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Wechsel zu Bilfinger Berger: Koch ist endlich König

Kaum ein Politiker war in den vergangenen Jahren so umstritten*wie Roland Koch: CDU-Hardliner, Feindbild der Linken, Merkel-Rivale. Nun wird der Ex-Ministerpräsident Chef von Bilfinger Berger*und*darf bei dem Baukonzern endlich frei herrschen. Nur - kann er Konzernchef?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...726135,00.html
  1. #1

    Gut dass er weg ist, ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum ein Politiker war in den vergangenen Jahren so umstritten*wie Roland Koch: CDU-Hardliner, Feindbild der Linken, Merkel-Rivale. Nun wird der Ex-Ministerpräsident Chef von Bilfinger Berger*und*darf bei dem Baukonzern endlich frei herrschen. Nur - kann er Konzernchef?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...726135,00.html
    jetzt kann er ganz in Ruhe mit seinen Bauklötzern spielen; das hätte mal gleich von Beginn an machen sollen, dann wären eine Menge Steuergelder nicht sinnlos verpulvert worden.
  2. #2

    koch

    herr koch gilt ja nicht gerade als "mann des konsens" ob das gut in position ist...- davon mal ab, wie kann eigentlich ein mann chef einer baufirma werden der soviel ahnung vom bauen hat wie ein bäcker von kernspaltung?
  3. #3

    Schdäidsmähnschib

    Mir wird ganz anders wenn ich mir die Äußerungen Herrn Sendeles zu Kochs Wechsel lese. Da stellt also jemand ganz selbstverständlich klar das es keinerlei Erfahrung in der jeweiligen Branche braucht um ein internationales Großunternehmen zu führen. Wichtig ist allein "Lidörschib", also dem Unternehmen Richtung zu geben (auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre eine von einem PR-Unternehmen geschriebene Rede vortragen), das Aufzeigen von Visionen (Powerpoint-Folien ablesen) und das Orchester der Manager zu dirigieren (bei Besprechungen dem lautesten Schreihals zustimmen). Das bedeutet eigentlich das Herr Sendele hier ganz klar sagt das man für einen CEO-Posten weder Bildung, noch Erfahrung noch irgendeine Qualifikation braucht. Jeder kann sowas. Man muss eigentlich nur ein paar Leute kennen und beim Golfen ein paar Projekte klarmachen. Das reicht völlig aus. Und bei so einer, von sogenannten Personalberatern geförderten, Unternehmenskultur in Deutschland wundert sich noch jemand über die Ursachen der Wirtschaftskrise.
  4. #4

    Titel

    Zitat von shaim74 Beitrag anzeigen
    herr koch gilt ja nicht gerade als "mann des konsens" ob das gut in position ist...
    Mitunter ja - anders als in der Politik wird Nichts- und Halbherziges-Tun recht schnell abgestraft. Man muß die Dinge auch mal durchziehen, und nicht alle gefühlten fünf Minuten wieder die Richtung ändern oder nur die Hälfte der Punkte machen (die aber ohne die andere Hälfte überhaupt keinen Sinn machen), nur damit man der anderen Seite entgegen gekommen ist. Das würde der Politik hier und da auch mal ganz gut tun. SIeht man doch z. B. an den Gesundheitsreformen - erst wird was halbherziges beschlossen, und das dann nach spätestens einem Jahr wieder durch was anderes ersetzt. Man kann (und soll) sich trefflich über etwas streiten. ABer ab einem Punkt X muß dann auch mal was durchgezogen werden. Wenn es dann tatsächlich das falsche war, weiß man das nachher wenigstens.

    Zitat von shaim74 Beitrag anzeigen
    - davon mal ab, wie kann eigentlich ein mann chef einer baufirma werden der soviel ahnung vom bauen hat wie ein bäcker von kernspaltung?
    Steht doch im Artikel. Kleiner Hinweis: Der Mann soll nicht im Blaumann die Schalung für eine Betonmauer hochziehen, sondern ein Unternehmen führen. Dafür muß man a) das Geschäft verstehen (das, auch im Artikel zu lesen, nur noch zu ca. 50% aus "Bauen" besteht) und b) eben führen können. Ob er das kann ist wieder eine andere Frage.
  5. #5

    TItel

    Zitat von Kelnor Beitrag anzeigen
    Und bei so einer, von sogenannten Personalberatern geförderten, Unternehmenskultur in Deutschland wundert sich noch jemand über die Ursachen der Wirtschaftskrise.
    Die meisten Pleiten die ich kenne sind dadurch entstanden, daß "Fachidioten" (die meistens sehr engagiert und mit Herzblut dabei waren) ihr können nur in dem entsprechenden Fachgebiet, nicht aber im wirtschaftlichen und Führungsbereich hatten.
  6. #6

    tja

    warum nur musste ich gleich bei der schlagzeile denken?: wieder sehen wir, wie diese verbindungen von ökonomischen und politischer eliten funktionieren: jetzt wird der koch für seine politik von der großindustrie honoriert.
  7. #7

