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Warteschleife: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

APNichts macht zorniger als durch Unpünktlichkeit vertändelte Lebenszeit. Mancher Lieferant wappnet sich deshalb mit originellen Begriffsdefinitionen gegen Kundenwut: Das Lieferfenster "Vormittag" reicht schon mal bis 14 Uhr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...799941,00.html
  1. #10

    Frankreich

    Zitat von Andreas J. Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Situation in Japan. Dort kann der Verbraucher bis auf max. ein 2-Stunden-Intervall angeben, wann der Lieferant kommen soll. Und er kommt mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit.
    So etwas kostet den Lieferanten natürlich Geld. Das ist dann im Preis schon enthalten. Und genau dort liegt das Problem. Wenn ich etwas möglichst billig haben will, dann kann ich nicht erwarten, daß ich einen genauen Liefertermin bekomme.
    In der Regel 2h slots - Rabatt gibt es wenn man "unbeliebte" Termine wählt (ein Vorteil, wenn man wie ich von zu Hause arbeitet).

    Leider nicht die Regel, Stromableser "im Laufe des Vormittags" - klingelt um 16Uhr und beklagt sich, dass ich als Einziger zu Hause bin...

    Ich bestelle bevorzugt bei besonders zuverlässigen Lieferanten - die Qualität an diesem Ende schlägt sich also direkt im Umsatz nieder. DSL Anbieter können sich natürlich Hit&Run erlauben:-(
  2. #11

    Es kommt sehr oft drauf, mit wem man eine Leistung oder lieferung bestellt.

    Ein paar Beispiele:
    1) Comcast Internet: Meine Leitung hat gesponnen. Nach einer Weile Warteschleife wurde mir ein Termin 2 Tage spaeter nach 17 Uhr zugesagt. Der Techniker ruft dann ca 30min vor ankunftszeit an und sagt bescheid, dass er gleich da ist. Sowas ist super, wenn man zu solchen Zeiten noch im Buero ist, aber schnell weg kann. Beim ersten Termin vergass der Techniker allerdings diesen Anruf. Bei 2. Versuch 2 Tage spaeter klappte dann alles super und fuer den verpassten Termin wurde mir bei der naechsten Rechnung 1/3 erlassen.

    2) USPS: Da die grundsaetzlich immer liefern, wenn ich bei der Arbeit bin (gilt fuer das ganze Haus) sind im Windfang immer 2-5 Zettel von innen angeklebt, das der Bote das Paket doch einfach da vor die Tuer stellen solle (schon im Haus). Funktioiert normalerweise auch immer. Den Vogel hat dann ein Bote abgeschossen, der so einen schoenen gelben Zettel, dass er mich nicht antreffen konnte, genau auf meinen unterschriebenen Zettel mit der Bitte um das einfach abstellen des Paketes, klebte und das Paket zurueck an den Absender ging. :fail:

    3) Gasableser in Berlin: Zettel sagt zwischen 7-9Uhr morgens. Kommt dann um 11.... Frage ist nun wie man zwischen 7-9 Uhr morgens es schon schafft ueber 2Stunden verspaetung einzusammeln....
  3. #12

    Zitat von heiniresse Beitrag anzeigen
    Diese Frage muß sicherlich gestellt werden.

    Also: es geht nicht um verlorene Zeit, weil Zeit nicht verloren werden kann. Es geht darum, innerhalb der mir in meinem Leben immer zur Verfügung stehenden Zeit möglichst etwas sinnvolles, gutes oder was es auch immer sein mag, zu tun. Und davon gibt es genug
    Nein, Zeit kann nicht verloren werden. Nur die Qualität der Zeit. Zum Beispiel, wenn ich ungefähr 100€ für eine Lieferung bezahle, mir dann einen Urlaubstag nehme und 7Std (oder fast einen Arbeitstag, bzw. den sogenannten "Vormittag" von Hermes, je nach Definition) zu Hause warten muss. Werden Sie sagen, es gibt doch zu Hause auch Schönes zu tun, das ist keine verlorene Zeit. Sicher, wenn ich die Freiheit habe das selbst zu wählen, und nicht das machen muss, nur weil besagter Paketdienst Null-Service bietet.
  4. #13

    Zitat von Vorzeichen Beitrag anzeigen
    1. Auch Lieferanten müssen planen. Die verschwenden bei so manchem Versuch, den Kunden anzutreffen, echte Arbeitszeit.
    Ja, tun sie das? Oder ist es viel mehr so, dass man eben etwas liefern muss, und ob derjenige zu Hause ist oder nicht, dadurch kommt man nicht später beim nächsten Kunden an? Und Paketdienste liefern auch nicht beliebig oft bei Abwesenheit, bei manchen muss man nach dem ersten Zustellversuch die Lieferung selbst abholen.

    Liefertermine von 7Std. ließen sich einfach vermeiden, wenn die Route ungefähr im voraus bestimmt würde, liegt doch im Bereich des Machbaren, oder?
  5. #14

    .

    Am meisten habe ich Hermes gefressen:

    Erst habe ich einen Zettel im Briefkasten, ich soll morgen daheim sein und er kommt dann vorbei. Okay, ich warte den ganzen Tag und niemand taucht auf. Dann habe ich bei Hermes angerufen, die hatten erstmal keine Ahnung und mussten mich zurück rufen. Ja, der Bote hatte das Paket im Wagen vergessen. Super. Ich hab dann einen Termin ausgemacht für Samstag Vormittag. Wieder ist niemand gekommen, den ganzen Tag. Er ist dann Sonntag um 22 Uhr aufgetaucht und konnte mir dann nicht rausgeben (ich hatte per Nachnahme bestellt), dabei hatte ER den Preis falsch auf den Zettel geschrieben und hat dann verlangt, dass er das Mehrgeld behalten darf. Mir ist da sowas von der Kragen geplatzt. Nachdem ich zusammen geschnautzt habe, hat er das Geld minus 1,85 akzeptiert. (Bevor jetzt jemand mostert, ich gebe eingentlich immer Trinkgeld an den Postboten, auch wenns nicht auf Nachnahme ist, aber wenn man mir so blöd kommt, sehe ich nicht ein, irgendwas für die Person zu tun oder zu geben.)








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