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Web-Site Mygazines: Verleger fürchten Hochglanz-Raubkopien

Seit es Scanner, Foren und P2P-Börsen gibt, werden auch Magazine und Bücher als Raubkopien verbreitet. Besonders populär war das nie: Verleger-Sorgen schienen hysterisch, denn kaum jemand nutzte solche Möglichkeiten. Jetzt zeigt eine Webseite, wie man Verlage professionell beklaut.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...573271,00.html
  1. #1

    ...

    was die Musikindustrie noch nicht begriffen hat, trifft jetzt auch die Verlage...die Tatsache nämlich, daß sie langfristig kaum noch in der Weise gebraucht werden, wie in der Vergangenheit. Und das ist gut so. Schon heute übernehmen z.B. die Autoren wissenschaftlicher Veröffentlichungen regelmäßig Aufgaben, die früher professionellen Textsetzern vorbehalten waren, von Druckkostenzuschüßen und ähnlichem gar nicht zu sprechen. Andererseits verlieren sie im Anschluß weitestgehend die Rechte an der eigenen Veröffentlichung und durch Steuergelder finanzierte Forschung muß nachher mit Steuergeldern wieder durch die Bibliotheken beschafft werden. Ganz nach dem Motto, das Risiko und die Arbeit wird auf den User abgewälzt, die Gewinne und das Prestige streicht man selber ein. Es wird Zeit, daß sich das ändert. Man kann nur hoffen, daß der Markt langfristig zusammenbricht und ein paar Firmen dabei drauf gehen. Dann gibt es vielleicht bei den übriggebliebenen wieder etwas mehr Demut und Kundenorientiertheit.
  2. #2

    Das isses

    Es war schon immer mein Traum, einmal den Ikea-Katalog aus Kanada zu betrachten. Dank Mygazines ist es endlich möglich.
  3. #3

    Thema erledigt?

    ...Bei eurem angegebenen Link www.mymagazines.com kommt "page not found" - Nur Servertstörung oder Aufgabe? :-)

    Gruß

    Frank Schulz
  4. #4

    Werbung

    Die Seite ist momentan leider nich erreichbar, haben die Server die Last durch die Werbung in SPON nicht tragen können?

    Wenn es sich um eingescannte Exemplare handelt ist der Gewinner doch abzusehen, die Werbung des Anzeigenkunde der Magazine bekommt eine weitere Verbreitung. Zudem könnte die Veröffentlichung des Magazines an sich schon eine Art von Werbung für das Magazin selber darstellen.

    Seitdem ich zum Beispiel regelmäßig SPON lese kaufe ich mir auch wieder Exemplare (trotz des hohne Preises) um diese auch in U- und S- Bahn lesen zu können (und auf dem Klo!), obwohl die Artikel meißt auch online verfügbar sind. Solange es noch kein geeignetes E-Paper Lesegerät gibt halte ich es deshalb nicht für eine Konkurenz...

    Gruß MorMo
  5. #5

    Panik...

    Die Antwort für die Verlage ist ziemlich einfach:
    - Onlineleser verursachen keine Druckkosten
    - Onlineleser sehen die Anzeigen trotzdem

    Also, einfach ein ähnliches System wie Mygazines auf der eigenen Webseite bereitstellen, den gedruckten Content im Web neu verwerten, und von den Werbekunden im Magazin auch für den Onlinecontent Kohle verlangen. Also im Prinzip das, was Onlineausgaben der Magazine eh schon machen.

    Nur technische Umsetzung und die Bedienung ist ein bisschen anders als in einer Webseite in HTML+CSS. Das Layout ist schöner, dafür geht Verlinkung und Interaktivität flöten (wobei man die nachträglich einbauen kann).

    Wer wegen einem Angebot wie Mygazines in Panik gerät hätte schon 1998 in Rente gehen sollen.
  6. #6

    Oh Spiegel, schlecht recherchiert

    Das ist nun nichts neues. Wir machen so ein System seit drei Jahren. www.flippo.info. Und da brauchen die Verlage keine große Sorgen haben - das Urheberrecht reicht, um illegale Kopien im Netz auszubremsen, wenn diese öffentlich dargestellt werden.

    Ausserdem könnten die Verlage damit neue Leserkreise und Einnahmen erschliessen, wenn zb das mit einem Passwortschutz verknüpft wird. Oder man kann Anzeigen verlinkbar machen. Weil man auch Sound, Videos etc einbauen kann, gibt das vielleicht auch ganz neue Leseformen. Also kein Untergang des Abendlandes, kein Sterben der Verlage.
  7. #7

    Werbung

    Schön das jetzt auch Spiegel-Online dafür Werbung macht...
    somit dürfte sich das Angebote an deutschen Zeitschriften schnell erweitern.
    Vielen Dank!
  8. #8

    Selbst schuld

    War doch abzusehen. Napster hats vorgemacht. Damals winkte die Filmindustrie ab, Filme wären viel zu groß zum Downloaden, da bräuchte man nichts zu befürchten. Und heute heulen sie rum und beschimpfen jeden Käufer einer DVD erstmal, dann kommen noch Clips, die man nicht überspringen kann, dann noch ein Copyright Hinweis.

    Was haben denn die Verlage aufgebaut? Spiegel: das E-Paper Angebot ist zum Vergleich der Printausgabe zu teuer. Kann mir keiner erzählen, das de Druck und der Vertrieb pro Heft nur 20 cent ausmachen.

    Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mir die FAZ holen. Aber die ist als Tageszeitung zu mächtig, und nur die Samstagsausgabe kann man nicht als E-Paper abonnieren.

    Rheinpfalz: Gutes Angebot, aber auch preislich nicht so ganz zu verstehen.

    Spektrum der Wissenschaft: Interessantes Angebot. Preislich ok.

    Versäumt haben sie alle, irgendetwas praktisches auf den Markt zu bringen. Ich kauf mir doch nicht ein lesegerät für 300 Euro, das mich zusätzlich noch mit DRM gängelt...

    Wen man nicht selbst ein attraktives Angebot auflegt und den interessierten Käufer nicht gleich in Ketten legt, dann macht es jemand anderes. Das hat nun die Geschichte gezeigt, aber die Contentindustrie scheint nicht aus Ihren Fehlern der Vergangenheit lernen zu wollen.
  9. #9

    Naja, ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit es Scanner, Foren und P2P-Börsen gibt, werden auch Magazine und Bücher als Raubkopien ...
    So richtig ausgereift ist diese Idee nicht. Das einzige, was man auf einem durchschnittlichen PC-Bildschirm lesen kann ist im Prinzip die Werbung.


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