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Wechsel in die Wirtschaft: Koch hatte schon im Sommer Kontakt zu Bilfinger Berger

Es lief schon länger etwas zwischen*Roland Koch*und Bilfinger Berger:*Bereits im Sommer entstand die Idee für einen Wechsel des CDU-Politikers*an die Konzernspitze. Konkret sei es jedoch erst nach*Kochs*Ausstieg aus der Politik*geworden,*beschwichtigt das*Unternehmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,727583,00.html
  1. #1

    Ab dafür

    Tja, die Guten gehen in die Wirtschaft, die Schlechten bleiben Politiker.
    Wohlgemerkt, die gut Bestechlichen!
  2. #2

    nun ja,

    der Mann kann halt gut planen...das spricht für ihn. Kochen kann er ja auch, die argentinischen Schnitzel kosten halt etwas mehr - also hat er eigentlich alles richtig gemacht.
  3. #3

    Bestechung ist integraler Bestandteil unserer Wirtschaft

    Und zwar seit dem Mittelalter. Mindestens.

    In Zukunft geht eben alles geräuschloser, wie geschmiert. Es ist ohnehin ein Vorteil konstanter Machtkonstellationen, daß keiner ausschert, jeder weiß wo vorne und hinten, oben und unten ist, wem zu parieren ist, und wo man die Mäuse abzuliefern hat, wo die Glocken hängen. Das vereinfacht die Dinge ungemein, und man braucht auch gar nicht mehr darüber reden. Erfahren tut man ohnehin nichts.

    Die Bundesliga hat es mit dem Schalke – Skandal vor fast fünfzig Jahren vorbildlich vorexerziert. Die Beteiligten wurden allesamt Geschäftsführer und Manager von anderen Vereinen und seither ist Ruhe im Karton.

    Die Frage stellt sich natürlich, was die SPD machen soll, wenn die wesentlichen Goldadern in CDU – Hand sind. Da werden ihre Provisionen kaum noch auskömmlich sein. Ob Schröder das als Einzelkämpfer rausreißt mit seinen Beziehungen zum Energieoligopol, darf bezweifelt werden. Sobald die Gazprom in einem fiktiven Ort, nehmen wir mal an, er hieße Tauberbischofsheim, eine kleine Garage errichten wollte, würde der Ortsvorsteher unmiß-verständlich klar machen, daß als Baufirma nur Bilfinger und Berger in Frage käme. Das wäre verdammt teuer, und es könnte sein, daß Gazprom dann auf Schröder verzichtet und einen ordentlichen Deutschen in den Vorstand holt, nach Möglichkeit katholisch und christlich orientiert. Oder warum geht Putin neuerdings in die Kirche ?
  4. #4

    Hat...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es lief schon länger etwas zwischen*Roland Koch*und Bilfinger Berger:*Bereits im Sommer entstand die Idee für einen Wechsel des CDU-Politikers*an die Konzernspitze. Konkret sei es jedoch erst nach*Kochs*Ausstieg aus der Politik*geworden,*beschwichtigt das*Unternehmen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,727583,00.html
    jemand den Aufschrei der Konservativen und Liberalen gehört wie nach Gas-Gerds Wechsel in die Russische Spitze?

    Alles Heuchler.

    Wer wird der nächste sein?

    Frau Merkel nach e-on
    Herr Brüderle nach Maritim oder Mövenpick
    und und und

    Achtung, Politiker aufgepasst, bei Brioni gibt es jetzt Hosen mit extragrossen Taschen.
  5. #5

    Gute Prognose

    Zitat von bristolbay Beitrag anzeigen
    jemand den Aufschrei der Konservativen und Liberalen gehört wie nach Gas-Gerds Wechsel in die Russische Spitze?

    Alles Heuchler.

    Wer wird der nächste sein?

    Frau Merkel nach e-on
    Herr Brüderle nach Maritim oder Mövenpick
    und und und

    Achtung, Politiker aufgepasst, bei Brioni gibt es jetzt Hosen mit extragrossen Taschen.
    Vielleicht sollte man vermehrt dazu übergehen, die künstlichen Grenzen zwischen Wirtschaft und Politik endgültig abzuschaffen. Wozu das Unabhängigkeits-Brimborium? Warum nicht endlich ein offenes Bekenntnis zu den Sponsoren, statt dem verhuschten Geschwafel davon, Politiker seien nur ihrem Gewissen und ihrem Volk verantwortlich? Warum nicht klare Werbeaussagen, von der Wirtschaft für die Politik und umgekehrt? Politiker in Werbespots für Damenbinden, Gebissreiniger, Atomstrom, Hundefutter, Versicherungen etc. Wieso nicht an Wahlabenden endlich hochemotionale Dankesreden gewählter Politiker an die, die sie bezahlen und sponsorn?

