirtschaftlich auf Pump finanziert

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alkohol-Exzesse, Waffenspielereien, Offiziersversagen: Immer weitere peinliche Enthüllungen bringen die Bundeswehr in die Bredouille. Verteidigungsminister Guttenberg steht vor einer Bewährungsprobe - kann er die Truppe reformieren? http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741464,00.html
    Wenn es einen gäbe, der das könnte, dann zu Guttenberg.
    ► Woraus entnehmen Sie das?
    Sie scheinen über geheime Informationen zu verfügen, die ich nicht kenne!
    Was die Öffentlichkeit von ihm kennt, sind eine Reihe bunter Bilderchen, flotte Reden auf Parteitagen mit jede Menge Show-Einlagen und größenteils averbale Signale von "Draufhauen", die die Partei nur begeistern, weil sie in tiefer Depression liegt und um ihren (mindetsens konzeptionellen) Fortbestand bangt. Eine Mischung, die einem skeptisch stimmen sollte.
    ► Aber was weiß man über die politischen Positionen dieses pomadigen Jungstars?
    ► Was hat er je Konzeptionelles - sei es über die Bundeswehr oder sonst - von sich gegeben, das über sehr pauschale Ankündigungen hianusgeht, die sich - siehe Finanzierung der Bundeswehrreform - als bloßer Bluff erwiesen haben?!
    ⇨ Dass er eine dauerhaft weltweit im Einsatz befindliche deutsche Armee möchte, hat er angekündigt - das sollte einem eher Sorge machen.
    ⇨ Dass er "durchgreifen" will, hat er angekündigt und er hat das in einer Weise bisher praktiziert, die eher wie politische Stümperei wirkt.

    ► Man weiß von ihm so viel wie von einem mit viel Werbeaufwand angekündigten neuen Modell einer bereits früher gefloppten Wunderwaffe - aber funktioniert hat sie bisher ja nun nicht und die Wirkungsweise dieser Wunderwaffe gleicht eher der des „Kaisers neuen Kleidern“: Sie wirkt nur, weil alle sich zuraunen, sie wirke. Viel heiße Luft und am Ende nichts Konkretes.

    Die Abschaffung der Wehrpflicht?
    Der Preis dafür wird erst noch zu bezahlen sein - und das im doppelten Sinn.
    ⇨ Finanziell wird es ein Desaster, weil die neue Bundeswehr wesentlich teurer sein wird/würde als die alte (was von Anfang an absehbar war, aber das Gegenteil wider besseren Wissens von ihm behauptet wurde). Das Geld wird er vom Kabinett nicht bekommen, was die internen Probleme verschärfen wird.
    ⇨ Der politische Preis wird eine größere Abspaltung der Streitkräfte von der Bevölkerung sein und eine Mehr an Reibungsverlusten.
    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Allerdings könnte er über eine Opposition stolpern, der es keineswegs um die Klärung von Mißständen geht, sondern um die Entsorgung des Ministers!
    Das wäre dann ja das Prinzip Guttenberg.

    ► Denn worum ging es ihm bei der seinen bisherigen "Personalmaßnahmen" denn?
    Von Aufklärung keine Rede, sondern von Polieren des eigenen pomadigen Images selbst mit den peinlichsten und zweifelhaftesten Mitteln.
    Das Konzept Guttenberg ist ganz und gar nach US-Muster gestrickt, wo er geistig und politisch sozialisiert wurde:
    Man denkt politisch maximal in Zwei-Jahres-Abständen und es müssen kurzfristige Erfolge her, die politisch und wirtschaftlich auf Pump finanziert sein mögen - wer weiß das morgen schon noch?!
  4. #113

    Ohne diesen Kontrast wäre der Fatzke vuzGe ein Provinzheld.

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Selten hat man von einem Minister so klare Aussagen gehört,wie gestern bei der Bundestagsdebatte.
    So allzu häufig scheinen sie die Debatten im Parlament nicht zu verfolgen - und zudem auch noch nicht all zu lange.

