Licht ohne UV und reduzierten grün-blau Anteil wird von den bösen, verbotenen Glühbirnen sehr schön, umweltfreundlich und preisgünstig erzeugt.
Vincent van Gogh Museum, AmsterdamKräftige Farben zeichnen die Gemälde von Vincent van Gogh aus. Doch des Malers Lieblingsgelb verwandelt sich auf einigen Bildern in unansehnliches Braun und Grün. Forscher haben die verheerende chemische Reaktion dahinter entschlüsselt - und warnen jetzt vor LED-Leisten in Museen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-875531.html
Licht ohne UV und reduzierten grün-blau Anteil wird von den bösen, verbotenen Glühbirnen sehr schön, umweltfreundlich und preisgünstig erzeugt.
Alles schon lange bekannt. Da muss man nur mal die Lackhersteller befragen. Die benutzen spezielle Lampen, um das "Alterungsverhalten" der Pigmente zu untersuchen. Man kann auch durch Einsatz spezieller Gläser und Filter den Anteil schädlicher Wellenlängen reduzieren ....
Glühbirnen!
LED-Lampen enthalten gewöhnlich keinen UV-Anteil, da sie blaues Licht (etwa 460nm) zur Anregung der Farbkonversionsschicht benutzen. Glühlampen haben als thermische Strahler hingegen sehr wohl einen UV-Anteil. Was soll uns diese Studie also sagen? Inwieweit sind die Ergebnisse - wenn überhaupt - auf blaues Licht übertragbar?
LEDs haben ebenfalls praktisch keinen UV Anteil und sind da mindestens gleichgut wie Glühbirnen. Halogenstrahler (die in Museum aktuell meistens eingesetzt werden) haben UV Anteile, deshalb werden dort typischerweise schon seit Jahren UV-Sperrfilter eingesetzt.
Blau-grünes Licht haben LEDs natürlich (wie jede andere Lichtquelle auch) allerdings ist bei guten LEDs der Anteil von blauem Licht ähnlich hoch wie bei Glühbirnen und der grüne Anteil ist typischerweise sogar geringer. Hängt allerdings immer von der konkreten Wellenlänge ab die man betrachtet.
...bei alter Kunst, wenn sie nicht mehr altern darf? Alles ist nun mal vergänglich. Auch Farben. Sonst kann man auch eine handgemalte chinesische Kopie in die Ausstellung geben. Dort sind die Farben wenigstens frisch.
Farben, die sich unter weißem LED - Licht zersetzen, werden dies auch unter Tageslicht tun. Glühlampenlicht ist eine Alternative. Die Frage ist jetzt, welches Licht hätte der Künstler selbst für angemessen gehalten? Wenn z.B. für van Gogh Tageslicht die Referenz war, wäre eine mögliche Vorgehensweise, die Originale im Dunkeln aufzubewahren und nur dann zu beleuchten, wenn wirklich jemand hinguckt. Ferner könnte man, nachdem das Alterungsvehalten der Farbpigmente erforscht ist, versuchen, eine Reproduktion zu erstellen, die den ursprünglichen Zustand wiedergibt. Diese könnte man auch dauerhaft weißem Licht aussetzen und ggf. einfach erneuern.
Aber der wesentliche Unterschied zwischen LEDs und Glühbirnen ist das diskontinuierliche Spektrum der Halbleiter - die Intensität ist in einem jeweils schmalen Bereich besonders hoch.
Und wenn gerade Licht aus diesem Bereich den Farbstoff angreift, dann ist die LED hier sehr viel schädlicher als eine für die menschliche Wahrnehmung gleichhelle Glühlampe.
Das hätte im Artikel auch durchaus erklärt sein dürfen.