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Warnung von Standard & Poor's: Herabstufung - na und?

Deutschland droht der Verlust der Top-Bonität - aber kaum jemanden interessiert's. Die dauernden Herabstufungen durch Rating-Agenturen haben Investoren und Politiker gelassener gemacht. Endlich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...802039,00.html
  1. #80

    Zitat von haspelbein Beitrag anzeigen
    Die gegenseitigen Abhaengigkeiten sind schlicht zu gross, als dass sie dies wollten. Was S&P jetzt andeutet entspricht einfach der Realitaet, d.h. Staatsanleihen von westlichen Industrienationen werden generell als nicht mehr so sicher angesehen, wie es vor Jahren noch der Fall war.

    Jedoch ist die Auswahl an sicheren Alternativen ebenfalls begrenzt.
    Ich verstehe schlicht den Zeitpunkt nicht, was rechtfertigt die Abwertung gerade jetzt? Ich hätte ähnliche Anlündigungen an anderen Momenten, an denen Skepsis in meinen Augen angebrachter war nachvollziehbarer gefunden.

    Es hat sich am Szenario einfach nicht genug getan, um jetzt am Rating rumzudrehen. Zu jeder größeren Entscheidung für/wider Euro-Rettung wäre es plausibel gewesen, da sitzen ein paar Analysten und die bewerten Entscheidung x jetzt für die Eurozone negativ, Rating down. So, wie es jetzt dasteht entzieht sich mir der Zusammenhang..
  2. #81

    Keine Krise

    So langsam kommen auch andere dahinter, was ich seit Wochen predige: Einfach wieder nach Hause gehen. Es gibt gar keine Krise, es gibt lediglich ein paar überschuldete Staaten, aber das war noch nie anders. Gut, den ganzen US- bzw. westen- und kapitalistenfeindlichen Verschwörungstheoretikern raubt man damit den Lebenssinn, aber früher oder später wird es eh langweilig, auf den Weltuntergang zu hoffen.
  3. #82

    Öl in Euro?

    Wird ja alles noch viel schlimmer wenn erst mal das Öl nicht mehr in Dollar sondern in Euro gehandelt werden sollte… Was macht dann der Dollar??? Preisfrage :)

    Zitat von Permafrost Beitrag anzeigen
    Daß diese Ratings nicht objektiv sind weiss inzwischen jedes Kind. Die Frage ist warum und wer da eigentlich die Fäden zieht?

    Die Vermutung lautet, es ist die anglo amerikanische Finanzelite, die auf den Trümmern des brit. Empire sitzt und nicht nur mitansehen muss, daß der Euroraum immer mächtiger wird, nein, daß er auch noch maßgeblich von diesen Krauts beherrscht wird! Das ist doch nun wirklich schwer zu ertragen! Wozu haben die den Weltkrieg verloren?
    Naja diese Elite trinkt ihren Scotch und wartet Jahr und Tag geduldig, daß dieser Euro einmal schwächelt, um im *entscheidenden* Moment einen Tiefschlag zu verpassen. Der Moment ist da, der Tiefschlag auch.
    ...............
    Und BTW. Ich glaube, daß niemand in den USA öffentlich thematisieren darf wie hoch die USA bei China in der Kreide steht und was für Konsequenzen das haben könnte. Nicht bei den Reps, nicht bei den Demokraten, nicht in Schulen, natürlich nicht im TV. Unpatriotisch! Ein Talkmaster wäre auf der Stelle gefeuert.
    Ich frage mich aber wie es an den anglo-amerikanischen Eliteunis aussieht, wo die Finanzelite von morgen ausgebildet wird. Die sind ja nun clever und passen nicht so recht zum Klischee des dümmlichen Amerikaner, ich frage mich was man denen so erzählt wenn man ihnen im Hörsaal gestattet, mal danach zu fragen...
  4. #83

    ...

    Zitat von H21K Beitrag anzeigen
    Doch werde ich den Eindruck nicht los, dass diese "Investoren" und "Anleger" sich jeglicher demokratischer Kontrolle und Verantwortung entziehen und nur ihren Profit suchen.
    Ich hoffe, die Ironie war deutlich. Natürlich denke ich nicht, dass Deutsche durch 5-10% Inflation zu Faschisten werden, genausowenig wie Briten.