    Ankündigungen hat es schon immer gegeben - aber die Vorstellung, der junge Held werde jetzt den Augiasstall ausmisten wie dereinst der Göttersohn Herkules, zu dem er von der Regenbogenpresse stilisiert wird, ist ein Produkt der Zeit, die eher von Holywood-Filmen und Heilserwartungen geprägt wird, als von politischer Erfahrung und Wirklichkeit:
    Neben dem dahinkümmernden, zaudernden Pflänzchen einer Parteiführerin Merkel, das so recht nicht gedeihen will, erstrahlt plötzlich selbst eine etwas nach Pomade riechende Sumpfblüte wie ein Geschenk Gottes persönlich.

    Ohne diesen Kontrast zu Merkel und Ihrer matten und dilletierenden, sich selbst behindernden Laienspielertruppe wäre der Fatzke vuzGe ein bayrischer Provinzheld mit dezentem Weltmannparfüm.

    Man stelle sich vuzGe mal neben Kohl, neben Strauß, neben Konrad Adenauer, Benda, Biedenkopf, Dregger, Geißler, von Hassel, Roman Herzog, Philipp Jenninger, Kanther, Gerhard Schröder (Bundesinnenminister, Bundesaußenminister, Bundesverteidigungsminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender), Stoltenberg (Bundesforschungsminister, Ministerpräsident Schleswig-Holstein, Bundesfinanzminister, Bundesverteidigungsminister), Richard von Weizsäcker und selbst Manfred Wörner (Bundesverteidigungsminister und Nato-Generalsekretär) vor - und schon wird deutlich, worauf sein ganz und gar relativer "Glanz" beruht:
    In der Finsternis ist selbst das kleinste Licht eine Sonne - selbst wenn es vom Dunkelmann persönlich getragen wird.
  5. #114

    Schmidt vs Guttenberg

    Zitat von Wilfried H. Becker Beitrag anzeigen
    Glauben Sie, Herr Schmidt hat sich als VM einen Kopp gemacht, was da so in den Kasernen alles so passierte, wie einfache Soldaten gedemütigt wurden. Ob da „machtgeileperverse“ Offiziere ihrer Lust nachgehen konnten oder nicht, das ging ihm doch am Hintern vorbei.
    Als nicht anerkannter Kriegdienstverweigerer musste ich "unter Schmidt" zur Bundeswehr einrücken. Obwohl ich unmittelbar nach der erzwungenen Einberufung einen Antrag auf sofortige Entlassung aus der Bundeswehr stellte, dem man natürlich nicht nachkam, wurde ich in keiner Weise schikanös behandelt. Dies traf insbesondere auch auf die Offiziere zu. Über etwaige Verfehlungen wurde mir seitens meiner "Kollegen" und Leidensgenossen ebenfalls nie etwas berichtet.

    Heute läuft da offensichtlich nicht nur auf der GF einiges aus dem Ruder ...
  6. #115

    Hervorragende Führungsperson?

    Ohne Vorverurteilung muss leider sogar die Frage erlaubt sein, ob das Amok-Verhalten des afghanischen Soldaten unmittelbar nach Herrn Guttenbergs Truppenbesuch reiner Zufall war.
    Offensives Verhalten als "Streitkraft-Führer" ist vielleicht manchmal hilfreich, kann aber auch bei Menschen, die darin offensichtliches Unrecht sehen, zur Entsolidarisierung führen.
    Wie gesagt:
    Dieser Vorfall ist äußerst tragisch und darf nicht politisch ausgeschlachtet werden.
    Auch sollte der biblische Grundsatz beachtet werden:
    "So wie ihr richtet, wird über euch gerichtet werden."
    Auch für mich, der ich aber nicht urteile, sondern nur frage. Mehr aber für Herrn Guttenberg, der regelmäßig zum Fällen von Urteilen verpflichtet wird.








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