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Wehrbericht: Guttenbergs Problemtruppe

Alkohol-Exzesse, Waffenspielereien, Offiziersversagen: Immer weitere peinliche Enthüllungen bringen die Bundeswehr in die Bredouille. Verteidigungsminister Guttenberg steht vor einer Bewährungsprobe - kann er die Truppe reformieren?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741464,00.html
  1. #100

    ... "wäre lebensgefährlich für unsere Demokratie".

    Zitat von gloriaD Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung!
    Bedauerlich ist nur, dass die Erkenntnis über diese Zusammenhänge in der Öffentlichkeit viel langsamer wächst als die Pläne für die gefährliche Stillegung der Wehrpflicht und deren Um-setzung. (Der gesundheitlich angeschlagene Helmut Kohl, dem jedes Wort schwerfällt, hat kürzlich noch am Rand einer Ehrung dringend davor gewarnt, diese Entscheidungen über die Wehrpflicht ohne "sehr ausführliche Diskussion" zu treffen; es war ihm anzumerken, dass ihm das wichtig war!)
    Gewollt ist von dem pomadigen Fatzke vuzGe (George Grosz hat ihn in seinem "Gesicht der Herrschenden Klasse" schon 1921 vorausprotraitiert!) der Umbau der Bundeswehr zu einer dauerhaft weltweit im Einsatz befindlichen Streitkraft - so O-Ton GröFaz vuzG kürzlich vor "Führungskräften der Deutschen Wirtschaft" - die dann auch bei Knappheit von Rohstoffen etc. die erforderlichen Handelswege freibombt - "Kollateralschäden" am Weltfrieden eingeschlossen.
    Dazu passt sehr gut die Mahnung eines der ersten und sicher der profiliertesten Verteidigungsminister der Bundesrepublik:

    Zitat von spon
    Schmidt äußerte sich kritisch über die Neuausrichtung der Bundeswehr und die Abschaffung der Wehrpflicht. "Ich halte es jedenfalls für einen Fehler, die Bundeswehr nicht vorwiegend unter Rücksicht auf die Verteidigung des eigenen Landes zu strukturieren, sondern mit Blick auf den Einsatz auf fremden Kontinenten. Es sollte nicht die wichtigste Aufgabe unserer Bundeswehr sein, sich jederzeit abrufbar für fremde Kriege verfügbar zu halten", sagte er.
    Es sei die Rede davon, die Bundeswehr auf 180.000 Soldaten zu verkleinern, sagte Schmidt. "Für diese Zahl habe ich bisher nirgendwo eine Begründung gefunden. Warum nicht 150.000? Warum nicht 80.000?"
    Die Abschaffung der Wehrpflicht könne "erhebliche, erst langfristig auftretende Folgewirkungen haben", warnte der SPD-Politiker. So könne die Professionalisierung der Armee "zu Kastendenken führen". Die Bundeswehr habe ohnehin die Tendenz zu glauben, "sie sei etwas Besonderes. Und diese Neigung, sich für etwas Besonderes zu halten, wird sich natürlich in einer Berufsarmee noch stärker ausprägen als bisher schon". Schmidt sagte, die Vorstellung einer Armee als eine Art besondere Schicksalsgemeinschaft "wäre lebensgefährlich für unsere Demokratie".
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741714,00.html
    Dagegen wirkt das Treiben des vuzG wie verantwortungsloses Spiel mit dem Feuer, um sich selbst ins - im doppelten Sinn - rechte Licht zu rücken!
  2. #101

    KTvuzGu kann sich schon mal warm anziehen

    mal sehn, wie er sich da rauswindet; es wird wohl kaum so schnell Gras über die Sache wachsen. Nach Kohlmanier aussitzen dürfte schwierig werden. Sollte wirklich schonungslos aufgeklärt- und der ganze Laden umgekrempelt werden, woran ich nicht glaube, dann dürfte das sein politisches Ende sein.
  3. #102

    nicht übertreiben

    Zitat von zerberus und co. Beitrag anzeigen
    Dazu passt sehr gut die Mahnung eines der ersten und sicher der profiliertesten Verteidigungsminister der Bundesrepublik:



    Dagegen wirkt das Treiben des vuzG wie verantwortungsloses Spiel mit dem Feuer, um sich selbst ins - im doppelten Sinn - rechte Licht zu rücken!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vorlage...igungsminister