    Und ja, dafür sind Investoren eigentlich da. Die mehren das Geld ihrer Kunden oder ihr eigenes, indem sie profitable Projekte fördern. Ob etwas profitabel ist oder nicht, ist keine demokratische Entscheidung. Irgendwie hatte man es geschafft, sich 40 Jahre lang und länger einzureden, Staaten wären profitable Projekte. Das sind sie aber nur, wenn sich eine neue Generation von Schuldnern findet, weshalb europäische Staatsfinanzierungen von jetzt auf gleich durch sich selbsterfüllenden Pessimismus ausgeknipst werden können. Weil den Investoren jetzt aufgefallen ist, dass Staaten kein profitables Projekt sind, und wir daher diesen Pessimismus haben, wird denke ich keine Lösung funktionieren bei der nur die arbeitende Bevölkerung mit ihren Steuern für die auslaufenden Staatsanleihen garantiert. Solange es eine Obergrenze gibt, bleibt das Problem bestehen.
  5. #84

    Zitat von Hesekiel Beitrag anzeigen
    Ich verstehe schlicht den Zeitpunkt nicht, was rechtfertigt die Abwertung gerade jetzt?

    Weil gerade jetzt eine Währung so kurz vor dem aus steht, dass keine Propaganda der Welt das mehr schönreden / -schreiben / -senden kann.

    Das sind "Wirtschafter". D.h. sie haben studiert um den gesunden Menschenverstand zu verlieren. Aber lesen, hören, sehen können sie noch.
  6. #85

    Angriff!

    Eine andere Meldung heute (die "Top"-Nachricht) lautet:

    Rating-Agentur attackiert Euro...

    na ja, wenn ein paar hundert Rating-Agentur-Mitarbeiter angreifen, da bekommen wir so richtig Angst, gell?

    Andersrum ... Europa hat 500 Millionen Einwohner und Millionen Mann unter Waffen (und auch tausende Frau). Und Atomwaffen ...

    Ja, die Rating-Agenturen machen nur ihren Job (wenn sie den mal nur gut machen!), aber MACHT haben andere.

    Warum die Macht nicht gebrauchen und einfach ein paar Gesetze ändern? Zum Beispiel zur Steuer auf Finanztransaktionen und Guthaben und Fonds v.a. zur Regelung des Kapitalflusses? Und zur Haftung bei falschen Ratings?

    So einfach ist das ...

    aj
  7. #86

    Griechenland -rating

    Mich würde nur so am Rande interessieren wie Griechenland geratet wurde, als es als Beitrittskandidat zur EU vorgeschlagen wurde und mit Hilfe von GoldmannSachs seine Bilanzen fälschte um die Kriterien zu erfüllen...
    Mich würde interessieren, nur so am Rande, wieso D gedroht wird, es wird herabgestuft, obwohl die Außenhandelsbilanz die Billionenmarke geknackt hat, wir sowenig Arbeitslose wie seit 20 Jahren nicht mehr haben, deutsche Unternehmen auf Vollast laufen, die Realwirtschaft also eigentlich recht prächtig läuft, summa summarum also mit hohen Steuereinkünften zu rechnen ist. Dachte Ratingagenturen bewerten evtl. zukünftige Aussichten für Kreditgeber, dass diese ihr verliehenes Geld auch wieder zurückbekommen.
    Letztendlich würde mich interessieren, wieso ein Staat, der de jure noch kein Unternehmen ist (ich hoffe es bleibt auch so), genauso geratet werden darf, wie die Pommesbude nebenan.
  8. #87

    Real- und Finanzwirtschaft

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, die Ironie war deutlich.
    Ist angekommen :-)

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Und ja, dafür sind Investoren eigentlich da. Die mehren das Geld ihrer Kunden oder ihr eigenes, indem sie profitable Projekte fördern.
    Sie mehren wohl das Geld ihrer Kunden, aber vielfach nicht durch Wertschöpfung in der realen Wirtschaft, sondern durch diverse "Wetten" und andere Machenschaften auf den Finanzmärkten.

    Auf der Jagd nach Prozentpunkten schieben sie Milliarden und Abermilliarden per Computer weltweit von Börsenplatz zu Börsenplatz.

    In der (Elektro-)Technik nennt man sowas Blindleistung.
  9. #88

    Zitat von lyseas Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, nur so am Rande, wieso D gedroht wird, es wird herabgestuft, obwohl
    ...
    Dachte Ratingagenturen bewerten evtl. zukünftige Aussichten für Kreditgeber, dass diese ihr verliehenes Geld auch wieder zurückbekommen.
    D hat (noch) den Euro als Zahlungsmittel.
    (eine Währung ohne Grundlagen, ohne Regeln, ohne Durchführungsbestimmungen, ohne Gesetze. Die Führungsgremien der "Hüterin" der Währung sind mehrheitlich mit Vertretern von Pleiteländern besetzt. Die Währung erstreckt sich über 17 souveräne Volkswirtschaften.mit völlig unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Interessen.)


    Das sollte als Erklärung reichen.
  10. #89

    Na bitte

    Rating wird inflationär?
    Ein sich selbst auflösendes Übel ist mir noch am liebsten.
    Ich erhoffe mir eine Vorbildfunktion für Schwarz-Gelb.








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