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"We Love Lloret" auf ProSieben: Stadtverwaltung beschwert sich über Sauf-Doku

ProSiebenVoll, geil und gehirnamputiert: In der ProSieben-Dokusoap "We Love Lloret" feierten und soffen sich acht Ruhrpottproleten leichtbekleidet durch den spanischen Partyort Lloret de Mar. Die Stadtverwaltung findet das nicht witzig - und beschwerte sich beim Sender.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,849409,00.html
  1. #1

    Jersey Shore?

    Ohne die Serie gesehen zu haben, von der Beschreibung her klingt das Konzept ganz arg wie ein Ableger der US-Serie "Jersey Shore". Wenn das so ist, kann ich durchaus verstehen, warum der Bürgermeister sich wehrt.
  2. #2

    Kann ich respektieren.

    Eine selten ehrliche Aussage:

    "Wir sind nicht auf Teneriffa, wir verdienen unser Geld mit Leuten, die man anderswo nicht haben möchte."

    "Pecunia non olet", wusste schon Kaiser Vespasian.
  3. #3

    Zitat von Crawfish71 Beitrag anzeigen
    Ohne die Serie gesehen zu haben, von der Beschreibung her klingt das Konzept ganz arg wie ein Ableger der US-Serie "Jersey Shore". Wenn das so ist, kann ich durchaus verstehen, warum der Bürgermeister sich wehrt.
    Bei, ich glaube Sat1, läuft eine Serie "nicht nachmachen", so viel Müll, wie da in der Vorschau gezeigt wird, kann man doch nicht zeigen, um zu verhindern, dass sowas nicht doch nachgemacht wird. Man kann offensichtlich mit jedem Mist Geld verdienen.

    MfG. Rainer
  4. #4

    kein Titel

    Es täte dem deutschen Fernsehen sicher gut, wenn sämtliche sogenannten "Scripted Life"-Serien in Grund und Boden geklagt, endlich aus dem Fernsehen fliegen würden und sich die Sender lieber auf die Produktion hochwertiger, offen fiktionaler Serien konzentrieren würden. BBC macht es vor, wieso sollte das in Deutschland nicht funktionieren? Leider wird das hier nie Wirklichkeit werden, der Markt für "Assi"-Produktionen mit der Zielgruppe der Jugendlichen mit niedrigem Bildungshintergrund scheint ja eher zu wachsen. Gerade flimmerte hier eine Vorschau über den Schirm mit irgendeiner Übergewichtigen, die in Mülltonnen klettert um die Sahnetorten dort herauszuholen, nur um dann im nächsten Schnitt bei All-you-can-eat neben sich 50 Teller zu stapeln. Mein Gott! Wer glaubt so einen Sch***? Wer will sowas sehen?

    Inzwischen kann man die Privatsender zwischen 10 und 20 Uhr getrost abgeschaltet lassen. Gut, man kann sagen, da guckt ja eh niemand Fernsehen, aber es ist schon ganz schön armselig, dass es wirklich absolut kein Nicht-öffentlich-rechtlicher Sender mal mit Qualität versucht, sonder wirklich jeder Sender sein persönliches Trashformat in die Suppe wirft...
  5. #5

    Trash, ...

    ... ist das natürlich, aber echt cooler, unterhaltsamer Trash. Und natürlich ist das der Versuch eines deutschen Ablegers von Jersey Shore, aber auch das war schon cooler Trash.

    Ich denke nicht, dass die Serie dem Umsatz in Lloret de Mar schadet, da sich sicher der eine oder andere in der Zielgruppe nächstes Jahr daran erinnert, und bisher wird in Lloret ja auch nicht nur die Generation 60 unterwegs gewesen sein.
  6. #6

    Die Leute sind, alles in allem, nicht so

    und deshalb: warum dieser Scheißdreck? Die Antwort: je doofer, um so einfacher, um so billiger - die Antwort verweist auf die Produzenten.

    Dass die Produzenten Figuren dafür finden: klar, Du findest immer welche, die ihr Ding in die Camera recken wollen. Am Schluss H IV. Blöd gelaufen, heißt es danach.
  7. #7

    Zitat von almeo Beitrag anzeigen
    Es täte dem deutschen Fernsehen sicher gut, wenn sämtliche sogenannten "Scripted Life"-Serien in Grund und Boden geklagt, endlich aus dem Fernsehen fliegen würden und sich die Sender lieber auf die Produktion hochwertiger, offen fiktionaler Serien konzentrieren würden.
    Der Grund hierfür ist sicherlich einfach ein finanzieller. So günstig wie diese Doku-Soaps lässt sich sonst nix produzieren. Wahrscheinlich ist sogar die Wettervorhersage in der Tagesschau teurer. Ein paar meiner Kommilitonen waren sehr eifrig dabei, wenn es um Gerichtsshows oder andere Doku Soaps ging. 300-500€ für einen Tag drehen ohne Skript oder Vorerfahrung ist doch nicht schlecht.
    Und letzten Endes werden ja nur die Vorlieben der Zuschauer bedient.
  8. #8

    Ich bin heilfroh, dass es das Internet gibt! Ohne dem könnte man die wirklich guten Serien wie Breaking Bad, Game of Thrones oder Louie nicht genießen. Stattdessen müsste man sich mit dummen Fernsehen á la We Love Lloret zufrieden geben.

    Ich bin nicht der Meinung, dass Fernsehen an sich schlecht ist. Personen, die Fernsehen kategorisch ablehnen verpassen einen wichtigen Aspekt unserer Kultur (und sind deshalb einfach weltfremd!).

    Aber dass das deutsche Publikum so einen Mist sehen will lässt einen schon sprachlos dastehen lassen. Und auch wenn es hart klingt: Alle in dieser Sendung dürfen wie wir alle wählen! Ist das nicht schrecklich?
  9. #9

    Ha!

    Die Zeiten, in denen Lloret ein Seebad für die ganze Familie war, liegen nun aber wirklich Dekaden zurück. Zur Zeit ist Lloret ganz klar das Sammelbecken für Billigheimer auf Druckbetankung. In England werden Pauschalpakete für Junggesellen-Abschiede für schmales Geld angeboten. Flug am Freitag, Hotel für 2 Tage (nachts wird gesoffen), open Bar, Striper und Fotodokumentation. Die ist auch nötig, denn auf dem Rückflug am Sonntag wissen die meisten schon nicht mehr, was seit dem Hinflug eigentlich so passiert ist.


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