    HS war grad mal knapp 2 Jahre Verteidígungsminister , also da von profilitisten VM zu sprechen ist schon gewaagt, Gutti ist grad 1 Jahr im Amt, davor waren Jung( oh Gott) Struck und Scharping , und wenn nun jemand behauptet, dass Gutti all das zu verantworten hat, was vor ihm ( wie das Mädchen 2008 ) zu verantworten hat, wem kann man da noch helfen, vielleicht ein Herkules, der den Stall ausmistet, aber auch Gutti wirds nicht schaffen, dafür ist dei Zeit zu kurz, dei Probleme zu zahlreich, er hat sich auf den Schleudersitz oder Feuerstuhl gesetzt, da bekommt er einen warmen hintern !
  4. #103

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alkohol-Exzesse, Waffenspielereien, Offiziersversagen: Immer weitere peinliche Enthüllungen bringen die Bundeswehr in die Bredouille. Verteidigungsminister Guttenberg steht vor einer Bewährungsprobe - kann er die Truppe reformieren?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741464,00.html
    Was machen eigentlich die Herren Wieker und Weiler so den ganzen Tag?
  5. #104

    wen denn sonst?

    Zitat von tlogor Beitrag anzeigen
    Dass die Bundeswehr kein Hort guter Sitten ist, weiss man doch schon lange.

    Auch wenn ich gar kein Freund von Guttenberg bin, ist es doch ganz klar, dass man dafür Guttenberg nun wirklich nicht verantwortlich machen kann.
    Der gegelte Herr von und zu Gutenberg ist der politisch verantwortliche Minister und niemand anderes. So zu tun als seien die Zustände bei der Bundeswehr gottgegeben und niemand ist verantwortlich geht doch wohl garnicht. Der Minister hätte ja längst nach dem ersten Skandal unter seiner "Regentschaft" für Abhilfe und Klarheit sorgen können, aber Schuld sind immer die Anderen und die Bildzeitung bestimmt was gerade gemacht wird. Also Rücktritt ist angesagt und nicht "Sesselkleben". Andere vor Ihm haben da mehr Verantwortung gezeigt.
  6. #105

    1969 bis 1972 sind in Ihrer Zeitrechnung "knapp 2 Jahre"?

    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    HS war grad mal knapp 2 Jahre Verteidígungsminister ,...!
    1969 bis 1972 sind in Ihrer Zeitrechnung "knapp 2 Jahre"? Bravo!
    Jedenfalls war er einer der Wenigen, die nicht als BMVg gehen mußten!
    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    ... also da von profilitisten VM zu sprechen ist schon gewaagt, Gutti ist grad 1 Jahr im Amt, davor waren Jung( oh Gott) Struck und Scharping , und wenn nun jemand behauptet, dass Gutti all das zu verantworten hat, was vor ihm ( wie das Mädchen 2008 ) zu verantworten hat, .....
    Vielleicht lesen Sie einfach mal hier nach, dann kann niemand mehr bezweifeln, dass das BMVg seit Amtsantritt der pomadigen Selbstdarstellers über die Vorgänge informiert war:
    Zitat von spon
    Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr habe in Forschungsstudien über die Probleme berichtet, meldet die "Zeit". Die Studien liegen der Zeitschrift vor.
    Für die Untersuchungen wurden demnach Marineoffizieranwärter befragt. Bei den Ergebnissen sei "Kritik am Sicherheitskonzept" auf der "Gorch Fock" festgestellt worden. Außerdem sei von "großen und ernst zu nehmenden Problemen" bei der Verpflegung und Hygiene die Rede.
    Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr begleitet die Ausbildung der Marineoffiziere seit sechs Jahren. Das Institut habe zu diesem Thema unter dem Titel "Panelstudie zur beruflichen Entwicklung von Marineoffizieren" seit 2008 drei Forschungsberichte veröffentlicht, der jüngste ist vom Mai 2010. Die Berichte seien an Marineführung und Verteidigungsministerium weitergeleitet worden.
    (...) Sicherheitsbedenken, die Offizieranwärter nach dem Tod einer Kameradin im Jahr 2008 geäußert hatten, wurden im Forschungsbericht von Mai 2010 thematisiert. "Im Zusammenhang mit der Kritik am Sicherheitskonzept muss auf die Möglichkeit geachtet werden, den Offizieranwärtern ausreichend Erholung zu gewähren", heißt es dort.
    Weder das Verteidigungsministerium noch die Marineführung wollten sich laut "Zeit" zu Konsequenzen aus den Forschungsberichten äußern.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741714,00.html
    Für diese Versäumnisse trägt der amtierende BMVg die Verantwortung, wenn er sie nicht sofort nach seienm Dienstantritt abgestellt hat. Aber Ihr Zeitgefühl ist da ja offensichtlich durcheinander geraten!
  7. #106

    Spiegelbild unserer "tollen" Gesellschaft

    Meines Erachtens zeigen diese Affären, Mobbing, Skandale und Exzesse in der Bundeswehr nur, was in unserer "tollen" Gesellschaft Gang und Gäbe ist. Man schaue sich nur die zahllosen Berichte über das Fehlverhalten von Politikern und Prominenten bis hin zu den einzelnen Bürgern an. Nur hat man in der Bundeswehr andere technische Möglichkeiten, um diese menschlichen Unzulänglichkeiten auszuleben.

