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Wasserkraftwerke: Talsperren weniger klimaschädlich als vermutet

Wasserkraftwerke werden immer wichtiger für die Stromproduktion - doch unter Experten wuchs die Sorge über den Treibhausgas-Ausstoß gigantischer Stauseen. Eine neue Studie relativiert das jetzt: Die Emissionen sind demnach geringer als bisher vermutet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...777769,00.html
  1. #1

    Verständnisfrage

    Wenn der Fluss nicht gestaut worden wäre, wieviel Methan setzte er dann, beim Blubbern über Kieselsteine in seinem Flussbett, frei?
    Eine Talsperre ist doch nichts anderes als ein gestauter Fluss?
  2. #2

    schwieriges Thema

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wasserkraftwerke werden immer wichtiger für die Stromproduktion - doch unter Experten wuchs die Sorge über den Treibhausgas-Ausstoß gigantischer Stauseen. Eine neue Studie relativiert das jetzt: Die Emissionen sind demnach geringer als bisher vermutet.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...777769,00.html
    Talsperre ist nicht gleich Talsperre. Vegetationsarme Schluchten haben eine andere Bilanz als große Flächenstaudämme. Ich verstehe allerdings nicht, warum nicht vor dem Fluten von Staudämmen alles Holz eingeschlagen wird, welches im Wasser versinken würde.
  3. #3

    Stille Wasser sind tief

    Zu Recht weist der Artikel darauf hin, dass die CO2- und Methanemissionen je nach Beschaffenheit des Stausees unterschiedlich sind.

    Aus Gesichtspunkten des Klimaschutzes sind schmale, tiefe Seen wesentlich besser als flache und weit ausufernde Stauseen. In tiefen Seen sind die Zersetzungsprozesse langsamer, es gerät weniger Biomasse unter Wasser, es wird weniger Grünfläche verbraucht, und der in tiefen Seen höhere Fischreichtum kann als Ausgleich für die für die anwohnende Bevölkerung verlorenen Nutzflächen dienen.

    Ab einer bestimmten Tiefe sind kommen die Fäulnisprozesse (Haupursache der Methanbidung) fast völlig zum Stillstand, weshalb heute jahrzehntealtes "Stauseeholz" vom Seegrund "geerntet" wird wegen seiner Qualität begehrt ist.

    Auch ist die Verdunstungsrate bei tiefen Gewässern niedriger, wodurch dem regionalen Wasserhaushalt weniger Wasser entzogen wird und auch in Trockenzeiten ausreichende Reserven zur Verfügung stehen.
  4. #4

    es gibt also ein optimales Verhältnis Tiefe zu Volumen

    Dann sollte man diese Kriterien halt mit gewichten, zusätzlich zu den Fischtreppen, etc..
    Wir werden diese Form der Stromerzeugung / Energie-Speicherung ausbauen müssen. Auch als Speicherkraftwerke. Die methanerzeugende Biomassen sollte halt beim ersten Aufstau schon entfernt werden, die Einträge von Schadstoffen vermieden und die Konstruktion und der Boden optimiert werden.
    Küstennahe Speicher gerade an Steilküsten müssen zusammen mit Windkonvertern eben gleich mit geplant und ausgelegt werden, damit der Netzaufwand im Rahmen bleibt. Ebenso im Binnenland. Wenn die Speicher eine Mindestwassermenge behalten, dann können sie auch für die Ökologie, Hochwasserfreihaltung und Grundwasseraufhöhung noch eine Bedeutung haben. Ich denke, daß eine Vielzahl solcher kleinerer Maßnahmen an den entsprechenden Windstandorten vertretbar ist.
  5. #5

    unsinnigste untersuchung ever..

    wo nährstoffe sind, da werden sie auch abgebaut. im fluss, talsperre, oder paar kilometer weiter unten im meer. was soll so eine quatschuntersuchung?
  6. #6

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wasserkraftwerke werden immer wichtiger für die Stromproduktion - doch unter Experten wuchs die Sorge über den Treibhausgas-Ausstoß gigantischer Stauseen. Eine neue Studie relativiert das jetzt: Die Emissionen sind demnach geringer als bisher vermutet.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...777769,00.html
    Ups, Wasserkraftwerke werden für die Stromriesen immer wichtiger? Was für ein Glück, dass die Kraftwerke umweltverträglich sind und entgegen aller Vermutungen kaum Treibhausgase ausstoßen.

    Die Studien sind sicher so aussagekräftig wie die Studien zur Sicherheit von Atomkraftwerken. Fukushima? Alles sicher, kann gar Nix passieren.

    Studien sind immer gut, denn irgendwem nutzen sie immer, meistens denen, die sie bezahlen!
  7. #7

    auweia

    ich finde es echt unmoeglich, dass die klima luege hier als voellig normaler fakt angenommen und nicht hinterfragt wird. die Rothschild Banken lassen gruessen, und Al Gore macht mit carbon credit geschaeften millionen. naja, spaetestens naechstes jahr, wenn ueber 100 neue steuern auf uns zukommen, wird man wohl nochmal darueber nachdenken.

    was vor wenigen tagen von CERN herausgefunden wurde, durfte wohl nicht an die oeffentlichkeit gelangen. deshalb gilt wohl immer noch : der himmel ist gruen und die welt eine scheibe. es gibt uebrigens mehr eisbaeren als je zuvor, und keiner von denen stirbt, weil er keine eisscholle findet. schlafen sie ruhig weiter...
  8. #8

    Loch Ness

    Zitat von zimmermannrobert Beitrag anzeigen
    Wenn der Fluss nicht gestaut worden wäre, wieviel Methan setzte er dann, beim Blubbern über Kieselsteine in seinem Flussbett, frei?
    Eine Talsperre ist doch nichts anderes als ein gestauter Fluss?
    Ein See hat ganz andere ökologische Verhältnisse als ein Fluß. In einem See bildet sich zwangsläufig eine dicke Sedimentschicht, in der massenhaft Bakterien sitzen, die alle möglichen Sachen machen (z.B. Treibhausgase erzeugen).
    Selbst ein langsam fließender Fluß hat weniger davon und enthält mehr Sauerstoff. Ein Seegrund ist fast immer praktisch sauerstofffrei.
    Das ist schwierig zu berechnen. Man muss Proben ziehen und Messungen machen und dann hochrechnen.
  9. #9

    Fischtreppen und Turbinen

    Zitat von archi47 Beitrag anzeigen
    zusätzlich zu den Fischtreppen, etc..
    Wir werden diese Form der Stromerzeugung / Energie-Speicherung ausbauen müssen.
    Die meisten Fischtreppen sind ein Witz und in den Turbinen der Wasserkraftwerke werden Fische, wie die Aale z.B. beim Abwandern in die Saragossa-See, zu Hauf zerschreddert.

    Was daran umweltfreundlich sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz.


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