    Dass Herr Ex-Ministerpräsident R.K. jetzt einen fetten Posten hat, ist doch weniger ein Arbeitsplatzwechsel als vielmehr eine Kontinuität. Wo liegt denn der Unterschied ob heutzutage einer einen Spitzenjob in der Industrie oder in der Politik hat?
  6. #6

    Gehalt Wirtschaft - Politik

    Zitat von titurel Beitrag anzeigen
    Wo liegt denn der Unterschied ob heutzutage einer einen Spitzenjob in der Industrie oder in der Politik hat?
    Leider im Gehalt. Solange ein Politiker in der Wirtschaft ein Vielfaches dessen verdient, was er in der Politik bekommt, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir viel zu oft von Dilettanten regiert werden und die guten lieber in die Wirtschaft gehen.
  7. #7

    Glauben Sie das wirklich?

    Zitat von carioca Beitrag anzeigen
    Leider im Gehalt. Solange ein Politiker in der Wirtschaft ein Vielfaches dessen verdient, was er in der Politik bekommt, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir viel zu oft von Dilettanten regiert werden und die guten lieber in die Wirtschaft gehen.
    Glauben Sie wirklich, dass Spitzenpolitiker weniger Geld "verdienen"? Ich halte das für einen Mythos. Schauen Sie sich mal die umfangreichen "Nebenverdienste" an und die mit dem politischen Amt verbundenen Möglichkeiten, legal abzukassieren. Autos, Häuser, was auch immer. Gilt sicher nicht für jeden, aber für viele.
  8. #8

    keiner erzählt uns, wie es funktioniert

    Zitat von titurel Beitrag anzeigen
    Glauben Sie wirklich, dass Spitzenpolitiker weniger Geld "verdienen"? Ich halte das für einen Mythos. Schauen Sie sich mal die umfangreichen "Nebenverdienste" an und die mit dem politischen Amt verbundenen Möglichkeiten, legal abzukassieren. Autos, Häuser, was auch immer. Gilt sicher nicht für jeden, aber für viele.
    Es gibt nur verdammt wenige Spitzenverdiener. Die meisten Politiker bekommen bestenfalls eine Aufwandsentschädigung, selbst in den Landesparlamenten und im Bundestag werden keine Diäten bezahlt, die den Job für einen Freiberuflichen interessant machen würden, auch keinen leitenden Angestellten. Und dann bitte ich die langjährige Ochsentour zu bedenken, ehe man da oben ist, vor allem in der eigenen Partei. Täglich so Typen wie Mappus, und nett bleiben, und vor allem gehorchen. letzteres ist nämlich die Haupteigenschaft von Politikern. Parteien sind weit hierarchischer als die Bundeswehr gegliedert oder ein Betrieb. Schnauze halten und durch heißt es dort.

    Mich würde allerdings interessieren, was der gute Kohl mit seinem vielen schwarzen Geld alles gemacht hat, und ob die schwarze Kasse in Liechtenstein die einzige war. Was ich mir nur schwer vorstellen kann, angesichts der ganzen Waffenkäufe und Autobahnbauten und Subventionen in den ganzen sechzehn Jahren.
  9. #9

    Keine Überraschung

    War doch klar, dass Koch nach dem Ausscheiden aus dem Amt seine Kontakte brutalstmöglich versilbert. Im Gegensatz zum Gas-Gerd bleibt er wenigstens im Land und verdingt sich nicht noch bei einem ausländischen Grundversorger, um die eigenen Landsleute abzuzocken.

    Mir würde aber auch nicht einfallen, wie man sowas prinzipiell verhindern sollte. Vollständiges Berufsverbot für ehemalige Politiker kann ja die Lösung auch nicht sein. Dafür vielleicht vollständige Transparenz bei staatlichen Ausschreibungen und Verträgen. Täte eh not.


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