    Schuld ist meines Erachtens nicht unser Verteidigungsminister sondern unsere Gesellschaft selbst (also wir alle), die solche Menschen hervorbringt. Sie werden schon von klein auf so erzogen, dass sie nur an sich selbst denken und die Gemeinschaft ihnen mehr oder weniger egal ist. In der Schule und in der Berufsausbildung geht das gerade so weiter, um im Berufsleben längst noch nicht aufzuhören. Für mich ist dieses Wehklagen über die Bundeswehr wie ein Wehklagen über unsere Gesellschaft, denn die Angehörigen der Bundeswehr stammen ausnahmslos aus unserer Gesellschaft, die wir selbst durch unser Verhalten und die Abgabe unserer Wählerstimmen prägen.

    Das mag jetzt übertrieben klingen, aber vielleicht sollten uns diese Vorfälle einschließlich der Vorgehensweise bei ihrer Bewältigung als Anlass dienen, einmal zu prüfen, welche Schuld wir alle daran haben, dass es ein solches Fehlverhalten in unserer Gesellschaft, und damit auch in der Bundeswehr, überhaupt in dieser Vielzahl gibt.
  8. #107

    Guttenberg muss sich nicht rauswinden.

    Zitat von Xygeloest Beitrag anzeigen
    mal sehn, wie er sich da rauswindet; es wird wohl kaum so schnell Gras über die Sache wachsen. Nach Kohlmanier aussitzen dürfte schwierig werden. Sollte wirklich schonungslos aufgeklärt- und der ganze Laden umgekrempelt werden, woran ich nicht glaube, dann dürfte das sein politisches Ende sein.
    Selten hat man von einem Minister so klare Aussagen gehört,wie gestern bei der Bundestagsdebatte.
    Die Oppositionsredner haben sich durchweg als beleidigte Leberwürste(wir wurden nicht rechtzeitig,wahlweise falsch oder unvollständig informiert)präsentiert.
    Von Sachlichkeit weit entfernt,ihr vorgefertigtes Manuskript herunterspulend,teilweise bis zur Lächerlichkeit(bockiges Saalverlassen).
    Die notwendige Bundeswehrreform ist nur mit Standfestigkeit zu bewältigen.
    Die hat er.
    Alle Bürger müssten ihm Erfolg dabei wünschen.
    Denn wir bezahlen sie nicht nur,sondern unsere Kinder/Angehörigen sind Teil davon.
    Stattdessen versucht man wahltaktische Schlachten zu schlagen,mit immer weniger qualifizierten Leuten.
    Motto:Es wird schon was hängen bleiben von unseren unbewiesenen Unterstellungen.
    Ihre Hoffnung auf sein baldiges Ende bleibt eine Hoffnung.
    Hoffentlich.
  9. #108

    Guttenberg, Bild, Beckmann & Co.

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Selten hat man von einem Minister so klare Aussagen gehört,wie gestern bei der Bundestagsdebatte. [...] Stattdessen versucht man wahltaktische Schlachten zu schlagen,mit immer weniger qualifizierten Leuten.
    Motto:Es wird schon was hängen bleiben von unseren unbewiesenen Unterstellungen.
    Ihre Hoffnung auf sein baldiges Ende bleibt eine Hoffnung.
    Hoffentlich.
    Unbewiesen? Zwei Menschen sind unter mysteriösen Bedingungen ums Leben gekommen! Da kann sich der "Oberste Dienstherr" dieser Truppe nicht aus seiner Führungsverantwortung herauswinden. Sogar Helmut Schmidt als "elder statesman" platzt der Kragen.
    Guttenberg ist der Westerwelle der CDU/CSU!
  10. #109

    Zitat von Eimsbüttler Beitrag anzeigen
    Unbewiesen? Zwei Menschen sind unter mysteriösen Bedingungen ums Leben gekommen! Da kann sich der "Oberste Dienstherr" dieser Truppe nicht aus seiner Führungsverantwortung herauswinden. Sogar Helmut Schmidt als "elder statesman" platzt der Kragen.
    Guttenberg ist der Westerwelle der CDU/CSU!
    Glauben Sie, Herr Schmidt hat sich als VM einen Kopp gemacht, was da so in den Kasernen alles so passierte, wie einfache Soldaten gedemütigt wurden. Ob da „machtgeileperverse“ Offiziere ihrer Lust nachgehen konnten oder nicht, das ging ihm doch am Hintern vorbei.








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