    Qualifikation: Ja --- Guter Geschmack: Nein

    Zitat von Kelnor Beitrag anzeigen
    ... Jeder kann sowas. Man muss eigentlich nur ein paar Leute kennen und beim Golfen ein paar Projekte klarmachen. Das reicht völlig aus. Und bei so einer, von sogenannten Personalberatern geförderten, Unternehmenskultur in Deutschland wundert sich noch jemand über die Ursachen der Wirtschaftskrise.
    Genau gesagt, kommt ja zum Ausdruck, dass sowas nur eine Fuehrungspersoenlichkeit kann. Und als jahrelanger Vorsitzender ein Landespartei und als Ministerpraesident hat er ja schon so seine Fuehrungsaufgaben gehabt. Daneben ist Herr Koch ja auch ein hervorragender Anwalt ... oder soll es zumindest mal gewesen sein. Die Qualifikation stelle ich nicht so sehr in Frage. Das wuerde ich Herrn Koch noch ohne weiteres zutrauen. Und Wechsel aus fachfremden Bereichen in einen Konzern wird auch nicht immer als schlecht wahrgenommen, da ja so neue Ideen hineinstroemen. Auch wenn dieser Wechsel nicht unbedingt aus dem Regierungssektor normalerweise kommt.

    Es bleibt aber ein Punkt: Das ist keine gute Governance. Ein Politiker der einst fuer Projekte zustaendig war, die diesem Konzern direkt genuetzt haben, sollte hier keine leitende Position begleiten. Zumindest nicht unmittelbar nach Ende seiner Politik-Karriere ... da bleibt ein schlechter Nachgeschmack, und den spuelt auch so schnell kein Aeppler runter.
  8. #8

    Richtig aber

    Zitat von sponner_hoch2 Beitrag anzeigen
    Die meisten Pleiten die ich kenne sind dadurch entstanden, daß "Fachidioten" (die meistens sehr engagiert und mit Herzblut dabei waren) ihr können nur in dem entsprechenden Fachgebiet, nicht aber im wirtschaftlichen und Führungsbereich hatten.
    Das ist das andere Extrem. Es passiert ja durchaus häufiger das gute Programmierer einen eigenen Laden aufmachen, anfangs recht erfolgreich sind aber irgendwann mit dem BWL-Teil ihrer Führungsaufgaben schlicht überfordert sind. Darum geht es mir auch weniger. Sondern darum das hier ein international bekannter und anerkannter Fachmann ganz selbstverständlich sagt das es keinerlei Erfahrungen in der jeweiligen Branche braucht um ein guter CEO zu sein, sondern unter coolen Anglizismen zusammenfasste Phrasen die leider häufiger das von mir Angeführte beinhalten, als tatsächliches Können.
  9. #9

    Machen Sie es...

    Zitat von Kelnor Beitrag anzeigen
    Da stellt also jemand ganz selbstverständlich klar das es keinerlei Erfahrung in der jeweiligen Branche braucht um ein internationales Großunternehmen zu führen. Wichtig ist allein "Lidörschib", also dem Unternehmen Richtung zu geben (auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre eine von einem PR-Unternehmen geschriebene Rede vortragen), das Aufzeigen von Visionen (Powerpoint-Folien ablesen) und das Orchester der Manager zu dirigieren (bei Besprechungen dem lautesten Schreihals zustimmen). Das bedeutet eigentlich das Herr Sendele hier ganz klar sagt das man für einen CEO-Posten weder Bildung, noch Erfahrung noch irgendeine Qualifikation braucht. Jeder kann sowas. Man muss eigentlich nur ein paar Leute kennen und beim Golfen ein paar Projekte klarmachen. Das reicht völlig aus.

    Wenn das alles so einfach ist - machen Sie es. Es muss ja nicht ein Konzern sein, gründen Sie Ihre eigen Firma, bauen Sie sich Kunden auf und erbringen Sie Dienstleistungen.

    Stellen Sie Schreiberlinge ein, geben Sie dem Schreihals recht. Wenn es Ihr Geld ist - und Ihre Zukunft, ich bin gespannt, wie das aussehen könnte.

    Ich stehe politisch Hr. Koch nicht nahe, aber Sie betreiben primitive Geringschätzung von Managern. Und es gibt viele wirklich gute Personen, die managen. Deswegen bekommen Sie ihr Geld am Zahltag. Weil sich jemand Gedanken macht, die Sie sich nicht machen müssen.


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